Lange hat man nichts mehr gehört von Googles wohl ambitioniertesten Projekten im mobilen Bereich, Project Tango und Project Ara, nun gibt es erste Meldungen zur Verfügbarkeit: So soll das Tablet Tango mit seinen raumerfassenden Sensoren bereits im November im Play Store erhältlich sein, das modulare Smartphone Ara, auch bekannt unter dem Projektnamen Phonebloks, hingegen im Februar. Auch zur Preisgestaltung gibt es erste Schätzungen.

 

Project Tango

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Project Tango

Unter dem Namen Phonebloks hat ein Video im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, das ein Projekt zur Konstruktion von modularen Smartphones vorstellte. Bei solchen Smartphones sollen einzelne Komponenten sogar während des Betriebs austauschbar sein und so günstige und umweltverträgliche Upgrades möglich machen. Zwischenzeitlich fussionierte Phonebloks mit Project Ara, das seinen Anfang bei Motorola nahm, derzeit von Google vorangetrieben wird und denselben Ansatz verfolgt.

Was wie Zukunftsmusik klingt könnte schon im Februar des kommenden Jahres die Smartphone-Branche revolutionieren, so Artem Russakovskii, Redakteur bei Android Police. Von einer zuverlässigen Quelle will er erfahren haben, dass ab diesem Zeitpunkt das modulare Smartphone im Play Store verfügbar sein wird.

Mit Project Tango stehe ein weiterer Prototyp von Google außerdem kurz vor der Veröffentlichung. Schon im November, also pünktlich zum Start von Android 5.0 Lollipop könnte dieses in einer ersten Version im Play Store verfügbar werden. Bei Project Tango handelt es sich um eine Plattform, deren Sensoren ihre Umgebung in Echtzeit räumlich analysieren und so zum Beispiel Modelle und Karten von Innenräumen erstellen oder bei der Navigation unterstützen können. Gefertigt wurde der Prototyp zunächst als Smartphone, er soll aber als Tablet aus der Produktion von LG vertrieben werden. Der Preis soll dann 1000 bis 1100 US-Dollar betragen – ein Hinweis darauf, dass es sich mehr um ein Entwicklergerät als um ein Tablet für Endkunden handeln wird. Hier das offizielle Produktvideo:

Die Quelle sei zwar zuverlässig, doch sei dies kein Garant für die Korrektheit dieser Termine. Bei der Fertigung von Tango etwa sei es schon zu Problemen gekommen, bei der die erste Charge verunreinigt wurde.

Dennoch erfolgt die Ankündigung überraschend, hieß es doch zuletzt, auch Tango solle erst im kommenden Jahr erscheinen.

Quelle: Artem Russakovskii @Google+

Lukas Funk
Lukas Funk, GIGA-Experte.

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