Samsung Galaxy Note 4: Exynos-SoC überflügelt Snapdragon 805 in Benchmark

Rafael Thiel 18

Samsungs Galaxy Note 4 wird sehr wahrscheinlich Zuge eines Unpacked Events während der IFA 2014 Anfang September vorgestellt werden. Erste Leaks und Details über das nächste Oberklasse-Phablet des südkoreanischen Unternehmens sind bereits im Umlauf, nun sind auch Benchmarks aufgetaucht, die dem kommenden Gerät eine stattliche Leistung attestieren.

Vorab: Sicherlich sind Benchmarks zur Feststellung der Performance von Smartphones und Tablets höchst umstritten, zumal sie letztlich nicht Leistung im Alltagsgebrauch widerspiegeln. Ferner hat es in letzter Zeit auch Schummeleien – unter anderem auch von Samsung – gegeben: Um diverse Geräte in ein besseres Licht zu rücken, wurde beim Start eines Benchmarks die Taktrate des verbauten SoCs auf Maximaltakt gedreht. Seit Android 4.4 KitKat hat Samsung sich allerdings von dieser Mogelei verabschiedet, sodass wird davon ausgehen können, dass die nun aufgetauchten Benchmarks unverfälscht sind.

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Samsung Galaxy Note 4 Konzept - gar nicht mal abwegig

Gesetzt des Falls, dass die Benchmarks den unverfälschten Leistungswerten entsprechen, hat Samsungs hauseigene Prozessorschmiede beim Exynos 5433-SoC eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Denn den aufgetauchten Ergebnissen des AnTuTu-Benchmarks zufolge, übertrumpft das Exynos 5433-SoC, das im Note 4 zum Einsatz kommen wird, den mit allerhand Vorschusslorbeeren versehenen Snapdragon 805 des derzeitigen Branchenprimus Qualcomm in nahezu allen Kategorien. Dabei bedient sich Samsung des Referenzdesigns von ARM und bestückt seinen Octa Core-Chipsatz jeweils mit vier energieeffizienten Cortex A7- und vier performanten Cortex A15-Kernen. Qualcomm dagegen setzt auf die eigens entwickelte und auf dem Cortex A7-Design aufbauende Krait 450-Architektur und versieht seinen Vorzeige-Prozessor mit „nur“ vier Rechenkernen – ein LTE-Modul ist nach letzten Erkenntnissen dagegen nicht On-Die integriert.

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Doch gleichwohl der Exynos 5433 leistungstechnisch überzeugen kann, könnte – zumindest in ausgewählten Märkten – dennoch ein SoC des Konkurrenten Qualcomm zum Einsatz kommen. Kürzlich durchgesickerte Details zum Note 4 indizieren, dass das Galaxy Note 4 in Europa von einem Exynos-Prozessor angetrieben wird und in asiatischen Ländern der Snapdragon 805-Chip im Inneren seinen Dienst verrichtet. Die Entscheidung hierfür sei jedoch noch nicht gefallen, ließ eine mit der Materie vertrauten Person die Kollegen von SamMobile wissen. Außerdem ist noch unklar, welcher Exynos-Prozessor beim kommenden Oberklasse-Phablet letztendlich zum Einsatz kommen könnte. Es sind bereits Variationen mit unterschiedlichen Funkmodulen für verschiedene Provider durchgesickert, wie auch ein Exynos 5430 mit dem Codenamen „Helsinki“. Der oben aufgeführte Exynos 5433 wird intern als „HelsinkiPro“ gehandelt, doch anscheinend ist bei Samsung auch ein sogenannter „HelsinkiPrime“ in der Mache, der womöglich nochmal potenter ist als der Exynos 5433. Das WLAN-Modul des Galaxy Note 4 soll derweil von Broadcomm stammen und den Namen BCM4358 tragen.

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Darüber hinaus meint die Quelle, dass es zwei Variationen des Samsung Galaxy Note 4 geben wird: Intern werden die verschiedenen Konfigurationen als „TB“ und „TR“ geführt. Diesen Modellen werden die Nummern N910 beziehungsweise N915 zugeordnet. Allerdings ist bislang noch unklar, was die Unterschiede beider Phablets-Varianten sein könnten. Letzte Gerüchte nannten gar eine limitierte Version mit gebogenem Display. Spätestens auf der IFA 2014 im Herbst dürften wir mehr wissen.

Quellen: AnTuTu, SamMobile

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