Der unnötigste Smartphone-Trend kehrt zurück – und wir sind schuld

Simon Stich 23

Smartphones mit Slidern sind wieder da: Sie sehen cool aus, doch in der Praxis stellen sie uns vor einige Probleme – und die haben wir uns wohl selbst eingebrockt. Plötzlich wirkt ein Notch gar nicht mal so schlecht, oder?

Der unnötigste Smartphone-Trend kehrt zurück – und wir sind schuld
Bildquelle: The Verge.

Je dünner, desto origineller

Viele Nutzer bevorzugen Smartphones mit einem besonders schmalen Rand. Am liebsten soll das Display vollflächig sein, ohne störende Balken. Zu welch skurrilen Blüten das führen kann, zeigt uns die aktuelle Generation von Apple, Huawei und OnePlus. Um einen dickeren Rahmen am oberen Rand zu vermeiden, wird ein Notch eingesetzt, also eine Aussparung, hinter der sich wichtige Sensoren, die Hörmuschel und die Frontkamera befinden. Nicht jedem gefällt dieses Prinzip, womit wir schon bei den brandneuen Oppo Find X und Vivo Nex wären. Hier wird auf einen Notch verzichtet – stattdessen ist die alte Slider-Mechanik wieder zurück.

Beide Geräte sind durchaus schick. Kein störender Notch, sehr schmale Displayränder und dazu noch ein paar beeindruckende Features wie zum Beispiel ein Fingerabdruckscanner im Display (Vivo Nex) oder gleich ein 3D-Scanner, mit dem sich der Nutzer identifizieren kann (Oppo Find X). Beide Smartphones haben zudem einen Slider verpasst bekommen, mit dem eine oder gleich alle Kameras aus dem Gerät fahren, sobald die Kamera-App gestartet wird. Beim Vivo Nex kommt sogar noch ein passender futuristischer Sound hinzu, der sich zum Glück aber ausstellen lässt.

Hier ein erster Trailer zum Vivo Nex:

Vivo Nex: Das erste wirklich randlose Smartphone.

Mechanik geht leicht kaputt

Grundsätzlich gilt auch bei Smartphones die alte Regel: Alles, was sich bewegt, geht irgendwann einmal kaputt. Je weniger bewegliche Teile es gibt, desto besser. Oppo Find X und Vivo Nex haben die Mechanik gerade wieder salonfähig gemacht. Neu ist sie nicht unbedingt bei mobilen Geräten. Handys der späteren Generation besaßen ebenfalls oft einen Slider, der die Kamera auf der Rückseite und die physische Tastatur auf der Vorderseite sichtbar machte. Hersteller wie Blackberry haben dann versucht, das Prinzip auch ins Zeitalter der Smartphones zu übertragen.

Neben der Problematik der beweglichen Teile kommt noch eine weitere Schwierigkeit hinzu, die in der Berichterstattung zum Oppo Find X und Vivo Nex weitgehend untergegangen ist. Die Geräte sind nicht wasserdicht – sie können es gar nicht sein, wenn eine oder gleich mehrere Kameras aus dem Gerät herausfahren. Im Laufe der Zeit dürfte sich zudem auch Staub ansammeln. Hoffentlich wird der Slider niemals aus Versehen ausgelöst, wenn sich das Gerät in der Hosentasche befindet.

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Ein weiteres Problem: Die Geräte sicher in einer Hülle unterzubringen dürfte ebenfalls schwierig werden, insbesondere beim Oppo Find X. Hier muss die gesamte obere Seite ungeschützt bleiben, da die Kameras sich sonst nicht bewegen können. Da ein klassischer Fingerabdruckscanner fehlt und entsprechend der 3D-Scanner der Frontkamera genutzt werden muss, wird die Mechanik recht häufig in Anspruch genommen.

Was haltet ihr von dem neuen Trend, der gar nicht so neu ist? Wenn ihr euch entscheiden müsstet: Hättet ihr lieber einen Slider oder doch einen Notch? Schreibt eure Meinung dazu in die Kommentare.

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