Samsung Galaxy S5: Produktionsprobleme bei der Kamera-Linse könnte zu Lieferengpässen führen

Andreas Floemer 4

Samsungs neues Smartphone-Flaggschiff, das Galaxy S5, steht fürwahr unter keinem sonderlich guten Stern: Älteren Berichten aus Südkorea zufolge gibt es Probleme mit dem Fingerabdrucksensor, zudem ist die Fertigungshalle der Leiterplatten für die Mainboards Opfer eines Feuers geworden. Nun gibt es zu allem Überfluss offenbar noch Probleme bei der Produktion der ISOCELL-Kameralinse.

Samsung Galaxy S5: Produktionsprobleme bei der Kamera-Linse könnte zu Lieferengpässen führen

Samsungs Galaxy S5 ist mit einer besonderen Kameratechnologie ausgestattet, die der Hersteller ISOCELL nennt. Diese soll im Unterschied zur weit verbreiteten BSI-Technologie laut Hersteller dazu in der Lage sein, Fotos mit geringerem Bildrauschen sowie helleren und natürlicheren Farben zu produzieren. Der Sensor ist aber nur ein Teil der Kamera, dieser scheint auch nicht das Problem zu sein, sondern die spezielle Linsenkonstruktion.

Wie die südkoreanische Publikation ETNews berichtet, setzt Samsung bei der Galaxy S5-Kamera auf eine Linsen-Konstruktion, die aus sechs einzelnen Linsen besteht und in ein kompaktes Kamera-Modul eingefasst werden muss. Dieses Verfahren erweist sich ETNews zufolge als äußerst kompliziert, denn schon die geringste Abweichung von der Vorgabe kann zu optischen Verzerrungen führen, sodass sie nicht verbaut werden kann.

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Einer Quelle zufolge werden die Linsen aus diesem Grund bei Samsung zusammengesetzt, da man konzernintern über eine größere Erfahrung verfüge und präziser arbeite. Das fertige Modul wird anschließend an den Zulieferer gesendet. Problem: Man hatte erwartet, bereits im vergangenen Monat voll in Produktion gehen zu können. Wie der Insider jedoch berichtet, sei man immer noch bei einer Auslastung von nur 20 bis 30 Prozent. Um Galaxy S5-Geräte in ausreichender Stückzahl zum Verkaufsstart in 150 Ländern zum 11. April bereitstellen zu können, müsste die Produktion rasch hochgefahren werden, was offenbar leichter gesagt als getan ist. Zwar arbeite man schon beinahe Tag und Nacht durch, man kommt aber offenbar nicht hinterher. Daher wird derzeit spekuliert, dass sich der Verkaufsstart in manchen Regionen nach hinten verschieben könnte.

Ob die ISOCELL-Kamera mitsamt ihrer Linsen-Konstruktion die Mühe wert ist, werden wir wohl erst in einem umfangreichen Test herausfinden; laut eines ersten Testberichts von einer russischen Seite soll die Kamera gar schlechter als die des Galaxy S4 sein. Hier sollte man aber besser Vorsicht walten lassen, denn es ist durchaus möglich, dass die Kollegen ein Vorserienmodell in Händen hatten. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt darauf, ob die Bildqualität mit der des Lumia 1020 oder des iPhone 5s in Konkurrenz treten kann.

Quelle: ETNews [via PhoneArena]

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