OnePlus: Unstimmigkeiten mit CyanogenMod; Entwicklung an eigener Firmware wird beschleunigt

Tuan Le 34

Es gibt Ärger im Paradies: Die einst so hoffnungsvolle Partnerschaft zwischen OnePlus und CyanogenMod scheint möglicherweise ein Ende zu finden. Zumindest in Indien wird das OnePlus One keine Updates mehr von Cyanogen erhalten, da die Software-Schmiede dem Smartphonehersteller Micromax exklusiv zusagte, Firmware für deren Smartphones bereitzustellen – ungeachtet des Wissens um die Expansionspläne von OnePlus. Diese wollen die Arbeit an der eigenen Firmware beschleunigen und bereits im Februar zum Download bereitstellen.

OnePlus: Unstimmigkeiten mit CyanogenMod; Entwicklung an eigener Firmware wird beschleunigt

Die Expansion von OnePlus nach Indien scheint unter alles andere als einem guten Stern zu stehen und könnte gar einen Wendepunkt für das Startup darstellen. Wie gestern bekannt wurde, gibt es nämlich Uneinigkeiten mit der Cyanogen Inc., die für die Software des OnePlus One (Test) verantwortlich ist. Laut OnePlus hat die Cyanogen Inc. dem Unternehmen Micromax, das unter anderem Android One-Geräte herstellt, exklusiv die Bereitstellung und Entwicklung der CyannogenMod-Firmware in Indien zugesagt. Dementsprechend ist es der Cyanogen Inc. nicht mehr möglich, das OnePlus One in Indien weiterhin mit Software-Updates zu versorgen, sobald das Gerät auf dem Markt ist. Erst kürzlich hat man dabei Launchpläne für Indien angekündigt und sich zur Distribution Amazon mit ins Boot geholt. An dem Release wird sich zwar nichts ändern, doch viele indische Kunden könnten durch diese Entwicklung enorm verärgert sein, handelt es sich bei der CyanogenMod doch neben dem niedrigen Preis um ein Hauptargument, das für das OnePlus One spricht.

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Smartphones von Micromax sollen bald mit CyanogenMod-ROM ausgeliefert werden. (Auf dem Bild ist das Android One-Gerät Canvas A1 zu sehen.)

Während indische Käufer des OnePlus One vorerst auf der aktuellen Version der CyanogenMod sitzen bleiben werden, mit der das Smartphone ausgeliefert wird, entwickelt OnePlus bereits mit Hochdruck eine eigene Firmware-Lösung. Das ist im Prinzip nichts neues, da schon zuvor bekannt geworden ist, dass man an einer Alternative zur CyanogenMod-ROM arbeitet. Womöglich war die Trennung von der CyanogenMod langfristig ohnehin geplant, doch die Entscheidung der Cyanogen Inc. zwingt OnePlus nun zu einer Beschleunigung der Firmware-Entwicklung. Es gibt auch erstmals einige Details, wie die neue Software-Version aussehen soll: Weiterhin soll sich die Optik an Googles Stock-Android orientieren, als Basis kommt die aktuelle OS-Version Android 5.0 Lollipop zum Einsatz.

Schon bald werden laut OnePlus die ersten Testversionen freigegeben werden, ab Februar 2015 soll die neue Firmware dann reif genug sein, um das OnePlus One ab Werk damit auszustatten. Ebenso sollen Anleitungen veröffentlicht werden, um Bestandskunden den Umstieg von der CyanogenMod 11S beziehungsweise CyanogenOS, wie die kommerziell verwendete Version des Custom-ROM mittlerweile heißt, zu erleichtern. Der Nachfolger des One, das OnePlus Two, könnte dementsprechend schon ab Werk mit der hauseigenen Firmware und nicht mehr mit der CyanogenMod ausgestattet werden, sofern die Differenzen nicht doch noch überwunden werden. Vorerst nannte OnePlus einen Zeitraum von einem Jahr, in dem weiter mit der Cyanogen Inc. an Software gearbeitet wird. Was danach geschieht, ist bislang noch ungewiss – ebenso bleibt die genaue Motivation für die exklusive Partnerschaft von Cyanogen Inc. mit Micromax wohl vorerst im Dunkeln.

Was glaubt ihr ist der Grund für die Differenzen zwischen OnePlus und der Cyanogen Inc.? Sagt es uns gerne unten in den Kommentaren.

Quelle: OnePlus [via engadget]

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