Samsung Galaxy S10: Display-Fingerabdruckscanner – nicht bei jedem Modell

Marco Kratzenberg

Samsung hat beim Galaxy S10 endlich den Fingerabdruckscanner von der Rückseite entfernt. Jetzt gibt es einen Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display. Doch nicht alle drei neuen Modelle verfügen über diese Technik.

Noch im März 2017 hat jemand von Samsung angeblich gesagt „Wir schaffen den Fingerabdruck ab, er ist überflüssig“. Aber von der Idee, nur noch auf Gesichtserkennung zu setzen, ist man mittlerweile abgerückt. Während sich beim Galaxy S9 der Fingerabdrucksensor noch auf der Rückseite befand, hat man beim Samsung Galaxy S10 den Fingerabdruckscanner neu konzipiert und im unteren Bereich des Display unsichtbar eingefügt. Allerdings verfügen nicht alle drei Modelle über diese aufwendige Technik – das Galaxy S10e löst das Problem anders.

Die Funktionsweise des Galaxy-S10-Finderabdruckscanners zeigt euch dieses Video von Samsung:

Samsung Galaxy S0/S10+: Fingerabdrucksensor im Display | Samsung.de.

So funktioniert der Fingerabdruckscanner beim Galaxy S10, S10+ und S10e

Samsungs Galaxy S10 ist in allen drei Varianten wirklich nahezu randlos. Es gibt keinen Home-Button, keinen Notch und keine Ränder oben und unten. Für einen Fingerabdruckscanner ist also beim S10 kein Platz und auch auf der Rückseite sucht man ihn vergebens.

Grundsätzlich könnt ihr weiterhin wie gewohnt euer Handy entsperren. Das S10 bietet euch dazu die Möglichkeiten der Gesichtserkennung, der PIN, des Passworts oder des Musters. Aber als weitere biometrische Methode – neben dem Gesicht – verfügen alle drei Modelle des Samsung Galaxy S10 über einen Fingerabdruckscanner.

  • Beim Galaxy S10 und S10+ ist das ein Ultraschall-Fingerabdruckscanner unter dem Display.
  • Beim Samsung Galaxy S10e wird ein kapazitiver Fingerabdrucksensor genutzt, der sich im Power-Button befindet.

So oder so ist Schluss mit der Suche nach der richtigen Stelle auf der Rückseite – und der verschmierten Kamera.

Der Fingerabdruckscanner des Samsung Galaxy S10 sowie des S10+ haben in unserem ersten Test sehr gut funktioniert. Wurde ein Fingerabdruck eingerichtet, seht ihr im gesperrten Gerät einen stilisierten Fingerabdruck an der Stelle, an der ihr euren Finger auflegen sollt. Dieser wird dann „von unten“ durch Ultraschall abgetastet.

Beim Galaxy S10e ist das anders gelöst. Da befinden sich die Lautstärke-Wippe und der ungeliebte Bixby-Button an der linken Seite des Geräts. Rechts ist der Power-Button zu sehen. Er ist aber weniger wie ein Button gestaltet und mehr als leichte pillenförmige Vertiefung.

Dort legt ihr euren Finger zum Entsperren auf, wie ihr es vorher auf der Rückseite der Samsung-Smartphones getan habt. Er wird dann – wie etwa beim Galaxy S9 – kapazitiv eingelesen und entsperrt das Handy.

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Kritik am Fingerabdruckscanner im Samsung Galaxy S10 und S10+

So nett und „Poser-geeignet“ der Fingerabdruckscanner im Display des Galaxy S10 und S10+ auch ist, er hat doch ein paar „Konzeptschwächen“.

Wer beispielsweise früher einfach nur den Zeigefinger der linken Hand zum Sensor auf dem Rücken ausgestreckt hat, muss jetzt sein Handy nochmal nachfassen oder benötigt die zweite Hand zum Entsperren.

Noch problematischer ist aber das Einloggen in Apps, wie etwa beim Online-Banking. Einige Anwendungen bieten euch die Option, entweder über „Samsung Pass“ oder Android-Sicherheitsfunktionen, statt die Eingabe des Namens und Passwortes einfach mit dem Fingerabdruck zu ersetzen oder so einen Kauf zu bestätigen. Das ist eine gute Lösung, solange ihr dazu einen freistehenden Fingerabdrucksensor nutzt – aber bei der In-Display-Lösung müsst ihr auf den Bildschirm tippen und wie sich das in der Praxis auswirkt, muss sich noch zeigen.

Davon abgesehen hasst jeder Fingerabdrücke auf dem Display. Und jetzt sollt ihr mehrmals am Tag einen eurer Finger absichtlich auf den Bildschirm drücken.

Ihr erkennt das Handy dann an einer typischen Bewegung: Daumen nach unten drücken – dann mit dem Ärmel nachwischen. Ah, ein Galaxy 10!

Was sich allerdings in unseren Versuchen nicht bewahrheitete, ist die Behauptung einiger amerikanischer Quellen: Auch mit einer Displayfolie hatten die Geräte kein Problem bei der Fingerabdruckerkennung.

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