Project Ara: Toshiba soll exklusiv Prozessoren für das modulare Smartphone liefern [Gerücht]

Kaan Gürayer 12

Toshiba soll einer der Hauptlieferanten für die Prozessoren von Projekt Ara werden, wie das asiatische Magazin Nikkei Asian Review aktuell berichtet. Als „bevorzugter Lieferant“ soll Toshiba für ein ganzes Jahr ab offiziellem Marktstart gar alleiniger Prozessorlieferant für das modulare Smartphone werden.

Überraschende Nachrichten erreichen uns aus Asien: So will die Nikkei Asian Review, ein auf Wirtschaftsnachrichten spezialisiertes Magazin, in Erfahrung gebracht haben, dass Toshiba einer der Hauptlieferanten für die Prozessoren von Project Ara werden soll – in den ersten zwölf Monaten nach Marktstart gar als alleiniger Lieferant für die Chips. Für Googles modulares Smartphone soll Toshiba angeblich drei verschiedene Prozessoren zur Verfügung stellen, die sowohl im Gerät selbst als auch in den Modulen verwendet werden sollen. Im Herbst sollen die ersten Muster in Fertigung werden, eine Massenproduktion ist fürs nächste Jahr geplant.

Die Nachricht ist insofern überraschend als Toshiba im Prozessor-Markt für Smartphones oder Tablets bisher kaum in Erscheinung getreten ist – im Mobilfunkmarkt kennt man den Hersteller allenfalls als Lieferanten für Speicherchips oder auch Displays. Ganz grün hinter den Ohren ist Toshiba im Prozessor-Markt allerdings auch nicht: So hat das Unternehmen beispielsweise zusammen mit Sony und IBM die Cell-CPUs entwickelt, die in der PlayStation 3 ihr Werk verrichteten und auch bei zahlreichen Embedded-Systemen ist das 1938 gegründete Unternehmen vertreten.

Interessanter als die Frage, wer Project Ara nun mit Chips beliefert, ist natürlich der Preis der modularen Smartphones: Laut Nikkei Asian Review und wie schon mehrfach bestätigt soll dieser bei circa 50 US-Dollar für das Basismodell („Grey Phone“) liegen. Diese Informationen stimmen mit den Informationen überein, die Google Mitte April im Rahmen der Project Ara-Entwicklerkonferenz veröffentlicht hat. Anfang 2015 will Google die ersten Project Ara-Smartphones auf den Markt bringen.

Was meint ihr, kann sich Toshiba als Chip-Lieferant für Project Ara beweisen? Oder hätte Google lieber auf „etablierte“ Hersteller wie Qualcomm oder MediaTek setzen sollen? Haben die etablierten Chiphersteller vielleicht Angst vor Project Ara? Eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: Nikkei Asian Review [via Android Police]

Kaan Gürayer
Kaan Gürayer, GIGA-Experte für Smartphones, Tablets und Smartwatches.

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