Nexus 5X und 6P: Schneller Kamerastart per Handgeste entfernt und ersetzt

Kaan Gürayer 6

Schlechte Nachrichten für das Nexus 5X und Nexus 6P: Eigentlich hätten beide Geräte mit einer Geste auf den Markt kommen sollen, die einen Schnellzugriff auf die Kamera erlaubt. Kurz vor dem Marktstart wurde das praktische Feature aber wieder gestrichen, wie Chip-Entwickler Qualcomm jetzt berichtet. 

Nexus 5X und 6P: Schneller Kamerastart per Handgeste entfernt und ersetzt

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Wenn sich das Kind unerwartet aufrichtet und die ersten zarten Schritte macht, ein wunderschöner Vogelschwarm über einem vorbeizieht oder der 200.000 Euro teure Sportwagen plötzlich an der Ampel steht – manchmal bleiben uns nur Sekunden, um diese seltenen Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Daran scheint auch Google gedacht zu haben, als der Konzern eine Handgeste in seine neuen Nexus-Smartphones integrierte, mit der Nutzer im ausgeschaltetem Zustand ohne Umwege die Kamera-App hätten öffnen können – nach Aussagen von Qualcomm wurde das Feature aber wieder entfernt und wird damit nicht zum Marktstart Ende Oktober zur Verfügung stehen. Die ursprüngliche Meldung zum Nexus 5X und Nexus 6P, die auf den 29. September datiert ist, hat das kalifornische Unternehmen nun erweitert:

UPDATE: The feature to launch the camera via double-twist of the device was replaced by double tap of the power key.

Demnach wurde die auch von den Moto X-Geräten bekannte Geste, mittels eines zweifachen Drehens des Handgelenks die Kamera-App schnell zu öffnen, durch einen Doppeldruck auf den Powerbutton ersetzt. Warum die praktische Schüttelgeste nun gestrichen wurde, berichtet Qualcomm hingegen nicht.

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Vom Nexus One zum Pixel 2: Googles Smartphones in der Übersicht.

Technische Hürden bei der Gestensteuerung?

Unter Umständen gab es auf den letzten Metern technische Hürden, die Google dazu gezwungen haben, den Rotstift anzusetzen und das Feature zu entfernen. Andererseits ist eine Gestensteuerung keine allzu aufwändig zu implementierende Funktion – das Moto X (2014) besaß beispielsweise ein ähnliches Feature, mit der sich die Kamera ebenfalls durch ein Drehen des Handgelenks starten ließ. Dort funktionierte die Gestensteuerung stets einwandfrei und ohne den Akku zu belasten. Möglicherweise war es aber auch eine lizenzrechtliche oder „politische“ Entscheidung, mit der Google etwaige Konflikte mit Motorola, respektive dessen Konzernmutter Lenovo vermeiden wollte. Aktuell erscheint die ganze Angelegenheit also noch ziemlich mysteriös – wir halten auch aber selbstredend auf dem Laufenden, sobald es neue Informationen gibt.

Quelle: Qualcomm 

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