Galaxy Note 7: Explodierende Akkus stammen von Samsung selbst

Thomas Lumesberger

Schon jetzt ist der Lieferstopp des Galaxy Note 7 in aller Munde, doch für Samsung wird es noch peinlicher: Wie sich jetzt herausstellt, ist nicht ein Zulieferer für die explodierenden Akkus des High-End-Phablets verantwortlich – der südkoreanische Konzern selbst hat die tickenden Zeitbomben gefertigt.

Die Zeitung „The Korea Herald“ berichtet heute einmal mehr über das Galaxy-Note-7-Fiasko. Nachdem sich bereits Lieferschwierigkeiten angebahnt haben, hat die Nummer Eins der Smartphone-Hersteller jetzt eine Rückruf-Aktion gestartet und muss sämtliche Geräte mit fehlerhaftem Akku austauschen. Das Überraschende an der Meldung: Samsung selbst – oder besser gesagt: das Tochterunternehmen Samsung SDI – ist für einen Großteil der fehlerhaften Akkumulatoren verantwortlich.

Rund 70 Prozent der Galaxy-Note-7-Modelle sind mit einer Batterie aus dem Hause Samsung ausgestattet, während die restlichen Einheiten der Akku-Hersteller ATL zur Verfügung stellt. Der Zulieferer wird in den nächsten Tagen die Produktion deutlich erhöhen müssen, denn Samsung hat jetzt die Fertigung der hauseigenen Note-7-Akkus zumindest zeitweise eingestellt, bis die Probleme beseitigt wurden.

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Schaden in Milliardenhöhe

Ersten Schätzungen zufolge wird der Akku-Fauxpas dem Konzern rund eine Milliarde US-Dollar kosten. Die Rückruf-Aktion könnte Samsung SDI sogar einen Betriebsverlust von 16 Millionen US-Dollar im dritten Quartal einbringen, meint Lee Seung-hyuck, Analyst bei Korea Investment & Securities. Dazu kommt, dass Samsung mit Sicherheit Kunden entgehen werden, da einige wohl nicht so lange auf das Galaxy Note 7 warten möchten, bis das Unternehmen die Probleme mit seinem Edel-Phablet wieder in den Griff bekommen hat.

Quelle: Korea Herald via SamMobile

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