Samsung Galaxy Round: Das erste Smartphone mit gebogenem Display ist da

Andreas Floemer 25

Samsung kann in Südkorea jetzt ganz laut „Erster!“ schreien, denn das Unternehmen hat am heutigen Mittwoch das erste Smartphone mit gebogenem Display vorgestellt. Das Samsung Galaxy Round ist optisch eine Mischung aus Galaxy S4 und Galaxy Note 3, wobei die Spezifikationen mit denen des Note 3 nahezu identisch sind. Wer sich nun hierzulande schon seine Geldbörse bereit gelegt hat, kann diese aber getrost wieder einstecken, denn das Gerät wird ab dem 10. Oktober vorerst nur in Samsungs Heimatland erstanden werden können.

Samsung Galaxy Round: Das erste Smartphone mit gebogenem Display ist da

Samsung hat also das Rennen gegen LG um das erste Smartphone mit gebogenem Display gewonnen. Das um die Längsachse nach innen gebogene AMOLED-Display des Galaxy Round kommt mit einer Diagonale von 5,7 Zoll sowie Full HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und entspricht somit der Größe des jüngst vorgestellten Galaxy Note 3. Auch die weiteren Spezifikationen sind denen des neuen Samsung-Phablets nicht unähnlich: So verfügt das Galaxy Round über einen Snapdragon 800 mit einer Taktfrequenz von 2,3 GHz, 3 GB RAM und eine 13 MP-Kamera.

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Die Form des Gerätes selbst wirkt auf den ersten Blick allerdings etwas ernüchternd — schließlich gab es mit dem Galaxy Nexus schon einmal ein Gerät mit einer ähnlichen Form, allerdings war die Krümmung entlang der Querachse und mittels einer zusätzlich aufgetragenen Schicht Glas realisiert worden. Beim Galaxy Round wird das Display dank flexibler OLED-Technologie selbst gebogen. Diese neue Display-Technik setzt nicht mehr auf Glas, sondern auf einen Kunststoff, der sich durch höhere Robustheit, ein geringeres Gewicht und eine dünnere Bauweise gegenüber handelsüblichen Displays auszeichnet – man kann sich nun also theoretisch getrost auf das Display setzen, ohne dass es gleich zerspringt.

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Aufgrund der gebogenen Form des 7,9 Millimeter dünnen und 154 Gramm wiegenden Phablets konnte Samsung in diesem Gerät lediglich einen 2.800 mAh Akku einsetzen – der Hersteller verfügt im Unterschied zu LG nicht über die sogenannten stepped Batterien, geschweige denn flexible Akkutechnologie, mit denen freier Innenraum besser ausgenutzt werden kann. Des Weiteren musste der S-Pen daran glauben und auch der Wacom-Digitizer wurde gestrichen. Um die Anmutung des Galaxy Note 3 zu behalten, wurde allerdings ebenfalls auf die Kunstleder-Optik auf der Rückseite gesetzt.

Es hat den Anschein, als wüsste Samsung selbst noch nicht so genau, was man mit der neuen Display-Technologie anfangen soll, denn als offenbar einziges herausragendes Software-Feature wird der sogenannte „Roll-Effect“ hervorgehoben: Durch eine Wippbewegung kann das Display aktiviert und ein Blick auf Datum, Zeit, verpasste Anrufe und die verbleibende Akkukapazität geworfen werden:

Das Galaxy Round darf aber nur als ein erstes von vielen weiteren Smartphones mit gebogenen Displays betrachtet werden – es ist davon auszugehen, dass die Technologie beispielsweise auch in kommenden Flaggschiffen Samsungs zu finden sein wird – nicht, um zwingend neue Software-Features zu integrieren, sondern um robustere und schlankere Geräte herstellen zu können. Wir dürfen gespannt sein, was in den nächsten Monaten an weiteren Modellen aus dem Hause Samsung und LG kommt.

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Quelle: SamsungTomorrow 1, 2 [via Anandtech]

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