Test iPhone-Objektivaufsätze: Weitwinkel, Fisheye, Makro & Mega-Tele

Sebastian Trepesch 6

Walimex Objektivset: Magnet-Bajonett für iPhone

Walimex bietet ein ganzes Objektiv-Sortiment. Die Produkte können auch einzeln gekauft werden.

Um die Aufsätze am iPhone befestigen zu können, muss ein flacher Metallring um die Linse geklebt werden – wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. An diesem Ring halten die Objektive magnetisch.

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iPhone-Testfotos: Tele, Makro, Weitwinkel und Fisheye mit Olloclip

Jedem Objektiv liegt ein Ring bei. Falls der Kleber altersschwach wird, kann man auf einen anderen Ring zurückgreifen. Wer sein iPhone verkaufen will, sollte am besten die Objektive mit weitergeben – so muss man die Kleberückstände nicht vom iPhone rubbeln…

Dank dieses „Magnet-Bajonetts“ können die Aufsätze aber schnell gewechselt werden.

Problem des Tele ist weniger die Schärfe, als die Verzeichnung und Farbe an den Rändern. Das Super-Fisheye liefert einen imposanten, extremen Effekt. Dieser Aufsatz bringt mehr aufs Bild als olloclip. Die Vergrößerung des Makro ist geringer als bei der Konkurrenz.

Rollei 12x Tele: Für iPhone-Paparazzi

Der Kamerahersteller Rollei hat ein 12-fach-Teleobjektiv im Programm. Das iPhone 3GS, 4 oder 4S wird in die beiliegende Hülle gesteckt und das Tele daran angeschraubt. Ein kleines Stativ liegt bei. Wie bei einem schweren Objektiv einer SLR wird das Stativ nicht an der Kamera (bzw. iPhone), sondern am Objektiv befestigt. Starke Neigungen sind aber nicht möglich, ohne dass die Konstruktion kippt.

Die Schärfe muss am Objektiv voreingestellt werden, der Autofokus des Smartphones leistet den Rest. Das Testbild:

Die Brennweite am iPhone ist sehr beeindruckend, auch wenn die Bildqualität mittelmäßig ist: Zu den Rändern hin nehmen Schärfe und Kontrast sehr deutlich ab, die Verzeichnung ist nicht zu übersehen. Das Rollei-Tele kann nicht mit einer Kompaktkamera mithalten, dafür kam unsere Vergleichs-Nikon lange nicht so nah ran. Für den Preis ein nettes Gadget für den, der sich als iPhone-Paparazzo betätigen möchte.

Fazit Objektivaufsätze für das iPhone im Test

Alle Objektivaufsätze verschlechtern die Bildqualität des iPhone 4S. Dennoch sind sie ihren Effekt oft wert. Profi-Qualität wird keiner erwarten, dafür kosten die Gadgets ja auch keinen Profi-Preis. Für ein gutes Fish-Eye an einer Spiegelreflex löhnt man Euros im vierstelligen Bereich – und kann es nicht mal häufig einsetzen, da jeder Effekt auf die Dauer langweilig wird.

Bei den iPhone-Objektiven in der Preisklasse „Spielzeug“ kann man nicht viel falsch machen. Ich nutze vor allem olloclip recht gerne. Immer dabei, schnell einsatzbereit und vielfältig. Für Facebook, Online-Album, private Blogs oder auch mal für einen kleinen Ausdruck reicht die Bildqualität zu genüge.

Die Weitwinkel und Fish Eye helfen bei witzigen Selbstportraits, aber auch bei der Dokumentation: Wie sah das Hotelzimmer aus? Kompaktkameras und Standard-Objektive für die SLR bringen weniger auf das Bild als das günstige iPhone-Zubehör.

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