Vergangene Woche wurde das Oppo N3 vorgestellt – ein 5,5-Zoll-Smartphone, das als besonderes Highlight eine motorisierte Drehkamera mit 16 MP an Bord hat. Wie gut sich das neue Top-Modell schlägt, verrät unser Hands-On-Video. 

 

Oppo N3

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Oppo N3

Am Samstag hatte unser Redaktionskollege Frank die Möglichkeit, sich das Oppo N3 auf einem Community-Event des Herstellers mal näher anzuschauen. Augenscheinlichstes Merkmal ist die Kamera des neuen Flaggschiffs: Statt deren zwei zu verbauen, einmal auf der Rückseite und einmal an der Front, haben sich die Oppo-Entwickler für lediglich ein drehbares Kameramodul entschieden, das je nach Position mal auf der Vorderseite, mal auf der Rückseite Fotos und Videos schießt. Eine solche Mechanik kam bereits beim Vorgänger OPPO N1 (Hands-On) zum Einsatz; neu hingegen ist, dass sie dank ihres eingebauten Motors selbstständig die Position wechselt. Vor allem für Selfie-Freunde dürfte so ein Mechanismus Gold wert sein, werden die Frontkameras – von löblichen Ausnahmen wie dem HTC Desire Eye oder dem Sony Xperia C3 mal abgesehen – doch meistens vernachlässigt.

Zur weiteren Ausstattung gehört ein 5,5 Zoll in der Diagonale messendes Display, das mit der Full HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln auflöst. Im Inneren arbeitet ein 2,3 GHz starkes Snapdragon 801 Quad Core-SoC, das von 2 GB RAM begleitet wird. Der via microSD-Karte erweiterbare Speicher beläuft sich auf 32 GB, der Akku umfasst 3.000 mAh. Auch das Oppo N3 kommt mit einem Fingerabdruckscanner daher und springt damit auf den Trend auf, den Apple mit dem iPhone 5S populär gemacht. Der Scanner ist gleichzeitig ein Button, mit dem man verschiedene Smartphone-Funktionen steuern kann. Interessant ist auch das VOOC Rapid Charge-Feature, womit der Akku innerhalb von 30 Minuten von 0 auf 75 Prozent geladen werden kann, sofern man ein spezielles Ladegerät verwendet.

An der Software-Front kommt Color OS 2.0 zum Einsatz, das auf Android 4.4 KitKat basiert, und mit zahlreichen Features ausgestattet ist. Der Zugang zum Play Store ist auch bei Color OS 2.0 vorhanden, auf einen App-Drawer müssen Nutzer allerdings verzichten. Im kurzen Hands-On machte die Kamera, trotz ihres rotierenden Mechanismus, einen stabilen Eindruck – ebenso wie das Gehäuse, das zwar aus Kunststoff besteht, aber einen Metallrahmen besitzt und damit eine edle Optik vermittelt. Nur bei der Kamera verwendet Oppo künstliche Nähte und eine Pseudo-Lederoptik, ähnlich wie Samsung beim Galaxy Note 3 (Testbericht) – gewöhnungsbedürftig.

Das Oppo N3 soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Interessierte Käufer können das Gerät dann über den Onlineshop des Herstellers, OppoStyle Europe, erwerben.

Wie gefällt euch das Oppo N3 und die Idee, eine motorisierte Drehkamera zu verbauen? Meinungen und Wortmeldungen bitte in die Kommentare.

Kaan Gürayer
Kaan Gürayer, GIGA-Experte für Smartphones, Tablets und Smartwatches.

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