Nexus 6 wegen Apple ohne Fingerabdrucksensor

Rafael Thiel 7

Das Nexus 6 kann mit vielerlei technischen Highlights aufwarten – was jedoch nicht im Paket von Google und Motorola enthalten ist: ein Fingerabdrucksensor. Ein solcher war ursprünglich vorgesehen, allerdings machte Aussagen des ehemaligen Motorola-Chefs Dennis Woodside Apple dem einen Strich durch die Rechnung.

Nexus 6 wegen Apple ohne Fingerabdrucksensor

Dennis Woodside, ehemaliger CEO von Motorola, weilt derzeit in London, um dort einer Büro-Eröffnung seines neuen Arbeitgebers, Dropbox, beizuwohnen. Nachdem der Handypionier zu Beginn des vergangenen Jahres von Lenovo übernommen wurde, wechselte der Ex-Googler zum florierenden Cloud-Speicher-Anbieter und übernahm dort eine leitende Managerposition. Im Gespräch mit der britischen Zeitung The Telegraph äußert er sich nun zu der Zukunft von Dropbox und seiner persönlichen Vergangenheit bei Motorola.

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Dabei erwähnt er am Rande, dass das Nexus 6 (Test), welches vergangenen Oktober vorgestellt wurde, ursprünglich mit einem Fingerabdrucksensor aufwarten sollte. Darauf deuteten bereits Einträge im AOSP hin. Die Mulde auf der Rückseite des Smartphones, die nunmehr von dem markanten Motorola-Logo geziert wird, war eigentlich dazu angedacht, einen solchen Sensor zu beherbergen. Durch die haptische Besonderheit, sollte der Benutzer seinen Finger rasch korrekt positionieren können.

Dazu kam es jedoch nicht, da Apple den besten Zulieferer für derlei Sensorik, mit dem Motorola bereits beim 2011 erschienen Atrix 4G kooperierte, aufkaufte. Der Konzern ließ sich die Firma Authentec stolze 356 Millionen US-Dollar kosten und verwendet deren Technologie im eigenen Touch ID-System. Der Woodside zufolge „zweitbeste Zulieferer“ wurde danach von den anderen Unternehmen der Branche aufgesucht und war infolgedessen nicht in der Lage, Einheiten auf einem Niveau mit Authentec in ausreichender Stückzahl zu liefern. Darum verzichteten Motorola und Google beim Nexus 6 auf einen unausgereiften Fingerabdruckscanner – andernfalls wäre es womöglich zu einer ähnlich unzureichenden Implementierung wie etwa beim gefloppten HTC One Max gekommen. Schon die Double-Tap-to-Wake-Funktion sowie die Benachrichtigungs-LED wurden beim Nexus 6, obgleich geplant, am Ende nicht umgesetzt.

Quelle: The Telegraph via The Verge

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