Letzte Woche wurde in London das Motorola RAZR i vorgestellt – dabei handelt es sich im Großen und Ganzen um das für den amerikanischen Markt bestimmte RAZR M, mit dem kleinen aber nicht ganz unwichtigen Unterschied, dass es mit einem 2 GHz schnellen Intel Medfield-Chipsatz ausgerüstet ist. Die Kollegen von Android Central haben ein erstes Review des spannenden Smartphones erstellt.

 

Motorola RAZR i

Facts 

Das RAZR i hat bei der Präsentation einen durchaus guten Eindruck gemacht: Nicht nur der Intel-Chipsatz, auch das sogenannte „edge-to-edge“-Display hat unser Interesse wecken können. Die Kollegen von Android Central sind nun in einem ersten Test bereits der Frage nachgegangen, ob sich dieser gute Eindruck bewahrheitet – die Antwort ist ein klares Jein.

Das Design ist, wie auch schon beim Motorola RAZR Geschmackssache – auch wenn das RAZR i nicht so dünn ist wie das RAZR, folgt es doch ganz klar der RAZR-Design-Sprache inklusive der Kevlar-Rückseite. Beeindruckend ist dagegen das Display, oder vielmehr der dünne Rahmen (Bezel) an den Display-Seiten, wodurch das Gerät sehr kompakt wirkt. Das Display selber ist wie schon beim Vorgänger ein 4,3 Zoll-SuperAMOLED-Bildschirm mit qHD-Auflösung (960 x 540 Pixel); und auch wenn es nicht das beste Display am Markt ist, macht es doch mit besseren Helligkeitswerten und lebhafterer Farbdarstellung eine deutlich bessere Figur als das des Vorgängers .

Die Software ist weitestgehend Stock-Android in der Version 4.0.3 mit nur wenigen Hersteller-seitigen Anpassungen. Ein Kritikpunkt ist natürlich, dass das RAZR i mit Ice Cream Sandwich ausgeliefert wird. Da Intel aber bereits vor zwei Wochen verkündet hat, dass Jelly Bean bereits für x86-Prozessoren portiert wurde, kann das Update, wie angekündigt, tatsächlich bald nachgereicht werden.

Der Intel-Chipsatz sorgt für durchweg gute und flüssige Performance im Alltag und auch bei einigen Spielen. Ein Problem ist jedoch, dass es ein paar Apps gibt, die nicht mit der x86-Architektur kompatibel sind – Google Chrome ist da wohl das prominenteste Beispiel.

Der mit 2.000 mAh etwas größere, als in dieser Geräteklasse normalerweise verbaute Akku kann die Laufzeit tatsächlich für ein paar Stunden verlängern. Mit der Kamera konnte Motorola endlich die Serie von wenig beeindruckenden Bildsensoren unterbrechen, so dass man mit dem RAZR i nun auch ordentliche Fotos schießen kann – und das Ganze dank Intels Optimierungen und der dedizierten Kamera-Taste auch noch sehr schnell.

Motorola RAZR i video review

Das Fazit fällt dann aber doch nicht ganz so positiv aus, wie anhand der letzten Zeilen vielleicht zu vermuten wäre: Auch wenn das Motorola RAZR i zwar kein schlechtes Gerät ist, ist es gleichzeitig auch nicht besonders aufregend. Ein Normalnutzer wird die Besonderheiten des Smartphones wohl eher nicht bemerken, wodurch das Gerät dann kaum aus der Masse heraussticht. Nichtsdestotrotz könnte das RAZR i mit einem guten Preis durchaus ein Erfolg werden; dafür dürfte der aktuelle UVP von 399 Euro allerdings ein bisschen zu hoch angesetzt sein.

Was denkt ihr, kann das Motorola RAZR i ein Erfolg werden, oder wird sich kaum jemand für ein Smartphone mit Intel-Chipsatz interessieren?

Quelle: Android Central

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