Samsung Galaxy S5: Einblicke ins Testlabor des Herstellers

Rafael Thiel 11

Bevor Smartphones – insbesondere High End-Geräte – der breiten Masse für teures Geld zum Verkauf angeboten werden, müssen diese auf Herz und Nieren geprüft werden. Auch bei Samsung-Geräten ist dies der Fall. Die Kollegen von Business Insider haben Einblicke in die Testlabore Samsungs erhalten und konnten erfahren, welche Hürden der Qualitätssicherung das Samsung Galaxy S5 passieren muss, bevor es in die Hände der Kunden gelangt. 

Samsung Galaxy S5: Einblicke ins Testlabor des Herstellers

In dem unten abgebildeten Raum testet Samsung die verbauten Funkantennen des Samsung Galaxy S5. Die Konstruktion und das spezielle Material absorbieren sämtliche Radiowellen, wodurch ein offenes Gelände ohne Wände simuliert wird. Zudem wird getestet, inwiefern die abgehende Strahlung andere elektronische Geräte beeinflussen kann.

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Ein moderner Mythos besagt, dass Handys durch ihre Strahlung Krebs verursachen können. Zwar trifft das ob der Geringfügigkeit der Strahlung schlichtweg nicht zu, doch muss jedes neue Gerät getestet werden, ob die Emission unterhalb des vom jeweiligen Land erlaubten Sollwerts liegt, bevor es verkauft werden darf. Die Flüssigkeit in den Becken simuliert hierbei einen menschlichen Körper, während Messinstrumente Auskunft über die davon absorbierte Strahlung geben.

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Das Samsung Galaxy S5 wird als wasser- und staubresistent vermarktet und ist entsprechend nach dem Industriestandard IP67 zertifiziert. Doch der Hersteller garantiert auch eine lange Haltbarkeit dieser Resistenz, welche in jener Anlage durch Simulation verschiedener Extremsituationen getestet wird.

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Man möchte es kaum glauben, aber sogar der Hersteller selber führt sogenannte Drop-Tests durch. Allerdings sind diese deutlich professioneller und reproduzierbarer durchgeführt als die meisten in im Internet kursierenden Videos festgehaltenen Testversuche. Mithilfe einer High-Speed-Kamera können etwaige Schwachpunkte der Gehäusekonstruktion erkannt werden. Hierzu wird das Smartphone aus unterschiedlichen Höhen und Winkeln der Schwerkraft überlassen und dabei genau beobachtet.

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Bekannte Abnutzungserscheinungen bei Smartphones sind die Bedienelemente der Hardware, schließlich sind diese den meisten äußeren Einwirkungen ausgesetzt. Dieser Roboter simuliert tausende Bedienungen des Home-Buttons um zu eruieren, ob dieser die Lebensdauer eines Smartphones durchhält.

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Natürlich wird auch die Kamera in diversen Szenarien auf verschiedene Aspekte hin getestet, wie zum Beispiel die Farbwiedergabe und der Weißabgleich unter verschiedenen Lichtbedingungen. Ebenso wird die Flexibilität und Anpassbarkeit an die jeweilige Situation des Blitzes und der dem zugrunde liegenden Software getestet. Dadurch soll eine möglichst akkurate und realistische Aufnahme eines Momentes garantiert werden.

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Entgegen der gefühlt relativ geringen Nutzung ist auch die Gesprächsqualität beim Telefonieren ein Element, das sorgfältig getestet werden muss. Ingenieure setzen das Smartphone verschiedenen Geräuschkulissen aus und prüfen die vom Gerät aufgenommene Audioqualität – ein zweites Mikrofon soll ungewollte Geräusche herausfiltern und dabei die Stimme natürlich belassen. Sogar etwaige Beeinträchtigungen beim Halten ans Ohr werden bei der Testprozedur berücksichtigt. Interessanterweise sind die Smartphones abhängig von der Zielregion und der dort angeblich vorherrschenden Geräuschkulisse angepasst. Ein europäisches Samsung-Gerät beispielsweise ist anders konfiguriert als eines, das in China verkauft wird.

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Zum Schluss sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Bericht von Business Insider von Samsung gesponsert wurde. Nichtsdestotrotz sind einige interessante Einblicke zu Tage gekommen, die man sonst nicht hätte erhalten können. Ob diese allerdings manche dazu bewegen sich ein Samsung Galaxy S5 zu kaufen? Ein umfangreicher Testbericht aus unserer „Feder“ wird in Bälde folgen und darlegen, ob das neue Samsung-Topmodell ein würdiger Nachfolger der Vorgänger Galaxy S3 (Test) und Galaxy S4 (Test) ist.

Quelle: Business Insider [via AndroidAuthority]

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