Samsung Galaxy S3: Polycarbonat, nicht Plastik

Amir Tamannai 82

Da haben wir dem kommenden Samsung Galaxy S3 wohl Unrecht getan, als wir in den vergangenen Wochen seit der Vorstellung des Smartphones in London immer so lapidar von einem Plastik-Gehäuse gesprochen haben – wie Samsung selbst nun berichtigt hat, kommt das S3 im Polycarbonat-Gewand. Was daran besser ist, erklären wir im Folgenden.

Samsung Galaxy S3: Polycarbonat, nicht Plastik

Wenn es bei der Präsentation des Samsung Galaxy S3 am 3. Mai im Londoner Erals Court für uns einen Grund für ein bisschen Enttäuschung gab, dann war das das Kunststoffgehäuse des Smartphones – wir hatten ja doch irgendwo auf Keramik oder etwas Aluminium-Ähnliches gehofft. Stattdessen sahen sowohl die blaue als auch vor allem die weiße Variante des Quad Core-Gerätes nach ordinärem Plastik aus.

Fehleinschätzung unsererseits, wie Samsung nun gegenüber phoneArena erklärt hat:

Polycarbonate is used on the battery cover. Polycarbonate is lightweight, solid and is already being widely used in the mobile industry. It was chosen as the best material to represent the minimal organic design of GALAXY S III. Using three layers of high quality, pure and clear polycarbonate, not only is the phone’s aesthetic elevated, but the durability and scratch resistance is maximized.

Das Galaxy S3 kommt also doch verpackt in einem hochwertigen Gehäuse – bestehend aus dem wohl bescheidensten aller Edelwerkstoffe: Polycarbonat sieht aus wie Plastik, fühlt sich an wie Plastik, riecht wie … (na gut, das weiß ich nicht), ist aber viel toller als Plastik. Für alle Werkstoffunkundigen (wie mich) haben die Kollegen von phoneArena mal etwas über das Material in Erfahrung gebracht:

So kann Polycarbonat bis zu 300-mal widerstandsfähiger als gewöhnliches Plastik sein – leider lässt sich das in Zahlen nicht direkt mit anderen Materialien wie Glas, Alu oder Keramik messen. Vergleich lässt es sich aber mit dem Kevlar-Gehäuse des Motorola RAZR. Abhängig von der genauen Beschaffenheit des im Galaxy S3 eingesetzten Polycarbonats sollte das stärker, mindestens aber ebenso widerstandsfähig wie das Kevlar des RAZR sein – es folgen trockene Zahlen: Reines Polycarbonat hat eine Zerreißfestigkeit zwischen 10.000 und 10.500, ein Biegefestigkeit zwischen 12.000 und 17.000 und eine von Druckfestigkeit von 11.000; Kevlar kommt zum Vergleich auf Werte von 12.500 (Zerreißfestigkeit), 17.000 (Biegefestigkeit) 16.000 (Druckfestigkeit). Gleichzeitig rangiert Polycarbonat aber auf der Rockwell-SKala für Festigkeit mit einem Wert von R118 leicht über Kevlar (R115) und verfügt gleichzeitig über eine leicht höhere Wertung im IZOD-Kerbschlagbiegeversuch.

Zusammengefasst lässt sich damit wohl sagen, dass das Gehäuse des Galaxy S3 stabiler sein dürfte, als es aussieht – auch wenn beispielsweise die Kratzeranfälligkeit bestimmt höher ist, als bei einem Gerät mit Aluminium-Unibody. Naja, und Look und Feel des S3 bleiben eben trotz Edelwerkstoff eher „plastiky“. Dennoch: Schön zu wissen, dass Samsung auch beim Gehäuse seines neuen Flaggschiffs hochwertige Materialien verbaut hat; und für das damit verbundenen Understatement darf man die Koreaner auch ruhig loben.

Quelle: phoneArena

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