OPPO N1: CyanogenMod-Smartphone mit Snapdragon 600 und drehbarer Kamera vorgestellt

Andreas Floemer 23

Das OPPO N1 ist da! Der chinesische Hersteller hat sein neues Topmodell am heutigen Montag in Peking in Anwesenheit von CyanogenMod-Gründer Steve Kondik präsentiert. Wie erwartet, ist es das erste Smartphone, das optional mit dem erfolgreichen Custom ROM ausgeliefert wird – standardmäßig ist indes die OPPO-Eigententwicklung ColorOS installiert. Die technischen Daten des Geräts mit dem 5,9 Zoll großen IPS-Full-HD-Display und einem Snapdragon 600 sind neben dem Modding-Bonus auch nicht zu verachten.

OPPO N1: CyanogenMod-Smartphone mit Snapdragon 600 und drehbarer Kamera vorgestellt

OPPO hat, wie wir wohl alle wissen, bereits im Vorfeld allerhand über sein neues Topmodell verraten: So wird es mit einem 5,9 Zoll großen Display, einer besonderen Kamera und touchsensitiver Rückseite ausgestattet sein. Diese bekannten Fragmente hat der chinesische Hersteller am heutigen Montag im Zuge seiner Presseveranstaltung in Peking zu einem kompletten Gerät zusammengesetzt.

Wie erwartet verfügt das N1 über ein 5,9 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und damit über eine Pixeldichte von 377 ppi. Dass OPPO dem Smartphone keinen Snapdragon 800 verpasst hat, ist uns mindestens seit dem Wochenende bekannt, mit dem zum Einsatz kommenden SoC in Form den Snapdragon 600 mit 1,7 GHz und 2 GB RAM lässt sich mit Sicherheit aber dennoch recht gut arbeiten. Zur Erinnerung: Der Snapdragon 600 ist beispielsweise auch im Samsung Galaxy S4 (Test) und dem HTC One (Test) verbaut. Beim internen Speicher kann der Nutzer zwischen 16 oder 32 GB wählen – eine Speichererweiterung per microSD-Karte ist leider nicht vorgesehen. Als Energiespeicher hat OPPO seinem Flaggschiff-Monster einen 3.610 mAh Akku verpasst – dieser dürfte einer der Gründe sein, weshalb das 170,7 x 82,6 x 9 mm große Gerät stattliche 213 Gramm auf die Waage bringt.

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OPPO hat der Gehäuserückseite, wie schon seit Wochen bekannt, eine touchsensitive Oberfläche verliehen, mit der Nutzer sowohl das Gerät zum Teil bedienen sowie Fotos schießen können. Nach unserem Verständnis, lässt sich die Rückseite mit eigenen Funktionen versehen. Ob sich diese Eingabemethode – O-Touch – getauft, als funktionell herausstellt, muss sich im Alltagstest erweisen.

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Besonders stolz ist OPPO auf seine 13 MP N-Lens-Kamera mit Dual-LED-Blitz: Diese ist nicht wie herkömmliche Smartphone-Kameras auf der Rückseite zu finden, sondern ist mit einer Art Scharnier auf der Oberseite des N1 angebracht und erinnert so entfernt an das Nokia N90, wobei das Ganze beim N1 weit filigraner umgesetzt ist. Mithilfe des Scharniers lässt sich die Kamera stufenlos um bis zu 206 Grad drehen; so können bequem und ohne Verrenkungen aus nahezu jeder Lage Fotos geknipst werden. Doch nicht nur die interessante Anbringung soll überzeugen, auch die Kamera selbst soll dank seiner f/2,0 Blende und speziell entwickelten Optik ordentliche Resultate liefern.

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Das OPPO N1 ist softwareseitig mit einem angepassten Android ausgestattet, das der Hersteller ColorOS getauft hat. Das OS soll einem Zeitraum von zehn Monaten von 243 Entwicklern programmiert und von 20.000 Nutzern auf Herz und Nieren getestet worden sein. Bis auf weiteres ist ColorOS das ROM der Wahl, doch wie bereits am vergangenen Freitag bekannt wurde, wird auch Cyanogen Inc. ein angepasste Version seiner CyanogenMod für das N1 anbieten, dieses ROM wird indes erst zu einem späteren Zeitpunkt bereitgestellt.

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Mit diesem Smartphone hat OPPO nun als das erste Gerät vorgestellt, das offiziell von Cyanogen Inc. unterstützt wird. Ob es allerdings ein Erfolg wird, bleibt trotz der recht ordentlichen Spezifikationen abzuwarten, denn mit seinen Abmessungen und seinem Gewicht ist es ein ganz schöner Brocken. Der Preis von 3489 chinesischen Yuan – umgerechnet etwa 422 Euro — könnte aber den ein oder anderen durchaus überlegen lassen. Laut Pressemeldung soll eine internationale Version im Dezember in den Verkauf gehen.

Quelle: OPPO [via engadget]

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