Samsung Galaxy Note 3 mit Region-Lock: Worum es geht, Stand der Dinge [UPDATE]

Amir Tamannai 13

Die große Meldung des gestrigen Tages war die mutmaßliche Maßnahme Samsungs, das Galaxy Note 3, aber auch fortan ausgelieferte Smartphones vom Typ Galaxy S4, S4 mini, S3 und Note 2 mit einer Sperre zu versehen, die lediglich den Betrieb mit SIM-Karten von Providern aus derselben Region zulässt, in der das Gerät erworben wurde, also Europa oder die USA. Im Laufe des Tages gab es dazu ein Statement von Samsung Deutschland, das den Sachverhalt erläuterte, nicht aber explizit dementierte. Inzwischen häufen sich Berichte, die Entwarnung geben. Wir sind davon allerdings noch nicht überzeugt und erklären im Folgenden, warum. [Update: Samsung hat eine Entwarnung herausgegeben.]

Samsung Galaxy Note 3 mit Region-Lock: Worum es geht, Stand der Dinge [UPDATE]
Update 27.09.2013, 15:00 Uhr: Samsung hat nun offiziell erklärt, dass nach der Erstaktivierung des Galaxy Note 3 (und weiterer Modelle) auch ausländische SIM-Karten benutzt werden können; dies ist also eine Entwarnung. Hier das offizielle Samsung-Statement.

Eventueller regionaler SIM-Lock bei kommenden Galaxy-Geräten — was bedeutet das

Grundsätzlich scheint in der Sache vielerorts ein Missverständnis über das eigentliche Problem vorzuliegen — Ziel einer etwaigen regionalen SIM-Sperre wäre nicht, die Benutzung eines betreffenden Gerätes außerhalb der Kaufregion zu unterbinden — der Kunde könnte natürlich jederzeit über die Roaming-Optionen seines Providers mit einem europäischen Gerät in den USA oder in Asien telefonieren und surfen. Die Benutzung einer US-Amerikanischen oder asiatischen SIM-Karte wäre in einem in Europa aktivierten Smartphone oder Phablet allerdings nicht möglich.

Klar, das betrifft nicht zwingend den größten Teil der potenziellen Käufer, aber da gerade die Note-Serie sich mitunter an Geschäftsleute und andere Vielreisende richtet, wäre ihnen die Option genommen, bei einem kurzen Aufenthalt beispielsweise in den USA, eine Prepaid-SIM von T-Mobile USA, AT&T oder anderen Anbietern im GSM-Netz zu erwerben und diese für die Dauer des Aufenthaltes im eigenen Gerät zu benutzen. So handhaben beispielsweise wir androidnext-Redakteure das, wenn sie zur CES in Las Vegas unterwegs sind, oder eine Geräte-Präsentation in New York besuchen. Mehrere Tage in Übersee zu roamen, zu telefonieren und mobile Datenverbindungen zu nutzen, würde mit einer europäischen SIM ein kleines Vermögen kosten.

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Samsung Galaxy Note: Ein Rückblick auf 6 Jahre Phablet-Geschichte.

Der aktuelle Stand der Dinge zum regionalen SIM-Lock

Samsung hat gestern Folgendes erklärt:

Nutzer dieser Samsung Geräte können diese gemeinsam mit ihrer SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters aus der Region Europa auch weiterhin Via Roaming-Dienst gegen entsprechende Roaming-Gebühren ihres Mobilfunkanbieters auf der ganzen Welt verwenden.

Hier ist eindeutig lediglich die Rede von Roaming — das geht natürlich weiterhin und selbstredend kann man sein Gerät somit im Ausland benutzen. Auf die Möglichkeit, nach der Erstaktivierung (zum Beispiel in Europa) eine SIM aus einer fremden Region (zum Beispiel Nordamerika) zu benutzen, wird nicht weiter eingegangen; und um die geht es uns in dieser Sache.

Zwar gab es am späten gestrigen Abend weitere Meldungen aus Deutschland, die besagten, dass Samsung nach erstmaliger Aktivierung sehr wohl unkompliziert die Nutzung solcher SIM-Karten aus anderen Regionen zuließe — diese waren aber nach unserer Wahrnehmung nicht durch offizielle Aussagen begründet oder beruhten auf optimistischen Interpretation des obigen Statements beziehungsweise unkonkrete Postings diverser Samsung-Social Media-Teams in den einschlägigen Netzwerken.

In aller Deutlichkeit: Die Sache kann zum jetzigen Zeitpunkt in beide Richtungen ausgehen — wir stehen, seitdem die Geschichte gestern Vormittag hochschwappte bis zur Stunde in regem Kontakt mit Samsung Deutschland und versuchen, eine offizielle und konkrete Aussage zur Nutzung nicht-europäischer SIM-Karten für in Europa aktivierte Geräten zu erhalten. Aktuell scheint es uns genauso möglich, dass Samsung dies tatsächlich nicht zulässt, wie, dass es sich um ein großes Missverständnis und eine etwas holperige Kommunikation aller Beteiligten handelt und sich das Ganze in Wohlgefallen auflöst — was wir natürlich sehr hoffen.

Da wir unsere Leser (und uns selbst) aber nicht in ein Wechselbad der Gefühle werfen wollten, haben wir in den letzten Stunden davon abgesehen, voreilige Entwarnungen zu geben und damit eventuelle ein großes Hin und Her in dieser Sache zu verstärken.

Wir erwarten ein solches Statement von Samsung nun nach erneuter Rücksprache in den nächsten Stunden und werden dieses dann sofort auf androidnext veröffentlichen, um allen Kaufinteressenten eines Samsung Galaxy Note 3 Klarheit zu verschaffen. Bis dahin bitten wir um ein wenig Geduld und hoffen, dass unserer Leser unser vorsichtiges Vorgehen in dieser Sache nachvollziehen können und zu schätzen wissen.

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