Warum ich mir ein Galaxy Note 7 mit flachem Display wünsche [Kommentar]

Kaan Gürayer 35

„Schön, aber unpraktisch“ – wollte man Samsungs edge-Displays auf einen kurzen Slogan zusammenschrumpfen, kämen wohl diese drei Wörtchen heraus. Allem Anschein nach wird auch das Galaxy Note 7 mit den abgerundeten Displayrändern versehen. Wir fragen entsetzt: Warum nur? 

Im Jahr 2012 habe ich mir mein allererstes Galaxy Note gegönnt. In der zweiten Generation konnte Samsungs Phablet-Reihe mit einem für damalige Verhältnisse gigantischen 5,5 Zoll in der Diagonale messenden Display aufwarten. Ohne Witz, ich habe mein Galaxy Note 2 heiß und innig geliebt. Es war für mich der Inbegriff des technisch Machbaren – ein Smartphone, das durch und durch den Power-User ansprach. Wechselbarer Akku? Check. Speichererweiterung via microSD? Check. Innovativer Stylus? Check.

Skeptisch musste ich über die vergangenen Jahre aber beobachten, wie der Konzern seine beiden Smartphone-Serien immer mehr anglich. Mittlerweile wandeln Samsungs Vorzeige-Phablets auf den Spuren der Galaxy-S-Serie, sind quasi zu XXL-Versionen des jeweiligen Spitzenmodells aus Südkorea mutiert – vom S-Pen mal abgesehen. Vor allem eingefleischten Note-Fans schmeckte diese Veränderung gar nicht.

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Nur ein Modell – mit Dual-edge-Display

Nachdem das Galaxy Note 5 im vergangenen Jahr aufgrund fehlender Speichererweiterung und fest verbauten Akkus bereits viel Kritik einstecken musste, könnte Samsung beim Galaxy Note 7 (Versionsnummer „6“ soll angeblich übersprungen werden) ein wahrer Sturm der Entrüstung entgegenschlagen. Der Grund: edge-Displays.

Die Gerüchte verdichten sich zunehmend, dass das Samsung das Galaxy Note 7 in der Tat abgerundete Displayränder besitzen wird. Das wäre an sich kein Beinbruch – allerdings sieht es derzeit so aus, als wäre dieses Modell der einzige Vertreter der siebten Note-Generation, sprich: Eine Variante mit flachem Bildschirm ist offensichtlich nicht geplant.

Es fehlt an Funktionalität

Sollten sich die Gerüchte tatsächlich bewahrheiten, würde das Galaxy Note 7 damit von einem Produktiv-Phablet für Power-User zum reinen Lifestyle-Objekt für irgendwelche Spielerfrauen degradiert, neben denen selbst C-Promis noch wie echte Stars aussehen. Nicht falsch verstehen: Natürlich sind Samsungs Dual-edge-Displays wunderschön anzusehen und entlocken uns selbst anno 2016 noch ehrwürdiges „Wow!“ Allein: Es fehlt an Funktionalität. So hübsch die Dual-edge-Displays auch sind, so wenig praktische Vorteile bieten sie im Alltag. Samsungs Note-Reihe hat sich in der Vergangenheit aber dadurch ausgezeichnet, dass sie ein praktischer Alltagshelfer ist. Vorrang hatte die Funktion, erst danach kam die Form – mit dem Galaxy Note 7 könnte es genau umgekehrt werden.

Zwei Versionen, um alle glücklich zu machen

Dass die edge-Displays daran Schuld sind, dass das Note 7 vermutlich eines der teuersten Samsung-Smartphones aller Zeiten wird, ist das Tüpfelchen auf einem ohnehin schon traurigen i. Wir hoffen daher inständig, dass Samsung unsere Gebete erhört und neben einem Galaxy Note 7 mit Dual-edge-Display auch eine Variante mit flachem Bildschirm anbietet und damit all jene glücklich macht, die der Note-Serie jahrelang die Treue gehalten haben und sich mit abgerundeten Displayrändern partout nicht anfreunden können oder wollen.

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