Selbst wenn Besitzer eines defekten Galaxy Note 7 gewillt sind, das Smartphone bei Samsung einzuschicken, kann es durch die Weigerung von Transportunternehmen wie DHL zu Verzögerungen kommen. Eigentlich ist dafür nämlich eine Sonder­genehmigung nötig.

Probleme beim Austausch des Galaxy Note 7

In Deutschland klagen immer mehr Besitzer des Samsung Galaxy Note 7 darüber, dass Transportunternehmen wie DHL die defekten Smartphones mit den gefährlichen Batterien nicht transportieren oder weitertransportieren wollen. Dadurch ist ein Austausch des Galaxy Note 7 nicht möglich und ein Ersatzgerät bekommt der Kunde in dem Fall auch nicht von Samsung gestellt, da dieses erst losgeschickt wird, wenn das defekte Note 7 beim Hersteller ankommt. Durch die Probleme beim Transport bleiben einige Kunden einfach auf ihren gefährlichen Smartphones sitzen.

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DHL verweist auf gesetzliche Transportvorschriften

 

Tatsächlich unterliegt der Transport von Geräten mit Batterien gesetzlichen Vorschriften. Wer schon einmal ein Produkt mit Akku an beispielsweise Amazon zurückgesendet hat, wird darauf hingewiesen, dass der entsprechende Aufkleber über eine potenzielle Explosionsgefahr auf dem Paket angebracht sein muss. Da Samsung aber eine Rückrufaktion gestartet hat und die ausgelieferten Galaxy Note 7 potenziell alle mit defekten Akkus ausgestattet sind, reicht dieser Hinweis nicht mehr. Tatsächlich bräuchte Samsung eine Ausnahmegenehmigung für den Transport – so DHL.

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Samsung selbst gibt an, dass nur wenige Kunden von dem Problem betroffen seien. Eine Lösung scheint es bislang nicht zu geben, wodurch sich die Wartezeit auf ein Austauschgerät verlängert. Nur 1&1 soll den Kunden sofort ein Austauschgerät schicken, damit die Käufer zumindest weiterhin ein anderes Smartphone zur Verfügung haben. Wie es für alle anderen Note-7-Besitzer nun weitergeht, ist nicht bekannt. DHL und Samsung sollen aber in Kontakt stehen und eine Lösung erarbeiten.

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In den USA ähnliche Fälle

Das Problem trifft aber nicht nur in Deutschland zu, sondern auch in den USA. Dort wurden bisher 25 Prozent der defekten Galaxy Note 7 ausgetauscht und nun weigern sich auch dort Transportunternehmen wie Fedex und Co., die Geräte zu transportieren. In den USA kam es immerhin schon zu einigen schwerwiegenden Vorfällen, in denen das Smartphone sich selbst entzündet hat. Einige davon waren aber offenbar gefaked, wie sich nun herausgestellt hat. Trotzdem scheint die Rückrufaktion von Samsung nicht bis ins letzte Detail durchdacht und geplant zu sein.

Quelle: heise, 2 via teltarif

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