Aus und vorbei: Samsung muss das Galaxy Note 7 aus dem Verkehr ziehen [Kommentar]

Kaan Gürayer

Niemand gibt gerne zu, dass er falsch lag. Doch irren ist nun mal menschlich – und ich habe mich geirrt. Das Galaxy Note 7 entwickelt sich zu einem Desaster. Um Schaden von der Marke und dem Konzern abzuwenden, muss Samsung das Phablet einstampfen. 

Vor gut drei Wochen habe ich meinem geschätzten Kollegen Frank noch vehement widersprochen und dargelegt, weshalb Samsung trotz der Probleme am Galaxy Note 7 festhalten solle.

„Wenn der südkoreanische Hersteller aber am Ball bleibt, der Umtauschprozess so reibungslos wie möglich abläuft und die Austauschgeräte dann kein Feuer mehr fangen, kann aus dem Galaxy Note 7 dennoch ein Erfolg werden“, schrieb ich als Fazit in meiner Replik am 22. September.

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Tatsächlich traf ich mit meiner Einschätzung zum Großteil ins Schwarze: Samsung ist am Ball geblieben und der Umtauschprozess ist auch glatt über die Bühne gegangen. Nur der „klitzekleine Teil“, dass die Austauschgeräte kein Feuer mehr fangen dürfen, hat sich für Samsung dann doch als schwieriger herausgestellt, als ich eigentlich vermutet hätte.

Nun ist das Kind aber, dieses Mal wirklich, in den Brunnen gefallen. Auch angeblich „sichere“ Modelle des Galaxy Note 7 entzünden sich, wie in den vergangenen Tagen mehrfach berichtet wurde. Zwar wurde keiner der Fälle bislang von Samsung offiziell bestätigt, so viel Fairness muss sein, zu diesem Zeitpunkt ist das aber irrelevant. Womöglich werden erst Gerichte abschließend darüber befinden, ob es sich bei den explodierten Galaxy Note 7 wirklich um Austauschgeräte handelt, oder sich gewiefte Zeitgenossen in den klagefreudigen USA lediglich einen finanziellen Vorteil verschaffen wollen.

Vertrauen der Kunden erschüttert

Für das Galaxy Note 7 ist der Zug aber abgefahren. Das Vertrauen der Kundschaft ist maßgeblich erschüttert und US-Provider nehmen das High-End-Phablet bereits aus dem Handel. Das so schmucke 5,7-Zoll-Phablet ist im wahrsten Sinne des Wortes gebrandmarkt und wird sich von diesem Fiasko nicht wieder erholen.

Jetzt ist Samsung am Zuge: Der Hersteller muss einen klaren Schnitt machen und das Galaxy Note 7, so toll das Smartphone an sich auch ist, einstampfen. Nur so lässt sich verhindern, dass das Debakel um das Galaxy Note 7 dauerhaften Schaden an der Marke Samsung verursacht – von der potenziellen Gefahr, die das Gerät für Leib und Leben seiner Besitzer darstellt, mal ganz zu schweigen.

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