Facebook könnte ein modulares Smartphone bauen

Thomas Lumesberger 2

Nachdem Google endgültig das Ende seines modularen Smartphones, Project Ara, verkündet hat, tauchen jetzt Gerüchte auf, dass Facebook an einem solchen Smartphone arbeitet.

Große Hoffnungen steckten in Project Ara. Immerhin hätte das Konzept ein einfaches Austauschen von Hardware-Komponenten ermöglicht und das jährliche Smartphone-Upgrade wäre obsolet geworden. Google hat allerdings erst kürzlich die Pläne über den Haufen geworfen und das Projekt eingestellt.

Sind damit die Hoffnungen auf eine bessere Zukunft gestorben? Nicht wirklich, denn neben einigen kleinen Start-ups versuchen bereits große Hersteller wie LG oder Lenovo mit den aktuellen Flaggschiffen die ersten Schritte in Richtung modulare Smartphones zu machen. LG hat dafür das LG G5 auf den Markt gebracht und wird vermutlich auch beim Nachfolger G6 an dem Konzept festhalten. Auch das Moto Z sowie das Moto Z Play besitzen Anschlussmöglichkeiten für diverse Module.

Facebook hält den Traum am Leben

Jetzt taucht ein neuer Name in Zusammenhang mit den Baukasten-Smartphones auf. Facebook arbeitet angeblich an einem solchen Gerät. Die drei Ex-Google-Mitarbeiter (ehemals Teil des Project-Ara-Teams) Rafa Camargo, Richard Wooldridge und Blaise Bertrand arbeiten jetzt für eine neue Abteilung Facebooks namens „Division 8“. Neben den drei ehemaligen Google-Mitarbeitern sind angeblich auch unterschiedliche Schwergewichte von Motorola, Tesla, Apple und Amazon dort angestellt und bilden ein Team aus Designern, Ingenieuren und Herstellungsexperten.

Woran die Herrschaften genau arbeiten, ist natürlich nicht klar. Allerdings kann aus den Spezialgebieten der einzelnen Personen abgeleitet werden, dass es mobil und modular sein muss. Darüber hinaus gab es in letzter Zeit viele Stellenausschreibungen, die mit der Entwicklung eines modularen Smartphones in Verbindung gebracht werden können.

Ein großer Umbruch beim sozialen Netzwerk

Bisher kennt man das Unternehmen hinter und um Mark Zuckerberg nur als Software-Firma. Mit der Übernahme von WhatsApp und Instagram hat das soziale Netzwerk seine Produktpalette ordentlich aufgepeppt. Mit der Entwicklung eines tatsächlichen Geräts hat der Konzern nur sehr wenig am Hut. Das HTC First wurde in Zusammenarbeit mit HTC entwickelt und endete als absoluter Flop.

Seither war das einzige Gerät von Facebook – abgesehen von der Oculus Rift – die Gear VR in Kooperation mit Samsung. Facebook war hier lediglich für die Software verantwortlich.

Folglich wäre der Schritt in Richtung Entwicklung eines Smartphones ein großer und birgt auch entsprechend große Risiken. Gegenüber Cnet hat sich Facebook zu keiner Antwort bezüglich eines Ara-Konzepts hinreißen lassen.

Quelle: Cnet

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Project Ara: What's Next.

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Thomas Lumesberger
Thomas Lumesberger, GIGA-Experte.

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