Samsung Galaxy S5: 16 GB-Modell bietet nur 8 GB freien Speicher

Tuan Le 48

Samsung hat mit der Präsentation des Galaxy S5 sicherlich viele überrascht und mitunter auch enttäuscht. Während man sich über das Design oder den Nutzen von Features wie dem Pulsmesser streiten kann, hat Samsung in Sachen Speichermanagement definitiv einen Fehler begangen und bei der 16 GB-Variante des Galaxy S5 gerade einmal knapp 8 GB internen Speicher frei gelassen. Somit steht den Nutzern unmittelbar nach dem Kauf des Gerätes weniger als die Hälfte des eigentlich versprochenen Speichers zur Verfügung.

Samsung Galaxy S5: 16 GB-Modell bietet nur 8 GB freien Speicher

Zugegeben, eigentlich erhält man bei keinem Hersteller tatsächlich soviel freien Speicher, wie es auf der Verpackung angegeben wird, denn das Betriebssystem eines Smartphones verbraucht nun einmal einen Teil der Kapazitäten. Es ist allerdings so, dass Samsung beim Galaxy S5 selbst im Vergleich zur Konkurrenz bedeutend weniger freien Speicher freilässt, als der Kunde eigentlich erwarten würde – und das beileibe nicht zum ersten Mal. In einem früheren Vergleich Schnitt das Samsung Galaxy S4 bereits unterdurchschnittlich ab und die vermeintliche 16 GB-Variante entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Smartphone mit gerade mal 8,46 GB für den Nutzer verfügbaren Speicher. Beim Galaxy S5 stehen sogar nur 7,86 GB zur Verfügung – vermutlich fordern die neuen Apps und Features, welche mit dem Herzfrequenzmessgerät einhergehen, zusätzlichen Platz im Vergleich zum Vorgänger. Somit wäre die Rede von einer 8 GB-Variante vermutlich eher gerechtfertigt, wobei man sich damit trösten kann, dass man bei der 32 GB-Version tatsächlich fast 16 GB freien Speicher hinzugewinnt.

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Dabei wurde die Oberfläche von TouchWiz komplett überarbeitet und soll nun modern und „erwachsener“ wirken – das sieht auf den ersten Blick zwar durchaus danach aus, doch wenn dann für den Kunden im Anschluss noch weniger Speicher als zuvor übrig bleibt, merkt man dem S5 die „Bloatware“ immer noch deutlich an. Selbst der microSD-Slot kann nur bedingt Abhilfe leisten, da App2SD bei bestimmten Applikationen nach wie vor Probleme bereitet oder schlichtweg nicht funktioniert. Obendrein kommen die Probleme mit der KNOX-Sicherung, welche viele Nutzer davon abhält, einfach einen Custom-ROM zu flashen. Dadurch wäre es wenigstens mit etwas Arbeit möglich, mehr als 4 GB an internem Speicher hinzuzugewinnen, wie etwa bei der Google Play Edition des Galaxy S4 sehen kann: Diese bietet nämlich 12 anstelle von nur 8 GB internem Speicher. Wer sich mit der Speicher-Mogelpackung nicht zufrieden geben will, muss entweder zur 32 GB-Variante des S5 greifen, auf eine Google Play Edition warten – oder sich schlicht und ergreifend für ein anderes Smartphone entscheiden.

Ist der beschränkte interne Speicher für euch ein K.O.Kriterium für das Galaxy S5? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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Quelle: androidcentral

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