Samsung Galaxy S5: Teardown zeigt schlechtere Reparierbarkeit des neuen Smartphones

Kaan Gürayer 9

Es hat mittlerweile Tradition, dass sich Seiten wie iFixit, sobald neue Smartphone-Topmodelle von Apple Samsung, HTC und Co. auf den Markt kommen, den Werkzeugkasten schnappen und diese nach allen Regeln der Kunst zerlegen. Teardown nennt sich der nette Sport und soll überprüfen, wie leicht sich die Smartphones reparieren lassen. Nachdem schon das neue HTC One in seine Einzelteile zerlegt wurde, ist jetzt das Samsung Galaxy S5 an der Reihe – mit einem ernüchternden Ergebnis. 

Man mag ja über das Aussehen und die Verarbeitungsqualität der Smartphones aus dem Hause Samsung streiten, doch die Plastikgehäuse im Verbund mit dem wechselbaren Akku bringen den Geräten auch einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich relativ leicht reparieren. Schon das Samsung Galaxy S4 hat sich leicht auseinander nehmen und reparieren lassen und so bestand auch die begründete Hoffnung, der Nachfolger würde sich in dieser Hinsicht ebenfalls keine Blöße geben – doch die IP67-Zertifizierung macht der Hoffnung einen Strich durch die Rechnung.

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Samsung Galaxy S5: Bilder des High-End-Smartphones

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Obwohl das Galaxy S5 erst am 11. April auf den Markt kommen soll, haben es die russischen Kollegen von ferra.ru jetzt schon geschafft, das 5,1 Zoll-Smartphone in ihre Finger zu bekommen und haben es einem Teardown unterzogen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Aufgrund der IP67-Zertifizierung, die das Flaggschiff gegen Wasser und Staub schützt, soll sich das Galaxy S5 wohl deutlich schwieriger öffnen und damit auch reparieren lassen. So benutzt Samsung beispielsweise einen speziellen Klebstoff, um das Touchdisplay ans Gehäuse zu kleben, der nur sehr schwer abzulösen ist. Ist das Display erst einmal vom Rest des Gehäuses getrennt, geht der Teardown zwar einfacher vonstatten, dauert aber immer noch länger als eine Stunde.

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Ein weiteres interessantes Detail, welches die Zerlegung des Samsung Galaxy S5 zu Tage fördert, ist der verbaute Akku. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen, deren Batterien mehr oder minder die Form eines Quadrats hatten, setzt Samsung beim Galaxy S5 auf einen in die Länge gezogen Akku. Möglicherweise erlaubt diese rechteckige Bauart, mehr Power in den Akku zu pressen. Wir erinnern uns: Der Akku des Galaxy S5 bietet 2.800 mAh, während der im Galaxy S4 mit 2.600 mAh etwas schwächer ist.

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Was haltet ihr von solchen Teardowns? Beeinflusst die Tatsache, wie leicht oder schwer ein Smartphone zu reparieren ist, eure Kaufentscheidung? Meinungen dazu bitte in die Kommentare.

Quelle: ferra.ru (Google Translate)  [via Pocketnow, phoneArena]

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