„Ihr erwartet einen microSD-Kartenslot beim Samsung Galaxy Note 5? Tut das besser nicht“ – mit dieser mehr oder minder subtilen Anspielung zerstören die Kollegen von SamMobile kurzerhand die Hoffnungen all jener, die auf eine Speichererweiterung bei Samsungs neuestem Vorzeige-Phablet spekuliert haben. Zudem sind bereits die ersten Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 5 aufgetaucht. 

 

Samsung Galaxy Note 5

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Samsung Galaxy Note 5
Update vom 13. Juli: Wie die gut vernetzten Blogger von Sammobile zu berichten wissen, wird das Galaxy Note 5 allem Anschein nach stattliche 4 GB RAM an Bord haben. Wie auch beim Galaxy S6 wird der Hersteller auf den schnellen LPDDR4 RAM setzen – übrigens wird ein solcher auch im OnePlus 2 zu finden sein. Ferner heißt es, soll die Rückseite aus Glas bestehen. Überdies soll das Phablet wie die Smartphone-Flaggschiffe Samsungs sich kabellos aufladen lassen.

Zugegeben, wirklich überraschend kommt dieser Schritt natürlich nicht – immerhin ist der microSD-Slot bereits beim Samsung Galaxy S6 und Galaxy S6 edge zum Opfer gefallen. Der Nachfolger des nur mäßig erfolgreichen Samsung Galaxy S5 war unter dem Codenamen „Project Zero“ eine komplette Neuentwicklung; Samsung hat viele alte Zöpfe abgeschnitten, die der südkoreanische Hersteller über die Jahre angesammelt hat – dazu gehörte auch die Speichererweiterung via microSD-Kartenslot.

Über die Gründe dieser Entscheidung, die vielen langjährigen Samsung-Fans sauer aufgestoßen ist, lässt sich lediglich spekulieren. Ein fehlender microSD-Kartenslot kann Käufer beispielsweise zwingen, zur nächst höheren Speichervariante zu greifen – das Doppelte an internem Speicher lässt sich Samsung natürlich fürstlich entlohnen. Ein weiterer Grund dürfte zudem der neue UFS 2.0-Speicher sein, der im Galaxy S6 sowie Galaxy S6 edge verbaut ist und deutlich schnellere Zugriffsraten als der veraltete eMMC 5.0-Speicher erlaubt. Eine microSD-Karte mit schlechteren Schreib/Lese-Geschwindigkeiten würde den Geschwindigkeitszuwachs von UFS 2.0 zum Großteil wieder zerstören. Zudem verwendet UFS 2.0 offenbar einen neuen Speicher-Controller, der noch nicht kompatibel zu handelsüblichen microSD-Karten ist.

Android M erlaubt microSD-Karten als internen Speicher

Auch beim Galaxy Note 5, das optisch einige Anleihen am Galaxy S6 nehmen soll, dürfte der neue UFS 2.0-Speicher zum Einsatz kommen, weshalb sich Samsung anscheinend gegen einen microSD-Kartenslot entschieden hat. Angesichts der genannten Komplikationen, die UFS 2.0 mit sich bringt, ist das auch nachvollziehbar – doch leider legt Samsung hier ein sehr schlechtes Timing an den Tag. Denn Google hat seine beharrliche Ignoranz gegenüber microSD-Karten abgelegt und erlaubt ab Android M die Nutzung von microSD-Karten als gleichwertigen internen Speicher. Konsequenz: Nicht mehr nur Musik, Videos und andere Dateien können auf microSD-Karten abgelegt werden, sondern auch Apps. In Zeiten, in denen ein grafisch aufwendiges Spiel gut und gerne mal 2 GB auf die Waage bringt, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Insofern bleibt also zu hoffen, dass Samsung sobald wie möglich einen Weg findet, wieder microSD-Karten in seinen Smartphone-Flaggschiffen zu verbauen.

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Samsung Galaxy Note 5: Mutmaßliche Spezifikationen

Abgesehen vom fehlenden microSD-Kartenslot haben die Kollegen von SamMobile auch die ersten Spezifikationen des Galaxy Note 5 (SM-N920) zutage fördern können. Demnach soll die nunmehr fünfte Generation von Samsungs erfolgreicher Phablet-Reihe ein 5,7 Zoll in der Diagonale messendes Super-AMOLED-Display besitzen, das mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflöst. Die Gerüchte um eine 4K-Auflösung können hiermit offenbar ad acta gelegt werden. Als Prozessor soll der Exynos 7422 verbaut sein – das 64 Bit-fähige SoC verbindet CPU, GPU, RAM, internen Speicher und LTE in einem Package (ePoP) und stellt damit Samsungs erste „All-in-One“-Lösung dar.

Quelle: SamMobile, (2)

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