Den Nexus 5 Testbericht gibt es auch in Videoform: Nexus 5 Videoreview

An diesem Punkt gibt es nicht viel zu erzählen, Google stattet das Nexus 5 natürlich mit den eigenen Apps aus: GDrive, Keep, Quickoffice, Chrome, Maps, Kalender und Co. sind vorinstalliert, können aber auch nicht deinstalliert werden. Irgendwie schade aber verständlich.

Android 4.4 KitKat

Android 4.4 verdient eigentlich einen eigenen Test, doch so richtig viel hat sich nicht wirklich geändert. Einige Icons sehen anders aus, mit Android 4.4 kommen einige Neuerungen, die ihr hier nachlesen könnt. Allerdings ist das Zusammenspiel zwischen Android 4.4 und dem Nexus 5 ein erstaunlich rundes Ergebnis. Bei vielen Oberflächen gibt es Mikroruckler oder unsaubere Animationen – das Nexus 5 hingegen arbeitet absolut flüssig, ja fluffig möchte ich sogar behaupten.

Kein anderes Smartphone (selbst die modifizierten) bediente sich bisher so fluffig in meiner Hand. Sogar im Vergleich mit iOS 7 auf dem iPhone 5S kam mir Android 4.4 weniger verspielt und effizienter vor. Die tiefere Integration von Google Now finde ich sehr schön, da ich den Dienst selbst nutze. Dass der App-Launcher sich dagegen überhaupt nicht anpassen lässt, gefällt mir überhaupt nicht.

Tipp: Im Action Launcher Pro habe ich hingegen den Launcher gefunden, den Google eigentlich hätte bauen sollen.

Google scheint außerdem noch nicht so ganz zu wissen, was aus Google+ werden soll. Während man dem Einstellungs-Icon einen neuen Look verpasst, behält die altbackene Galerie die gleiche Optik, ob Icon oder Inhalt. Dazu gibt es dann noch die Foto-App von Google+ in der auch gleich noch die Videofunktionen versteckt sind. Wer soll denn darauf kommen? Einsteiger werden mit dieser Art und Weise jedenfalls nicht abgeholt.

 

Nexus 5

Facts 
Nexus 5

Kamera

Das Gute zuerst: Die Kamera des Nexus 5 ist keine (!) Katastrophe, wer das Nexus 4 besaß, wird wissen, was ich meine. Wie man anhand der Beispielbilder sehen kann, bekommt die Kamera am Tage recht ordentliche, ja fast schon richtig hübsche Fotos zustande und benötigt höchstens in der Farbdarstellung ein kleines Update. Nichts, was man nicht mit einem Software-Fix regeln könnte.

Bei den Videos verkennt Google die Fähigkeiten des Nexus 5 (oder des QSD 800) und bietet dummerweise keine Neuerungen wie etwa eine höhere FPS, nachträgliches Fokussieren oder eine Zeitlupenfunktion. Gerade Apple und Nokia zeigen hier eindrucksvoll, was mobile Geräte schon drauf haben können. Als Referenzgerät, das außerdem mit Google+ und den neuen Multimedia-Optionen immer stärker auf Medien ausgelegt ist, kann Android 4.4 bis dato einfach noch zu wenig und das auch noch zu umständlich.

Nexus 5 Zubehör auf Amazon

zum Angebot

Nexus 5 im Google Play Store  

jetzt kaufen

Fotos und Videos werden in dunklen Bereichen zwar gut ausgeleuchtet, fallen aber durch Unschärfe, Pixelbrei und blasse Farbdwiedergabe wieder negativ auf. Auch bei leicht unklaren Motiven (also überwiegend im Dunkeln) zappelt der Fokus immer wieder hin und her und will sich oftmals nicht so wirklich festlegen. Hier zeigt das Nexus 5 ganz klar, dass im Kamera-Bereich gespart wurde und eben nicht die beste Hardware verbaut ist - trotz sehr gutem, optischen Bildstabilisator. Schade und inkonsequent!

Lautsprecher/Sound

Das Nexus 5 hat auf der Unterseite zwei Lautsprecher-Bereiche, von denen nur einer Ton abgibt und der andere als Mikrofon dient. Tonaufnahmen sind etwas dunkler und basslastiger mit dem Nexus 5. Als Soundstation würde ich es nicht verwenden. Die Lautsprecher sind kein Vergleich zur Konkurrenz und fallen nur bei höchster Lautstärke auf – sie übersteuern dort nämlich fast gar nicht.

Soundbegeisterte werden mehr Spaß mit HTC haben, Samsung ist da ebenfalls nicht schlecht.

Bilderstrecke starten(8 Bilder)
Smartphone-Konzepte vs. Realität (iPhone 5, Galaxy S5 & Co.)

Akku

Jetzt wird es interessant. Das Nexus 5 konnte nun längere Zeit meinen Alltag durchleben und die Frage ist natürlich: Wie lange hält der Akku? LG hat nur 2.300 mAh in das neue Google Smartphone gesteckt und überzeugt dabei nicht gerade mit Weitsicht. Das Gute zuerst: Der Akku des Nexus 5 ist keine (!) Katastrophe.

Ich nutze mein Smartphone oft und habe das Display teilweise 3-4 Stunden am Tag an. Das saugt kräftig an der Batterie und hat auch in der Vergangenheit immer wieder für einsame Momente auf der Heimfahrt gesorgt, mein HTC One kann da ein Lied von singen. Der Akku des Nexus 5 reicht aber für einen normalen Arbeitstag aus und konnte mich auch über Nacht trotz LTE Netz und „Ruhemodus“ mit einer sparsamen Leistung überzeugen.

Generell komme ich auf rund mehr als 3 Stunden Displayzeit  und einer Gesamtlaufzeit von ungefähr 13 Stunden. Dabei habe ich das Smartphone morgens vom Ladekabel genommen und über Nacht wieder aufgeladen. Bei einer normalen Nutzung wird das Nexus 5 also locker den Tag überstehen, mehr ist aber unwahrscheinlich.

Akkutipps:Das Nexus 5 wählt euch automatisch in ein 4G Netzwerk ein, wenn eure Karte LTE unterstützt. Solltet ihr es nicht benötigen, schaltet lieber auf 3G um. Das spart Akkulaufzeit! Ebenso Google Now und dem Google Standortverluf– wer die praktischen Dienste nicht nutzt und das Telefon gern 2-3 Stunden länger am Tag nutzen möchte, kann hier getrost die Dienste ausschalten.

Die Akkulaufzeit ist in den ersten Tagen übrigens generell nicht optimal, erst nach 4-5 Tagen hat sich der Akku auf euer Nutzungsverhalten eingepegelt.

Auf der dritten Seite geht es um Fehler, Bugs und Fazit des Nexus 5