Galaxy Note 3-Zubehör: Samsung verspricht schnellen Bugfix für Android 4.4.2

Andreas Floemer 16

In der vergangenen Woche machte die Kunde die Runde, dass Zubehör von Drittanbietern für das Samsung Galaxy Note 3 plötzlich nicht mehr in vollem Umfang funktionierte. Während spekuliert wurde, dass Samsung mit Android 4.4.2 absichtlich eine Sperre für inoffizielles Zubehör aktivierte, heißt es nun in einer offiziellen Stellungnahme, dass es sich dabei um einem Softwarefehler handelt, den man schnellstmöglich beheben wolle.

Galaxy Note 3-Zubehör: Samsung verspricht schnellen Bugfix für Android 4.4.2

Bereits in der letzten Woche versicherte Samsung, dass der beschnittene Funktionsumfang von Drittanbieter-Zubehör, wie beispielsweise eine nicht mehr funktionierende S View-Funktion bei Flip-Covern von Drittanbietern mit entsprechender Aussparung, nichts mit dem Update auf Android 4.4.2 zu tun habe. Dem ist nun offenbar doch nicht ganz so: Laut eines gestern veröffentlichten weiteren Statements Samsungs sei die Quelle des Problems doch im frischen KitKat-Firmware-Update zu finden. Allerdings sei die Beschneidung der Funktionalität des Drittanbieter-Zubehörs nicht absichtlich geschehen, es handele sich stattdessen dabei um einen Softwarefehler.

Samsung kündigte daher an, dass man die volle Funktionalität des betroffenen Drittanbieter-Zubehörs wiederherstellen wird. Ein entsprechender Fix sei in der Entwicklung, dieser soll per OTA-Update veröffentlicht werden. Wann mit der Freigabe des Bugfixes zu rechnen ist, wurde indes noch nicht mitgeteilt.

Die ganze Angelegenheit klingt doch etwas kurios: Denn wie bereits in der letzten Woche berichtet, verbaut Samsung im eigenen Zubehör einen ID-Chip, der softwareseitig aktiviert werden kann, um so einerseits die Authentizität des Zubehörs zu verifizieren und bei ermittelter Echtheit den vollen Funktionsumfang von Cases und Co. zu aktivieren. Ob Samsung diese Funktion nun tatsächlich absichtlich aktiviert hat, um zu sehen wie die Kunden darauf reagieren, oder es sich wirklich um einen Bug handelt, bleibt letztlich unbeantwortet. Vor allem bleibt ein etwas fader Beigeschmack, da findige Entwickler die Sperre bereits mithilfe eines Xposed-Moduls aushebeln konnten.

Die Vorgehensweise Samsungs erinnert ein wenig an das Hin und Her bei der Region-Lock-Affäre letzten Jahres. Andererseits gilt die Devise in dubio pro reo (lat.: Im Zweifel für den Angeklagten), zumal Samsung durch diese Aktion einerseits Partner verprellt, andererseits seine Kunden. Eines ist auf jeden Fall sicher: Nach dem anstehenden Software-Fix sollten alle Flip-Cover diverser Hersteller wieder wie zuvor reibungslos funktionieren.

Quelle: Ars Technica

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