Nutzbarer Speicher: Galaxy S4 lässt von 16 GB am wenigsten übrig [Smartphone-Vergleich]

Kaan Gürayer 26

In Zeiten, da ein grafisch aufwändiges Spiel gut und gerne mal 1,5 GB oder mehr auf die Waage bringt, ist die Frage nach der Größe des internen Speichers mindestens so kaufentscheidend wie der verbaute Prozessor oder die Kamera. Aber wie viel bleiben davon übrig, nachdem das OS und vorinstallierte Apps ja nun meist ordentlich Platz wegnehmen? Ein interessanter Vergleich zwischen aktuellen Topmodellen gibt Aufschluss über die Speicherverschwendung diverser Smartphones mit 16 GB Speicher – und kürt das Samsung Galaxy S4 zum klaren Verlierer.

Im Test, den die britischen Kollegen von Which durchgeführt haben, ging es nicht um Performance-Benchmarks oder die Foto-Qualitäten der Kamera, sondern um die einfache Frage: Wieviel des 16 GB internen Flash-Speichers stehen dem Nutzer eigentlich tatsächlich zur freien Verfügung? Dazu wurden die aktuellen Topmodelle von Apple, Google, Sony, Blackberry, HTC, LG sowie Samsung unter die Lupe genommen. Auch wenn die Grafik etwas „krumm“ ist – zwischen iPhone 5C, Nexus 5 und iPhone 5S dürfte bei den Balken nicht so ein großer Unterschied sein – sind die Ergebnisse sehr aufschlussreich.

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Smartphone-Konzepte vs. Realität (iPhone 5, Galaxy S5 & Co.)

Von allen getesteten Geräten war das iPhone 5C noch am großzügigsten und hat dem Nutzer von 16 GB internem Speicher noch 12,60 GB zur freien Nutzung gelassen. Dicht auf den Fersen des Apple-Smartphones ist das Nexus 5 (Test) aus der Schmiede von Google/LG, das noch mit 12,28 GB an freiem Speicher punkten konnte. Die Bronze-Medaille ergatterte sich wieder ein Smartphone aus Cupertino: das iPhone 5S mit 12,20 GB frei nutzbarem Speicher.

Auf den Plätzen vier und fünf landeten das Sony Xperia Z1 (Test) sowie Blackberry Z30 mit 11,43 GB bzw. 11,20 GB an freiem Speicher. Abgeschlagen auf Platz 6 und 7 finden wir das HTC One Mini (Test) und LG G2 (Test), die noch 10,44 GB resp. 10,37 GB aufweisen können. Mit großem Abstand belegt jedoch das Samsung Galaxy S4 (Test) den letzten Platz im Test. Von beworbenen 16 GB bleiben am Ende nur noch magere 8,56 GB übrig. In unseren Testberichten zu beiden letztgenannten Geräten hatten wir diesen Punkt deutlich angeprangert.

Natürlich könnte man zur Verteidigung Samsungs einwenden, dass es einen micro SD-Kartenslot mit sich bringt und diese Tatsache die Speicher-Problematik damit ein bisschen abfedert. Das gleiche trifft übrigens auch auf das Sony Xperia Z1 zu. Aber das gilt bekanntlich nur für Medien wie Musik oder Filme, Anwendungen lassen sich ohne tiefer gehende Kenntnisse nicht so leicht auf die SD-Karte verschieben. Dazu, sich mit Root-Hilfsmitteln wie Apps 2 SD zu behelfen, hat ein normaler Nutzer in der Regel weder Zeit noch Lust.

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Besonders eklatant ist der Vergleich zwischen Nexus 5 und Samsung Galaxy S4: während das Nexus 5 dem Nutzer noch 77 Prozent des Speichers zu freien Verfügung lässt, müssen sich Käufer des S4 mit 54 Prozent begnügen. Hier macht sich wohl ganz eindeutig TouchWiz mit Features wie AirView, SmartScroll und Co. bemerkbar. Die Moral von der Geschicht: Je „nackter“ also ein Android ist, desto mehr bleibt am Ende für den Nutzer an internem Speicher übrig.

Nur etwas mehr als die Hälfte an nutzbarem Speicher beim S4 - sollte Samsung TouchWiz nicht langsam mal auf Diät setzen? Meinungen in die Kommentare.

Quelle: Which [via Cult of Android]

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