Ausprobiert: HDR auf dem Samsung Galaxy Note 8 lässt YouTube und Netflix erstrahlen

Stefan Bubeck 1

YouTube unterstützt seit einiger Zeit Videos mit High Dynamic Range (HDR), das neue Galaxy Note 8 hat das passende Display an Board. Sieht man da einen Unterschied?

Ausprobiert: HDR auf dem Samsung Galaxy Note 8 lässt YouTube und Netflix erstrahlen
Bildquelle: Samsung.

Neulich auf der IFA 2017 beim Messerundgang bei einem Smartphone-Hersteller mitgehört: „Immer höhere Display-Auflösungen – das bringt nicht mehr viel, weil das kaum jemand wahrnimmt. Echte Verbesserungen bringt hingegen HDR. Das muss man einfach gesehen haben, das überzeugt auf Anhieb.“

Tatsächlich kann man den Nutzen eines 4K-Displays im mobilen Format infrage stellen, für die meisten Menschen wirkt Full-HD bereits so scharf, dass keine Steigerung mehr sinnvoll erscheint. Wirkliche Fortschritte sind woanders zu suchen, etwa bei der super-flüssigen Darstellung von 120-Hz-Panels (Sharp Aquos R, iPad Pro 10,5) oder eben bei HDR, womit einige Handys ausgestattet sind (LG G6, LG V30, Sony Xperia XZ1, Samsung Galaxy S8 und andere).

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YouTube-HDR auf dem Note 8: So geht’s

Um mit dem Galaxy Note 8 in den HDR-Genuss mit größeren Dynamik- und Farbumfang (Farbtiefe von 10 Bit statt 8 Bit) sind keine besonderen Einstellungen notwendig, wir haben einfach die aktuelle Version der YouTube App (12.34.55) genutzt, die Samsung-eigene „Video-Optimierung“ (zu finden bei „Erweiterte Funktionen“) war dabei deaktiviert.

Passendes HDR-Material auf YouTube zu finden, ist ganz leicht. Eine Suche nach „HDR“ spuckt eine ganze Reihe von Videos, Playlists und Kanälen aus. Etwa die kleine Playlist der YouTube-Entwickler zum HDR-Launch oder den Kanal „Abandon Visuals“.

HDR-Kennzeichnung: Entsprechende Videos sind in der App mit einem kleinen Symbol gekennzeichnet. Man klickt auf „Einstellungen“ in der Steuerungsleiste: Bei „Qualität“ ist dann abzulesen, ob es sich wirklich um ein HDR-Video handelt. So sieht das dann aus (links bei Netflix, rechts bei Youtube):

Das Video „The Redwoods“ zeigt einen Wanderer im Wald, bei Sekunde 0:25 blitzt die Sonne hervor und die HDR des Note 8 macht sich bemerkbar: Das blendet schon leicht. Zumindest ist es ein Eindruck, der durch den Kontrast zwischen den dunklen Baumstämmen entsteht und tatsächlich an die Erfahrung eines echten Waldspaziergang erinnert. So ähnlich fühlt sich das auch in der Wirklichkeit an.

 

Noch stärker tritt der Effekt beim Video „LG Jazz HDR UHD“ auf, hier zeigt das Note 8 endgültig, was es drauf hat. Die Farben knallen, die Kontraste sind enorm – das Bild wirkt dadurch sehr plastisch und gewinnt an Tiefe. Ein Sony Xperia XZ1 – das beileibe kein schlechtes Display hat, aber offenbar noch kein HDR bei YouTube unterstützt – wirkt direkt danebengelegt etwas blass.

Fazit: HDR ist ein echter Zugewinn

Je nach Quellmaterial ist der HDR-Effekt leicht oder sogar sehr deutlich sichtbar. Nicht nur YouTube, auch die Netflix-App unterstützt HDR, aktuell allerdings nur bei einer Handvoll ausgewählten Smartphones (Auflistung hier) und bei bestimmten Shows (eine Suche in der App nach „HDR“ zeigt passende Sendungen an), etwa Marco Polo oder Daredevil.

Das Display des Galaxy Note 8 ist auch abgesehen davon überragend (Test folgt in Kürze hier auf GIGA), mit HDR-Videos holt man aber definitiv das Maximum heraus. Leider lässt sich das praktisch nicht dokumentieren – etwa in einem Vergleichsvideo – denn dazu braucht der Leser ein HDR-fähiges Endgerät. Es hilft nur eines: Selbst ausprobieren und staunen.

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