Samsung Galaxy Note 7: Aggressives Design Grund für Explosionen

Philipp Gombert 12

Obwohl mittlerweile bereits Wochen seit dem Produktionsstopp des Galaxy Note 7 vergangen sind, ist der genaue Grund für die Explosionen weiterhin unbekannt. Samsung will die Ursache im Dezember verkünden, doch womöglich kam man dem Unternehmen zuvor.

Die Aufregung um das Galaxy-Note-7-Desaster hat sich mittlerweile gelegt. Nachdem das Phablet auch nach dem vermeintlichen Sicherheitsaustausch weiterhin Feuer fing, entschied sich Samsung für den Produktionsstopp, um weitere Menschen vor Verletzungen zu schützen. Doch stellt sich noch immer die Frage nach dem Grund für die Brände. Samsung will noch in diesem Monat die Explosionsursache verkünden, zwei Hardware-Ingenieure sind jedoch schon jetzt fündig geworden.

Bilderstrecke starten(12 Bilder)
Top 10: Die größten Smartphone-Skandale

Der Akku unter Druck

Dabei stehen wohl zwei Fehlkonstruktionen im Zusammenhang. Zunächst betrachten wir den Akku: Samsung setzt beim Galaxy Note 7 auf einen Lithium-Polymer-Akku bestehend aus einer positiven Lithium-Kobaltoxid-Schicht und einer negativen Grafit-Schicht. Diese werden durch zwei elektrolytgetränkte Schichten aus Polymer getrennt. Letztere ermöglichen den Ionenfluss zwischen der positiven und negativen Schicht, ohne dass diese sich berühren. Sollte es nun dennoch zur Berührung kommen, hätte dies eine starke Hitzeentwicklung und schließlich auch Explosion zur Folge.

galaxy-note-7-teardown

Nun zum zweiten Faktor: Das aggressive Design des Galaxy Note 7 soll Druck auf die Polymer-Schichten ausüben, die für die Sicherheit des Akkus verantwortlich sind. Zudem hat Samsung bereits erklärt, dass besagte Lagen zu dünn konstruiert worden seien. Im Zusammenhang mit normalen mechanischen Anschwellungen des Akkus oder Druck durch die Rückabdeckung könnten die dünnen Polymer-Schichten Schaden nehmen, sodass es zur Berührung der positiven und negativen Schichten kommt — es folgt die Explosion.

Der schmale Grad zwischen Sicherheit und Innovation

Dabei sollen Samsung-Entwickler versucht haben, das Sicherheitsrisiko trotz aggressivem Herstellungsprozess hinsichtlich einer möglichst hohen Akkukapazität zu minimieren. Doch warum sollte Samsung dieses Risiko überhaupt in Kauf genommen haben? Auch auf diese Frage haben die beiden Hardware-Ingenieure eine Antwort: Innovation bedeutet, an die Grenzen zu gehen. Womöglich handelte es sich bei den verwendeten Akkus um neue Entwicklungen, die nicht ausreichend getestet werden konnten. Samsung entschied sich dafür, das Risiko einzugehen — und versagte.

Quelle: Instrumental

Samsung Galaxy S7 edge bei Amazon kaufen* Samsung Galaxy S7 edge mit Vertrag bei DeinHandy.de*

Samsung Galaxy S7 edge im Test (deutsch).

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung