Samsung Galaxy A3 im Test: Schauwerte über Spezifikationen

Frank Ritter 8

Mit dem Galaxy Alpha im vergangenen Sommer und der Galaxy A-Reihe im Oktober letzten Jahres nahm Samsung einen Teil dessen vorweg, was das Galaxy S6 und das Schwestergerät S6 Edge auszeichnen soll: Eine Abkehr von alten Mantras, vor allem dem Plastik, der abnehmbaren Rückseite und dem Wechselakku. Wir hatten bereits das Galaxy A5 im Test; Zeit also, sich dessen kleinem Bruder zuzuwenden: dem Samsung Galaxy A3. Was das kompakteste Gerät der Reihe auf dem Kasten hat, klärt unser umfangreicher Testbericht zum Galaxy A3.

Samsung Galaxy A3 im Test: Schauwerte über Spezifikationen

Wir haben das Samsung Galaxy A3 in der LTE-fähigen Version SM-A300FU in Midnight Blackmit Android-Version 4.4.4 KitKat über einen Zeitraum von 4 Wochen getestet. Danke an Samsung Deutschland für die Teststellung.

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Das Galaxy A3 im Video

Unseren ersten Kontakt mit dem Samsung Galaxy A3 hatten wir auf der CES 2015 Anfang Januar in Las Vegas, bei dem ein Hands-On-Video entstand. Darüber hinaus haben wir das Gerät natürlich auch vor laufender Kamera ausgepackt. Unten unser Unboxing.

Samsung Galaxy A3 & A5 Hands-On [CES 2015].
Samsung Galaxy A3 im Unboxing.

Design, Haptik und Verarbeitung des Galaxy A3

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Nimmt man das Galaxy A3 zur Hand, ist man zunächst einmal von der Kompaktheit des Gerätes beeindruckt. Zumindest wenn man, wie der Autor, zuvor ein halbes Jahr mit einem 6-Zoller, dem Huawei Ascend Mate 7, und einem 5,7-Zoller, dem Samsung Galaxy Note 4, hantiert hat. Die Größe ist bekanntermaßen Geschmackssache und mag per se kein Qualitätsmerkmal sein, erinnert im Zeitalter des Phablets, also von Smartphones mit 5 Zoll und höheren Bildschirmdiagonalen, aber daran, dass auch kompakte Geräte ihren Reiz haben können. Mit seinem 4,5-Zoll-Display wirkt das Galaxy A3 fast schon winzig und lässt die Tatsache, dass man diese Bildschirmgröße noch vor wenigen Jahren gemeinhin als (zu) groß betrachtete, absurd erscheinen.

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In Sachen Verarbeitung betritt Samsung nach Galaxy Alpha, Note 4 und den anderen Geräten der A-Serie erneut den Pfad des Metallgehäuses – hier aber in Form eines kompletten Unibody-Gehäuses, das gleichsam die Rückseite bedeckt und nicht, wie bei Alpha und Note 4, durch eine Rückseite aus Plastik unterbrochen wird. Trotz der uniformen Materialwahl und der Tatsache, dass es sich um das „kleinste“ (und preiswerteste) Gerät der Reihe handelt, hat Samsung sich zu einigen feinen Details im Design des 130,1 x 65,5 x 6,9 Millimeter messenden Gehäuses durchringen können.

Samsung-Galaxy-A3-17-Oberseite-Display-gekippt
Samsung-Galaxy-A3-18-Unterseite-micro-USB-Anschluss

Da sind zum einen die fein abgeschrägten, im Gegensatz zum Rest des Gehäuses, silbrig glänzenden Kanten an den Übergängen vom seitlichen Rahmen nach vorne – danke einer Kerbe zwischen Displayglas und Rahmen klar als Kante erfühlbar – und, sich deutlich weniger hart anfühlend, nach hinten. Zum anderen die besonders bearbeitete Rückseite, die nicht nur blaue Farbe auf das Gerät bringt, sondern gar ein etwas wärmeres „Gefühl“ beim Halten in der Hand vermittelt, als das bei blankem Stahl oder Aluminium der Fall wäre. Überhaupt muss man sich als langjähriger Samsung-Nutzer erst einmal daran gewöhnen, ein Metall-Gerät mit ansonsten typischen Samsung-Merkmalen in Händen zu halten.

Samsung-Galaxy-A3-08-Front-Oberseite

Typisch sind beispielsweise die Front, mit der Standardkonfiguration aus Home-Button (Mitte, Druckknopf), Multitasking (links, kapazitiv) und Zurück (rechts, kapazitiv), oben der Samsung-Schriftzug und die altbekannt schmale Hörermuschel. Ebenfalls zu sehen sind die Frontkamera und die Näherungs- beziehungsweise Umgebungslichtsensoren. Die Ränder um das Display sind nicht sonderlich schmal, aber auch nicht auffällig breit. Ansprechende optische Akzente stellen die gut platzierten schmalen Buttons für Power (rechts) und Lautstärke (links, Wippe) dar, die die Gehäusefarbe appliziert haben, aber seitlich auch silbrig glänzen.

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Die Rückseite des Unibody-Gehäuses ist zu den Seiten hin etwas gewölbt, was das Handling verbessert, daneben sieht man nur die Kamera oben, gesäumt von LED-Blitz (links), Mono-Lautsprecher (rechts) – ebenfalls mit einem polierten silbrigen Rahmen akzentuiert; darunter das Samsung-Logo und, ganz unten die leider unvermeidlichen, aber auch praktisch unlesbaren Hinweise von CE und Co. Da die Rückseite nicht abnehmbar ist, befinden sich die Einschübe für nano-SIM und microSD-Karte an der rechten Seite in nur per Dorn erreichbaren Metall-Trays. Die Karten einzulegen ist naturgemäß etwas fummelig, das macht man aber in der Regel nicht oft, dass dies einen Grund zur Abwertung darstellen würde.

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Im Handling überzeugt das Samsung Galaxy A3 durch die Bank. Ohne größere Handverrenkungen kann man rund drei Viertel des Bildschirms erreichen. Das Geräteformat mag aufgrund des kleinen Displays kompakt sein, mit Software-Buttons und dünneren Bezels (Ränder zwischen Display und Gehäuse) wäre aber noch mehr herauszuholen gewesen – die Display-to-Body-Ratio beträgt knapp 66 Prozent. Die gewölbte Metall-Unterseite, die wie von Samsung gewohnt hervorragenden Buttons und die spezielle Oberflächenbehandlung lassen das Gerät zu einem veritablen Handschmeichler werden. Auch in Sachen Verarbeitung ist Samsung hier ein Highlight seiner Galaxy-Serie gelungen, Metall vermittelt einfach eine höhere Wertigkeit, da gibt es kein Vertun; das Gerät ist mit rund 110 Gramm dennoch nicht zu schwer. Unterm Strich hat Samsung auch mit dem A3 ein wirklich hübsches Smartphone gebaut.

Wie gut ist das Display des Samsung Galaxy A3? Was taugt die Kamera? Auf der nächsten Seite klären wir es.

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