OnePlus One zum Selbstkostenpreis: So will das Unternehmen trotzdem Gewinn erwirtschaften

Tuan Le 13

Mit dem OnePlus One hatte sich das Start-Up OnePlus das Ziel gesetzt, ein möglichst preiswertes Smartphone ohne Kompromisse bei der Qualität und Leistung auf den Markt zu bringen und dadurch viele Nutzer von sich zu begeistern. Um dies zu erreichen, sei man eigenen Angaben sogar bereit dazu, die ersten zwei Jahre auf jeglichen Profit zu verzichten. Ansätze dafür, wie man abgesehen davon mittelfristig Gewinne machen möchte, wurden nun von einem OnePlus-Repräsentanten im offiziellen Forum geschildert – sind jedoch aktuell noch nicht zu Ende gedacht.

OnePlus One zum Selbstkostenpreis: So will das Unternehmen trotzdem Gewinn erwirtschaften

Da OnePlus in der jüngeren Vergangenheit eher durch negative Schlagzeilen bezüglich knapper Geräte, gelbstichiger Displays und verzögerten Auslieferungen auf sich aufmerksam gemacht hat, kann man leicht die Anfänge des Start-Ups und dessen durchaus lobenswerte Philosophie aus den Augen verlieren. Um den günstigen Preis ab 269 Euro für das OnePlus One ermöglichen zu können, verzichtete man schließlich von Anfang an auf Profit und plante, dass Smartphone zum Selbstkostenpreis zu verkaufen.

Der niedrige Pries und die offene, kundenzentrierte Kommunikation der Firma war es auch, was viele Nutzer beim OnePlus One begeisterte. Mittlerweile dämmert angesichts der Negativ-Schlagzeilen jedoch manchem Interessierten die Erkenntnis, dass Qualität nun einmal doch ihren Preis hat. So mancher hätte für einen reibungslosen Bestellablauf mutmaßlich lieber einen etwas höheren Preis bezahlt. Den Angaben von OnePlus zufolge meldeten sich sogar schon einige Leute für einen Spendenaufruf – offenkundig mit der Befürchtung, OnePlus habe sich übernommen und benötige finanzielle Unterstützung.

Im Forum hat das Start-Up sich nun offiziell zu der Problematik der eigenen Finanzierung geäußert und verlauten lassen, dass man sich im Moment keine finanziellen Sorgen mache. Vielmehr verfolge OnePlus den Ansatz, mit einem interessanten Produkt zunächst das Interesse der Kunden zu wecken und sich erst im Nachhinein über den Profit Gedanken zu machen. Bislang konnte man durch die fast ausschließliche Verwendung von Online-Werbung sowie den Verzicht auf Zwischenhändler die Kosten für das OnePlus gering halten, ohnehin soll in den ersten beiden Jahren aber nicht die Maximierung des Gewinnes im Vordergrund stehen, sondern die Erwirtschaftung eines guten Rufes.

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OnePlus: Mit Wechsel-Hüllen zum finanziellen Erfolg?

Das kann natürlich langfristig nicht gut gehen, so bescheiden sich das Unternehmen auch geben mag. Das Team erhofft sich zwar, dass der Gewinn mit steigenden Produktionsmargen und damit einhergehender Reduzierung der Fertigungskosten für einzelne Geräte schon kommen wird, will sich darauf allein aber nicht verlassen. Stattdessen könnte der Verkauf von Zubehör mit höheren Gewinnmargen, etwa den StyleSwap-Covers für das OnePlus One, zukünftig Geld in die Kassen von OnePlus spülen. Auch bestimmte Software-Dienstleistungen anzubieten ist ein Denkansatz – läge aber eigenen Angaben noch in weiter Ferne. Nach wirklich sicherer Zukunftsplanung klingt das alles noch nicht, insbesondere würde OnePlus sich vermutlich keinen Gefallen damit tun, für Updates oder andere Software-Features auf einmal Geld zu verlangen.

Welche Möglichkeiten seht ihr für OnePlus, um unter dem Strich etwas Gewinn zu machen? Oder sollte das Unternehmen allgemein ökonomisch sinnvoller agieren und seine Produkte teurer verkaufen? Eure Meinung in die Kommentarsektion.

Quelle: OnePlus Forum [via androidbeat]

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