Panasonic Eluga: Design-Sturm im Wasserglas

Amir Tamannai 7

Als Panasonic auf dem MWC Anfang März nach langer Zeit erstmals wieder ein Smartphone für den internationalen Markt vorstellte, waren wir recht angetan: Das damals gezeigte Eluga sah ziemlich gut aus, hatte nominell ganz gute Spezifikationen und sollte Outdoor-begeisterte Kunden mit Wasser- und Staubdichte für sich gewinnen. Aber Optik und Wasserresistenz sind ja nun mal nicht alles – wie sich das auch dL1 genannte Smartphone in der eher trockenen und weitestgehend staubfreien Umgebung des modernen Alltags schlägt, verrät unser Testbericht.

Panasonic Eluga: Design-Sturm im Wasserglas

Immer wieder bringen Hersteller Smartphones in Kooperation mit namhaften Designlabels auf den Markt – wir denken an diverse Armani-Phones, an Hugo Boss-Editionen und zuletzt an das LG Prada. Mir persönlich erschließt sich bislang nicht, warum ich mir ein mittelprächtiges Gerät mit draufgebügeltem Werbeschriftzug eines Klamottendesigners kaufen sollte; offensichtlich finden sich aber immer wieder zahlreiche Käufer für solche Geräte. Das Panasonic dL1 Eluga sieht auf den ersten Blick betrachtet aus, wie viele dieser Design-Smartphones: schwarz, mit kantigem Gehäuse und ungewöhnlicher Tasten-Anordnung. Das Gute dabei ist, dass es sich um kein Label-Gerät handelt, sondern tatsächlich von Panasonic ganz allein gestaltet wurde (naja, zumindest wird kein kooperierendes Designstudio genannt). Das Schlechte dabei: Hinsichtlich der Performance und der Praktikabilität spielt es für mich leider in der selben Liga wie die bekannten Armani- oder Prada-„Schmuckstücke“.

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Bevor wir richtig loslegen, bedanken wir uns zunächst aber beim Team von getgoods.de für die freundliche Teststellung (有り難う) – verschaffen wir uns einen ersten Überblick mit dem Hands-On und dem Unboxing des Smartphones:

Optik, Haptik und Verarbeitung

Hach, diese Ecken! Wo andere aktuelle Smartphones Auge und Hand eher mit aufreizenden Rundungen schmeicheln, da bietet das Eluga harte Kanten und so richtig eckige Ecken – Ärger mit Cupertino dürfte das Gerät somit nie bekommen und tatsächlich funktioniert dieses kantige Design an sich auch ganz gut: Es ist eben etwas Besonderes, dieser Tage noch ein Smartphone in der Hand zu halten, das die geradlinige Formsprache der neunziger Jahre wieder aufgreift. Ich habe jedenfalls von mehreren (na gut, voranging weiblichen) Bekannten gehört: „Oh, das sieht aber schick aus!“ – wer Frauen mit seinem Smartphone rumkriegen will, hat mit dem Eluga offensichtlich bessere Chancen als mit einem Galaxy Nexus oder gar dem schnöden Samsung Galaxy S II.

Spaß beiseite, das Eluga sieht wirklich gut, fast schon edel aus: Die leicht mattierte Rückseite fasst das Gerät wie eine Klammer ein, die harten Ober- und Unterkanten schließen radikal und bestimmt ab und die quasi Rand-freie Vorderseite, die nur von der Klammer und dem Ober- und Unterrand flankiert wird, wirkt sehr ebenmäßig. Schade ist, dass oben links, gegenüber des Hörergrills, die Näherungs- und der Lichtsensor deutlich sichtbar und violett durchschimmern – das trübt die gute Front-Ästhetik leider, weil es zu „elektronisch“ wirkt. Außerdem schließt die umklammernde Rückseite nicht bündig mit den oberen und unteren Rändern, weswegen dort kleine Unterbrechungen sichtbar sind, die nach unfertiger Verarbeitung, oder besser noch, nach „zusammengesteckt“ aussehen (sind sie nicht, sie wirken aber so).

Auf der Oberkante befinden sich hinter Schutzabdeckungen (die übrigens unbedingt geschlossen zu halten sind, wenn man das Gerät wirklich im Wasser versenken möchte, wie beim Booten des Smartphones jedesmal erklärt wird) der microUSB-Port, sowie der Slot für die microSIM-Karte und der 3,5 mm-Klinkenstecker. Der untere Rand ist mit einem Aufkleber mit der IMEI des Gerätes zugeklebt, der auch nicht entfernt werden darf (warum auch immer; und warum auch immer er ausgerechnet da sein muss) – zur optischen Retusche liegt der Verpackung eine selbstklebende Leiste bei, mit der der Sticker wiederum überklebt werden kann.

Auf der Geräterückseite thront mittig die flächenmäßig riesige Kamera – die etwas stümperhaft und nicht richtig passend in den quadratischen Rahmen „aufgeklebt“ wirkt; an der von vorne betrachtet rechten Wölbung befinden sich untereinander der Mini-Powerbutton und die Mini-Lautstärkewippe. Und hier offenbart sich das größte Problem des schicken Designs: Normalerweise befinden sich diese Buttons seitlich am Gerät. Das aus gutem Grund, denn will man die Knöpfe einhändig drücken, so ist es essentiell, mit dem Daumen oder den Fingern Gegendruck ausüben zu können. Wie essentiell das ist, merkt man, wenn man Power- oder Lautstärkeknöpfe am Eluga einhändig bedienen will; das geht nämlich quasi nicht, weil sich die Buttons hinten am Gerät befinden; also drückt man entweder das ganze Gerät weg oder muss das Smartphone bei diesem Vorgang sehr seltsam fassen (nämlich zwischen die Finger nehmen) beziehungsweise die zweite Hand zu Hilfe holen. Ein perfektes Beispiel dafür, wie Design völlig an Grundanforderungen der Funktionalität vorbei gehen kann.

Alles in allem sind Design, Haptik und Verarbeitung des Eluga zwar auf den ersten Blick ein schöner Wurf; scheitern dann aber ziemlich drastisch an mehreren kleinen Schludereien, nicht zu Ende gedachten Konzepten und allen voran der Ignoranz gegenüber wichtigen ergonomischen Handhabungsaspekten. Mag sein, dass das für SAAB-fahrende Designjurys reicht, ein gutes Smartphone entwirft man aus Nutzersicht aber anders.

Nachtrag: Kollege Daniel, der stolzer Beidhänder ist und sein Smartphone vorwiegend in der linken Hand hält, empfindet die Platzierung der Buttons nicht ganz so dramatisch – und richtig, für Linkshänder ist das Problem deutlich geringer, aber dennoch vorhanden. Ich bleibe also dabei, dass die Anordnung der Buttons des Eluga extrem unpraktisch ist.

Display

Das definitiv Beste am Panasonic dL1 Eluga ist sein Display: Die 4,3 Zoll AMOLED mit qHD-Auflösung (960 x 540) wissen zu gefallen – nicht zwingend zu begeistern, aber in der Geräteklasse gehen Auflösung und Farbwiedergabe voll in Ordnung, Schwarzwerte sowieso. Natürlich sind am Rand von Icons die üblichen Ausfransungen zu sehen, das fällt aber nur auf, wenn man ganz genau hinschaut und nach Makeln sucht.

Etwas zu dunkel für meinen Geschmack ist die automatische Helligkeitsregelung eingestellt – möglicherweise um den mit 1150 mAh wirklich kleinlich bemessenen Akku zusätzlich zu schonen (dazu später mehr). Hier empfiehlt sich ein manuelles Nachjustieren ins obere Drittel, was aber natürlich wieder am Akku saugt. Dann aber sind Blickwinkel und auch die Lesbarkeit im Freien des Screens in Ordnung.

Nicht so gut gefallen hat mit die Toucheingabe beim Eluga: Ich bin nicht sicher, ob das am installierten Gingerbread oder dem Screen selbst liegt (auf anderen Mittelklassegeräten mit Android 2.3 habe ich das so allerdings nie wahrgenommen), aber ab und an werden Eingaben einfach verschluckt. Das führt dazu, dass man zum Teil mehrfach tippen muss und, schlimmer noch, beim schnellen Schreiben beispielsweise von SMS ständig Buchstaben ausgelassen werden. Man kann sich vorstellen, dass das im Alltag schnell nervig wird.

Hardware und Leistung

Möglicherweise ist an gerade erwähntem Kritikpunkt aber auch die Hardware beziehungsweise die Gesamtperformance des Eluga schuld – denn trotz des 1 GHz Dual Core-Chipsatzes von Texas Instruments (OMAP4430) hat man selten das Gefühl, hier wirklich ein schnelles Zweikern-Smartphone in der Hand zu halten. Ja, alles läuft grundsätzlich einigermaßen rund und auch Games wie Samurai II: Vengeance lassen sich gut spielen, aber einen Überflieger darf man nicht erwarten. Das bestätigen auch die Benchmark-Ergebnisse, die für ein Dual Core-Geräte eher im unteren Mittelfeld anzusiedeln sind:

  • AnTuTu: 5389, 4845, 4782
  • CF-Bench: 4769 (N: 9407, J: 1677), 4613 (N: 9229, J: 1536), 4709 (N: 9271, J: 1668)
  • Quadrant: 1755, 1761, 1603

Kamera

Das Panasonic dL1 ist mit einer 8 MP-Kamera ausgestattet, die leider ohne Unterstützung eines Blitzes auskommen muss – ein Manko, das ähnlich schwer wiegt, wie der kleine Akku und der mickrige interne Speicher (siehe unten). Die Kamera-Software ist dafür nett gestaltet und bietet alle etablierten Einstellunsgmöglichkeiten; allerdings muss die Option, via Touch manuell nach zu fokussieren, erst eingestellt werden und lässt sich somit nicht parallel mit dem Autofokus verwenden.

Die Bilder, die das Eluga ausgibt, sind in Ordnung, wirken insgesamt aber etwas ausgeblichen und farblos:

Gleiches gilt für die Videoaufnahmen, die akzeptabel sind, aber ebenfalls etwas verwaschen und kraftlos wirken:

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Software

Leider wird das Panasonic Eluga noch mit Android 2.3 ausgeliefert. Und während ich das so lapidar und nüchtern schreibe, fängt es an, mich massiv aufzuregen: Wieso – und diese Frage richtet sich beileibe nicht nur an Panasonic – bringen Hersteller nach wie vor Flaggschiff- oder HighEnd-Smartphones für 300 Euro und mehr mit alten Android-Versionen heraus? Ice Cream Sandwich, das bewiesenermaßen schneller, hübscher und einfach besser ist, steht nun seit bald einem halben Jahr bereit – und trotzdem dreht man den Kunden eine überholte und viel ineffektivere Software an. Mag sein, dass es dem Gros der Käufer und Android-Nutzer immer noch egal ist, welche Version da nominell auf ihrem Gerät werkelt; eine vergleichsweise schlechtere Nutzererfahrung geboten zu bekommen, kann ihnen nicht egal sein. Aus Sicht des Verbraucherschutzes ist diese Faulheit (oder Ignoranz) der Hersteller, ICS weiterhin nicht als die zu nutzende Android-Version anzuerkennen, ein Unding. Und das trifft im Falle des Eluga leider auch auf Panasonic zu.

Ein Update auf Android 4.0 ist zwar für den Sommer anberaumt, aber erstens könnte es dann schon zu spät sein und zweitens steht natürlich noch aus, ob allein die Aktualisierung die Software-Mängel des Eluga behebt – denn auch die gibt es leider: Trotz der Kraft der zwei Kerne, ruckelt das Eluga beim Scrollen zu häufig und der Touchscreen reagiert zuweilen sekundenlang nicht auf Nutzereingaben (siehe auch oben).

[Update, 14. Juni 2012]: Panasonic hat zwischenzeitlich zwei Software-Aktualisierungen für das Eluga veröffentlicht, die die Firmware auf Version 07.5315 anheben und Performance-Optimierungen sowie Verbesserungen beim WLAN und der Akkulaufzeit bringen sollen – offizielle Changelogs gibt es leider nicht. Und tatsächlich hat sich die Gesamt-Performance des Gerätes mit den Updates merklich verbessert: Homescreen und App-Drawer laufen nun deutlich geschmeidiger, auch wenn es nach wie vor zuweilen kleinere Aussetzer gibt. Auch das Durchhaltevermögen des Akkus ist subjektiv ein wenig angestiegen.

Auch beim WLAN gibt es Verbesserungen zu melden: Die weiter unten angeprangerten Verbindungsverluste sind seit dem Firmware-Update nicht mehr vorgekommen – das WiFi-Modul hielt die Verbindung zum gewählten Netz auch im Standby stabil.

Alles in allem hat Panasonic mit den Software-Updates gute Arbeit geleistet und wichtige Kritikpunkte an der Software des Eluga behoben respektive optimiert. Das reicht zwar nicht für eine Anhebung unserer Testwertung – was wir ohnehin im Nachhinein nicht tun, da wir immer den Ist-Zustand bei Auslieferung eines Gerätes bewerten –, wer möchte, darf dem Eluga nun aber einen halben Punkt in der Kategorie Software zusätzlich anrechnen.[/Update]

Das, was Panasonic der Bedienoberfläche an Eigenkreationen mitgegeben hat, steht in krassem Gegensatz zur edlen Optik des Smartphones: Die ziemlich unattraktiven Symbole und Widgets muss man ja nicht nutzen, die nicht minder unhübsche Schnellzugriffsleiste am unteren Rand ist aber immer da.

Noch weniger gefällt der App-Drawer, der Anwendungen irritierenderweise nach „vorinstalliert“, „heruntergeladen“ und „aktualisiert“ anordnet. Mir hat sich keine Möglichkeit erschlossen, diese unsinnige Aufteilung aufzuheben. Lediglich die einzelne Verknüpfungen können zueinander verschoben werden, aber nur innerhalb ihres jeweiligen Bereiches – eine heruntergeladene App unter dem Reiter „Vorinstalliert“ einzusortieren geht nicht.

Neben eigener NFC- und DLNA-App hat Panasonic auch noch das Adressbuch angepasst – über ein virtuelles Rad am rechten Rand lässt sich schnell zum gewünschten Buchstaben scrollen – und eine eco mode-genannte Konfigurations-App, über die sich Stromspareinstellungen des Eluga optisch schick und sehr umfangreich anpassen lassen.

Alltagstauglichkeit

Wie schon zu erkennen war, leidet das Eluga an der einen oder anderen Designschwäche und kränkelt auch hinsichtlich der Performance. Es gibt aber noch schwerwiegendere Mängel, die einem die Alltagsnutzung des Gerätes gehörig versauen: Das dL1 kommt mit einem fest verbauten, nicht austauschbaren Akku. Machen mittlerweile leider viele Hersteller, auch um Platz zu sparen, da die Geräte immer dünner und leichter werden sollen. Und das Eluga misst schließlich nur 7,8 Millimeter in der Dicke und wiegt federleichte 103 Gramm. Da bleibt natürlich kaum Platz für einen riesigen Akku – aber 1150 mAh? In einem Smartphone mit 4,3 Zoll-Screen und Dual Core-Prozessor … wirklich, Panasonic? Die Japaner geben eine Standby-Zeit von 300 Stunden und eine Gesprächszeit von 240 Minuten an – solche Werte sind immer zu synthetisch und dementsprechend unrealistisch, im Falle des Eluga grenzen sie aber an Hohn: Ich war froh, wenn das Gerät, trotz geringer Nutzung über den Tag kam. Der längste Zeitraum ohne Stopp an der Steckdose, den mir die Android-eigene Statistik angezeigt hat, waren 25 Stunden – und da hatte ich das Eluga über einen längere Strecke in der Ecke liegen lassen und nicht benutzt.

Ebenso eklatant wie das mangelnde Durchaltevermögen respektive der viel zu klein bemessen Akku wiegt der winzig kleine interne Speicher: Lachhafte 4 GB verbaut Panasonic im Eluga und enthält dem Kunden konsequenterweise gleich auch noch einen MicroSD-Slot vor. Was habe ich gegen das Fehlen eines solchen Erweiterungsmöglichkeit beim Galaxy Nexus und den HTC Ones gewettert – die haben aber alle wenigstens 16 GB internen Speicher verbaut. Aber 4 GB? Da wiederhole ich mich gerne: wirklich, Panasonic? Wohlgemerkt, wir sprechen hier von einem Smartphone, dessen UVP bei rund 400 Euro liegt und das aktuell für circa 360 Euro Straßenpreis über den Ladentisch geht – für den selben Preis bekommt man ein Galaxy Nexus oder ein Galaxy S2, für ein bisschen mehr das HTC One S oder das Sony Xperia S, für ein bisschen weniger das HTC One V oder das Xperia P.

Und weiter geht es, wenn auch nicht ganz so dramatisch: Grundsätzlich sind sowohl die externen Lautsprecher als auch der im Telefonhörer des Eluga zu leise – selbst auf höchster Stufe hat man in lauten Umgebungen Probleme, sein Gegenüber zu verstehen und so tippt man während des Gespräches ständig auf die Lautstärke-Wippe (die in dieser Position übrigens gut zu erreichen und bedienen ist), nur um festzustellen, dass das Maximum bereits erreicht ist. Auch bei der Wiedergabe von Musik oder Videos muss man schon ganz genau hinhören, um mitzubekommen, was da gerade gespielt oder gesprochen wird.

Unser Testgerät hat außerdem immer wieder und aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen und trotz anders lautender WLAN-Richtlinie, im Standby die Verbindung zum WLAN gekappt. Teils stellte diese sich nach dem Aufwecken selbst wieder her, ab und an musste hier aber händisch nachgeholfen werden. In mehreren Fällen schaltete sich das WLAN-Modul auch schonmal komplett aus – ohne jedwedes Zutun oder etwaige Einstellungen im eco-mode. Die WLAN-Probleme scheinen mit der aktuellsten Firmware für das Eluga behoben – siehe oben.

Positives gibt es dann auch noch zu vermelden: Das Eluga hat einen NFC-Chip an Bord. Damit lassen sich zum Beispiel via Tags Profil-Einstellungen blitzschnell ändern oder Apps starten. Und wenn dann das Bezahlen mittels Near Field Communication endlich in Europa ankommt, ist man mit dem dL1 zumindest Hardware-seitig dafür gerüstet. Bis es soweit ist, darf man die Tag-Funktionalität mit der mitgelieferten NFC-Karte schon ausprobieren – und das funktionierte in unseren Versuchen auch reibungslos. Auch die Ortung via GPS oder Funknetz respektive WLAN läuft schnell und ohne Probleme.

Trotzdem, in Anbetracht der zahlreichen und schwerwiegenden Kritikpunkte darf man das Panasonic Eluga nicht als übermäßig alltagstauglich bezeichnen – eher als im Alltag herausfordernd.

Fazit

Gut, dass das Eluga wasserdicht ist, denn leider ist das Smartphone ein Schlag ins Wasser: Zu viele Makel lassen die wenigen guten Aspekte, wie das optisch gelungene Design, den guten Screen, eben die Wasser- und Staubresistenz oder NFC vergessen. Selten habe ich so wenig Lust gehabt, ein Testgerät dieser Preisklasse zu benutzen und mich immer wieder dabei ertappt, lieber zu meinem zwei Jahre alten SGS I zu greifen – vor allem weil es (dank ICS-Custom ROM) flüssiger läuft.

Würde das Eluga 150 oder auch 200 Euro kosten, würde ich dann auch beide Augen zudrücken und mir sagen, dass man bei dem Preis eben mit Einschränkungen leben muss. Zu dem Preis, den Panasonic aber tatsächlich aufruft, gibt es zig bessere Geräte.

Wer natürlich wirklich nur Wert auf Optik legt, in Vergangenheit schon mit Prada-, Boss- und Armani-Handys gut gefahren ist und sich nicht von Rucklern, kleinem Speicher, kurzer Akkudauer, etc. stören lässt, der darf durchaus einen Blick auf das Eluga werfen. Alle anderen schauen sich besser woanders um – oder warten auf den großen Bruder Eluga Power, der zumindest mit 8 GB internem Speicher, 1.800 mAh Akku, 4,5 Zoll-Display, Snapdragon S4-SoC sowie Android 4.0 in den nächsten Wochen erscheinen soll.

Videofazit

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Panasonic dL1 Eluga - Die Wertung

Display: 4/5
Verarbeitung und Haptik: 3/5
Software: 3/5
Performance: 3/5
Telefonie: 4/5
Kamera: 3/5
Konnektivität und Speicher: 3/5
Alltagstauglichkeit: 2/5

Gesamt: 3,1/5

Pro

  • Hübsches Design
  • Wasserdicht, staubgeschützt
  • NFC an Bord

Kontra

  • Winziger Speicher
  • Viel zu kleiner Akku
  • Software-/Performance-Probleme

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