OnePlus: In Zukunft weniger Hype, mehr Demut

Tuan Le 8

OnePlus ist zweifellos ein Unternehmen, das die Massen polarisiert. Die einen feiern die Geräte als sogenannte „Flaggschiffkiller“, andere zeigten sich insbesondere zum Launch des OnePlus Two eher enttäuscht angesichts der zuvor geschürten Erwartungen. Carl Pei, Mitgründer des chinesischen Smartphone-Startups, hat nun auf Twitter verlauten lassen, dass OnePlus sich künftig mehr in Demut üben und weniger versprechen wird.

OnePlus: In Zukunft weniger Hype, mehr Demut

Wenn man über OnePlus redet, fällt es zugegebenermaßen schwer, nicht gleichzeitig auch vom Hype um die Geräte des Herstellers zu sprechen. Das OnePlus One hat eine kleine Revolution auf dem Smartphone-Markt ausgelöst und das Preisgefüge ordentlich ins Wanken gebracht. Smartphones mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis gab es zwar schon vor dem OnePlus One, doch High End-Spezifikationen für 300 Euro waren bis dahin auf dem westlichen Markt unbekannt. Auch das aggressive Marketing von OnePlus mit kontinuierlichen Seitenhieben gegen die Konkurrenz sorgten für einen Hype um die Geräte des Unternehmens, der durch das frustrierende Invite-System und Qualitätsmängel bei so manchen Nutzern auch schnell ins Gegenteil umschlug.

Dessen scheint sich OnePlus auch selbst bewusst geworden zu sein. Als ein Nutzer auf Twitter den Co-CEO Carl Pei nach einem Software-Update für Mobilfunkmodul des OnePlus One fragte, gab dieser überraschenderweise keine konkrete Antwort. Anstatt zu versichern, dass eine Aktualisierung bereits in Arbeit sei, sagte Pei lediglich, dass OnePlus als Unternehmen sich in der Kunst üben müsse, weniger zu versprechen. Wenn man daran zurückdenkt, dass man bei den Touchscreen-Problemen des OnePlus One noch ein Update nach dem anderen versprach, das den Fehler „endgültig“ beheben sollte, ist die Aussage von Pei durchaus als ein Schritt zur Besserung zu werten.

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Vom OnePlus One bis zum OnePlus 7 Pro: Die Flaggschiff-Smartphones von OnePlus im Rückblick.

OnePlus: Irgendwann nutzt sich der Hype ab

Langfristig wird sich OnePlus ohnehin nicht finanziell über Wasser halten können, wenn das Unternehmen immer nur auf der Hype-Welle surft: Das OnePlus One vertrieb man noch zum Selbstkostenpreis – in der Hoffnung, durch zusätzliche Accessoires Gewinne erwirtschaften zu können. Beim OnePlus Two sind die Preise dagegen schon leicht gestiegen und aufgrund des Aluminiumrahmens und dem Fingerabdruckscanner ist davon auszugehen, dass die Gewinnmargen hier nicht viel höher als beim Vorgänger liegen. Sollte OnePlus sich also auf Dauer etablieren wollen, ist vor allem die Wahrung einer professionellen, seriösen Reputation notwendig; das ständige, geradezu zwanghafte Erzeugen eines Hypes könnte dagegen auf lange Sicht nur noch peinlich wirken – auch wenn die Smartphones letztlich durchaus überzeugen können, wie auch unser Testbericht zum OnePlus 2 zeigte.

OnePlus 2 im Test.
Quelle: Carl Pei @Twitter via Android Authority

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