Da auch sämtliche Austauschgeräte des Galaxy Note 7 nicht sicher waren, hat Samsung veranlasst, die Geräte vollständig zu vernichten. Umweltschützer haben ausgerechnet, wie viel Silber, Gold, Kobalt und sonstige Rohstoffe dabei verloren gehen würden.

Die Herstellung von Smartphones oder anderen elektrischen Geräten ist eine enorme Belastung für die Erde. Vor allem die fehlenden Konzepte zum effektiven Recyceln führen zu einer immensen Rohstoffverschwendung und Ressourcenausbeutung. Da Samsung im Zuge des Note-7-Debakels bekannt gegeben hat, dass sämtliche Geräte vollständig vernichtet werden, hat Greenpeace ausgerechnet, wie viele Rohstoffe bei einer möglichen Zerstörungsaktion vernichtet werden.

Jude Lee von der Greenpeace-Niederlassung in Hongkong sagt, dass Samsung hier die Gelegenheit hat, sein Image aufzupolieren und zumindest als umweltfreundliches Unternehmen in den Gedächtnissen der Menschen hängen bleibt. Der koreanische Konzern soll für einen ordentlichen Recyclingprozess sorgen, so die Greenpeace-Sprecherin.

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Unmengen an Edelmetallen werden vernichtet

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Laut koreanischen Medien wurden 4,3 Millionen Galaxy-Note-7-Phablets hergestellt, die jetzt vernichtet werden müssten. Einer Hochrechnung zufolge wiegen die Geräte 727 Tonnen. Dieses Gewicht ist auf die verwendeten Metalle in den Geräten zurückzuführen. Den Angaben von Greenpeace zufolge stecken in den Geräten folgende Materialien:

  • Rund 27 Tonnen Kobalt
  • Rund 2 Tonnen Wolfram
  • Über 1 Tonne Silber
  • Über 100 Kilogramm Gold
  • Rund 40 Kilogramm Palladium
  • Zwischen 10 und 90 Kilogramm Tantal

Noch erschreckender wird diese Statistik, wenn man die Menge der geförderten Rohstoffe bedenkt. Um zum Beispiel 100 Kilogramm Gold zu gewinnen, müssen 100.000 Tonnen Erz und Gestein gefördert werden.

Galaxy-Note-7-Recycling ist vermutlich uninteressant

Natürlich wäre die umweltfreundlichste Variante die Komponenten und Werkstoffe zu recyceln. Platinen oder Akkus könnten eingeschmolzen und die darin enthaltenen Edelmetalle zu 90 Prozent zurückgewonnen werden. Einige Metalle gehen dabei zwar verloren, einen Großteil der verbauten Komponenten könnte Samsung aber in kommenden Geräten wiederverwenden.

Der Aufwand steht allerdings in keiner Relation. Das Produzieren von neuen Teilen ist deutlich günstiger als das Zerlegen, Aufbewahren und Wiederverwenden der Komponenten.

Das letzte Wort ist hier aber noch nicht gesprochen. Samsung hat nämlich nicht angegeben, ob die Smartphones einfach deponiert oder recycelt werden.

Quelle: Heise.de

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