Samsung Galaxy S5: Wohl doch ohne Metallgehäuse [Gerücht]

Andreas Floemer 21

Die Gerüchteküche zum Samsung Galaxy S5 ist in der Ping-Pong-Phase angelangt, in der eine Quelle das Gegenteil von dem behauptet, was eine andere als gegeben darstellt. Die Rede ist von der Aussicht, dass das nächste Topmodell der Südkoreaner mit einem Metallgehäuse versehen sein soll, was laut einer südkoreanischen Website nun doch nicht der Fall ist. Eine weitere Quelle deutet ähnliches an, wobei die Metallgehäuse-Pläne nicht vollkommen ad acta gelegt zu sein scheinen. 

Schon mehrfach berichteten wir über Samsungs angebliche Pläne beim nächsten Smartphone-Topmodell, namentlich dem Galaxy S5, auf Metall zu setzen, wobei die Südkoreaner angeblich zwei Varianten in der Mache haben, von denen eines weiterhin aus Kunststoff bestehen soll. Zudem hatte eine weitere Quelle kolportiert, dass Samsung gleich mehrere Spezialisten für die Herstellung von Metallgehäusen verpflichtet haben soll – einer von ihnen ist demnach gar das taiwanische Unternehmen Catcher, das beispielsweise für die Gehäuse des HTC One und Apples iPad mini verantwortlich ist.

Nun heißt es allerdings aus Herstellerkreisen – unter anderem von Catcher – dass es derzeit eher unwahrscheinlich ist, dass Samsungs Galaxy S5 mit einem Metallgehäuse glänzen wird. Denn keiner der Gehäusehersteller habe mit der Massenproduktion ebenjener Chassis begonnen. Falls das neue Flaggschiff, wie kürzlich berichtet, bereits im Zuge des Mobile World Congress 2014 gegen Ende Februar präsentiert wird, wäre man dafür etwas spät dran.

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Samsung Galaxy S5: Bilder des High-End-Smartphones

Weiter berichten die Digitimes, dass Samsung sich derzeit noch in der Evaluationsphase befinde und noch nicht final entschieden habe, ob man überhaupt auf Metall setzen werde. Darüber hinaus soll die Quelle der Auffassung sein, dass Samsung es im Grunde nicht nötig habe, Polycarbonat durch Metall zu ersetzen, schließlich habe sich der Konzern mit Plastik-Gehäusen zum größten Smartphone-Hersteller der Welt entwickelt. Ein Wechsel zu Metallgehäusen würde zudem die Produktionskosten signifikant in die Höhe treiben.

Laut der von Digitimes zitierten Quelle könne Samsung tendenziell dennoch von Polycarbonat auf Verbundmaterialien wie Fiberglas/Plastik oder Carbon/Plastik umsteigen, womit Samsung die Produktionskosten noch weiter senken könne.

Samsung-Smartphones mit Metallgehäuse und Nano-Coating

Auch wenn das Samsung Galaxy S5 wie die Vorgänger womöglich mit einem Polycarbonat-Gehäuse daherkommt, stehen die Chancen, dass wir irgendwann doch einmal ein Samsung-Galaxy-Gerät aus Metall sehen könnte doch gar nicht mal so schlecht. Denn die R&D-Abteilung sei laut des Magazins ETNews dabei, an Methoden der Oberflächenverstärkung vom Metallgehäusen zu arbeiten, mit der das zwar robuste und edle, aber leicht zu Kratzern neigende Aluminium besser geschützt sei.

Bei der in Entwicklung befindlichen Beschichtung soll es sich um eine Art Nano-Coating aus Carbon handeln. Dabei wird das Material unter hohem Druck sehr hoch erhitzt, bis es sich verflüssigt – auf diesem Wege entsteht ein Diamant-ähnlicher amorpher Kohlenstoff. Die dabei entstandene Masse soll auf ein Metallgehäuse aufgetragen werden, wodurch dieses kratzfester und stoßunempfindlicher werden soll.

Wann und vor allem ob Samsung diese viel versprechende härtende Nanobeschichtung verwenden wird, ist fraglich, allerdings wäre dies eine durchaus willkommene Verbesserung von Metallgehäusen. Denn auch wenn sie sich hochwertiger anfühlen, ist die Kratzer- und Beulenanfälligkeit bei Metall durchaus höher als bei Polycarbonat. Vielleicht erhält das kolportierte Premium-Modell Galaxy F ja schon jene Oberflächenbeschichtung.

Quellen: Digitimes, ETNews [via phoneArena, 2]

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