Die Stimmung in den Seoul'schen Konferenzräumen der Konzernzentrale dürfte (kein Wortspiel) aufgehitzt sein. Durch das Akku-Debakel des Galaxy Note 7 verlor Samsung binnen zweier Tage stolze 17 Milliarden Euro Börsenwert – die möglichen Folgen des Imageschadens noch nicht mal einbezogen. Es ist davon auszugehen, dass Köpfe rollen werden.

 

Samsung Galaxy Note 7

Facts 

Im Moment befindet sich die Aktie von Samsung auf einer kritischen Talfahrt. Zuletzt verloren die Wertpapiere des Konzerns während der Finanzkrise 2008 so rasant und drastisch an Wert. Nach der offiziell gestarteten Rückrufaktion und der Intervention der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC sank der Marktwert von Samsung um mehr als 20 Milliarden US-Dollar, das entspricht umgerechnet über 17 Milliarden Euro.

Dabei wird die Rückrufaktion dem Konzern Prognosen zufolge nur rund 1 Milliarde US-Dollar kosten. Zudem sollen in Kürze bereits erste Modelle des Note 7 mit gefahrlosen Akkus eines anderen Lieferanten in Umlauf gebracht werden. Allerdings gehen Analysten und Investoren davon aus, dass sich das Gerät dennoch nicht annähernd so gut verkaufen wird wie zuvor angenommen. Laut ersten Hochrechnungen könnte Samsung das Debakel Gewinneinbußen von bis zu 5 Milliarden US-Dollar bescheren.

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Imageschaden wird Samsung vermutlich noch lange Zeit zusetzen

Seit dem 19. August, dem offiziellen Verkaufsstart des Galaxy Note 7, wurden weltweit etwa 2,5 Millionen Einheiten abgesetzt, die es aufgrund der potenziell gefährlichen Akkus nun vollständig zu ersetzen gilt. Die defekten Energiespeicher stammten dabei sogar von Samsung selbst, für die neue Produktionskette des Phablets will der Konzern jedoch auf Akkus eines Lieferanten zurückgreifen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der damit verbundene Imageschaden noch eine ganze Weile an Samsung haften wird. Dementsprechend kommt die Talfahrt an der Börse wenig überraschend – bleibt abzuwarten, ob sich die Aktie rasch wieder fängt.

Quelle: SamMobile

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