OnePlus One: CyanogenMod-Phone kommt mit Snapdragon 800-SoC & großem 3.100 mAh-Akku

Tuan Le 9

Das OnePlus One zählt 2014 wohl zu den interessantesten Smartphones, gerade wenn man sich für Custom-ROMs und die CyanogenMod im Speziellen interessiert. Um den „Buzz“ um das Smartphone aufrecht zu erhalten, lässt das vom ehemaligen Oppo Vice President Pete Lau gegründete Unternehmen immer wieder neue Informationen zu dem Gerät durchsickern. So gibt es nun neue Details zum SoC sowie dem verbauten Akku des kommenden CyanogenMod-Phones und während die Wahl des 2,3 GHz Snapdragon 800-SoC für die meisten eine willkommene Entscheidung sein dürfte, könnte der fest verbaute Akku zur Streitfrage werden.

Selbst nach der Vorstellung neuer SoCs wie dem Snapdragon 801 und dem extrem leistungsstarken Tegra K1 ist der Snapdragon 800 in Sachen Performance, Stromverbrauch und Hitzeentwicklung insgesamt nach wie vor die beste Wahl, wie sich den Angaben von Pete Lau zufolge in Tests bestätigt habe. Überdies ergab eine Umfrage im OnePlus-Forum zudem eine überwältigende Zustimmung für den Snapdragon 800-Prozessor, weshalb die Entscheidung vermutlich nicht sonderlich schwer fiel. Steve Kondik, seines Zeichens Gründer der CyanogenMod, hat bei Google+ bereits einen AnTuTu-Benchmark des OnePlus One veröffentlicht, bei dem das Smartphone mit 36.715 Punkten die gesamte Konkurrenz hinter sich lässt - inklusive dem Samsung Galaxy S5, welches in unserem AnTuTu Benchmark trotz Snapdragon 801-SoC nur 34.683 Punkte erzielte.

Oneplus-One-Benchmark-Antutu

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Das dürfte vor allen Dingen an der angepassten CyanogenMod liegen, welche ohnehin schon für ein gute Performance bekannt ist und anders als die ROMs der Hersteller nicht mit unnötigem Ballast in Form einer aufgesetzten UI oder Bloatware daherkommt. Bis hierhin scheint man beim OnePlus One alles richtig gemacht zu haben, doch einen ersten Streitpunkt dürfte nun wohl der fest verbaute Akku liefern. Die Kapazität ist mit 3.100 mAh durchaus respektabel und tatsächlich setzen die meisten Hersteller im Moment auf fest verbaute Akkus. Pete Lau begründet die Entscheidung damit, dass man ansonsten die Akku-Kapazität hätte auf 2.500 mAh reduzieren müssen, oder das Gerät deutlich dicker ausgefallen wäre.

Diese Begründung ist allerdings vermutlich nicht für alle Nutzer nachvollziehbar: Zum einen bietet ein fest verbauter Akku tatsächlich die besten Voraussetzungen für ein schlankes Smartphone mit langer Akkulaufzeit. Ein ansprechendes Design wird für OnePlus One ein wichtiges Kriterium sein, um sich als Newcomer gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können. Ebenso gibt es aber viele Nutzer, die lieber mit einer geringeren Laufzeit leben und dafür auf zusätzliche Akkus setzen. Obendrein hat Samsung mit dem Galaxy S5 bewiesen, dass zumindest ein 2.800 mAh starker, wechselbarer Akku ohne Probleme in ein schlankes und obendrein staub- und wasserresistentes Gehäuse passen kann. Wer über Jahre hinweg das gleiche Smartphone verwenden möchte, geht beim OnePlus One hingegen das Risiko ein, im Laufe der Zeit bei intensiver Nutzung mit einer sinkenden Akkuleistung kämpfen zu müssen.

Vermutlich richtet sich das Unternehmen mit dem OnePlus One primär an die Tech-begeisterten Nutzer, die ihr Smartphone spätestens nach zwei Jahren ohnehin wechseln. Zudem arbeite man den Angaben von Pete Lau zufolge an einer ominösen Technologie namens „Mystery Tech“, um das Nutzererlebnis zu optimieren und in Kombination mit der Software die Langlebigkeit des Akku zu gewährleisten. Es bleib abzuwarten, ob dies nur für den tagtäglichen Einsatz oder auch über Jahre hinweg gelten wird - das Smartphone soll noch im zweiten Quartal dieses Jahres für unter 400 US-Dollar auf den Markt kommen.

Ist der fest verbaute Akku im OnePlus One für euch ein Ausfallkriterium? Schreibt uns eure Meinung unten in die Kommentare.

Quelle: OnePlus Forum (1), (2), Steve Kondik (Google+)

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