Erst vor zwei Wochen wurden in New York die neue Motorola RAZR-Smartphones vorgestellt. Damit ist das Unternehmen aber noch nicht fertig, denn für heute war noch ein Event zusammen mit Intel in London angesetzt. Dieses ist gerade zu Ende gegangen und hat als erstes Ergebnis der Zusammenarbeit das Motorola RAZR i zu Tage gefördert.

 

Motorola RAZR i

Facts 

Nachdem Intel auf der CES Anfang des Jahres in Las Vegas den ersten eigenen mobilen Prozessor vorgestellt hat, waren die Meinungen zwar überwiegend positiv, allerdings gab es Zweifel, ob Intel den Schritt auf den mobilen Markt erfolgreich meistern wird. Eine Zusammenarbeit mit Motorola wurde zwar umgehend angekündigt, allerdings mussten wir bis heute auf die ersten Früchte dieser Kollaboration warten: In London wurde gerade das Motorola RAZR i vorgestellt.

Beim vorgestellten Motorola RAZR i handelt es sich optisch im Grunde um eine leicht angepasste Version des vor zwei Wochen präsentierten Motorola RAZR M. Die inneren Werte der Smartphones unterscheiden sich dagegen deutlich stärker – kommt das RAZR M mit einem ARM-basierten Snapdragon S4-Prozessor daher, schlägt im RAZR i ein x86-basierter Atom-Prozessor von Intel. Bei diesem handelt es sich zwar nur um eine Single Core-CPU, die dafür aber auf 2 GHz(!) getaktet ist und dank Hyperthreading-Technologie den meisten Dual Core-Prozessoren selbst bei Spielen in nichts nachstehen soll.

Intels Atom-Prozessor ist vor allem auf das Surfen im Web sowie das Aufnehmen von Fotos optimiert und so steht die 8 Megapixel-Kamera nicht nur in weniger als einer Sekunde für Schnappschüsse bereit, sondern kann auch bis zu 10 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Die Kollegen von Slashgear haben das Gerät in die Hände bekommen und präsentieren die ersten Eindrücke in einem Hands-On-Video:

Motorola RAZR i Hands-on

Das RAZR i verfügt über ein 4,3 Zoll-AMOLED-Display, das durch einen sehr schmalen Rand (Bezel) fast die komplette Front einnimmt. Das Gehäuse besteht ansonsten aus dem üblichen Alu-Rahmen mit Kevlar-Rückseite. Dank Nano-Beschichtung wird das RAZR i übrigens spritzwassergeschützt sein. Alle Entwickler und Poweruser dürften sich überdies drüber freuen, dass Motorola endlich Geräte mit entsperrbaren Bootloadern ausliefert.

Das Motorola RAZR i wird Mitte Oktober in Deutschland erhältlich sein und einen recht günstigen UVP von 399 Euro auf dem Preisschild tragen.

Was haltet ihr von dem Motorola RAZR i? Gefällt es euch, oder bevorzugt ihr doch einen ARM-Prozessor gegenüber dem Intel-Chipsatz?

Quelle: PocketLint