Samsung Galaxy S6 edge im Teardown: Klebstoff macht es nahezu unreparierbar

Jan Hoffmann 31

Nachdem die Reparaturspezialisten von iFixit bereits das neue HTC One M9 in seine Einzelteile zerlegt haben, hat sich nun auch das Samsung Galaxy S6 edge einem Teardown unterziehen müssen. Wie auch das HTC-Flaggschiff erhielt das Topmodell Samsungs hinsichtlich seiner Reparaturfähigkeit keine gute Bewertung. 

Samsung Galaxy S6 edge im Teardown: Klebstoff macht es nahezu unreparierbar

Es scheint ganz so als würden die diesjährigen Flaggschiff-Smartphones von Samsung und HTC einige Trophäen abräumen – für die Reparaturfähigkeit dürften beide Geräte aber ohne Auszeichnung nach Hause gehen müssen. Wie die Reparaturexperten von iFixit in ihrem Teardown herausgefunden haben, ist auch das Samsung Galaxy S6 edge nicht gerade für Hobbyschrauber geeignet, die etwaige Komponenten, wie beispielsweise den Akku, auf eigene Faust austauschen möchten. Damit kann sich das Samsung-Smartphone dem HTC One M9 anschließen. Im Detail bemängelt iFixit die Glaselemente auf Vorder- und Rückseite des Smartphones, die sich aufgrund der Verwendung von jeder Menge Klebstoff nur schwer entfernen lassen. Auch das Displaypanel lässt sich nicht gerade einfach von seinem schützenden Displayglas lösen – hier darf man mit einem Sprung im Glas rechnen, wenn man nicht äußerste Vorsicht walten lässt.

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Auch mit der Art und Weise, wie man den internen Akku im Gehäuse des Galaxy S6 edge untergebracht hat, kann sich Samsung keine Lorbeeren verdienen – der 2.600 mAh große Energiespeicher ist ebenfalls verklebt und zu allem Übel unter Midframe und Motherboard verbaut, was das Herankommen an den Akku erschwert. Doch es gibt nicht nur Schlechtes über die Reparaturfähigkeit des Galaxy S6 edge zu berichten: Im Vergleich zum Galaxy S5 ist es nicht mehr vonnöten, das Display zu entfernen, um in das Gehäuseinnere zu gelangen und beispielsweise das Motherboard auszutauschen. Außerdem wurde offenbar bei vielen Komponenten auf eine modulare Bauweise geachtet, weshalb sich ein Austausch dieser als relativ leicht erweist – wären da nicht die fragilen Glasoberflächen auf Vorder- und Rückseite und der Klebstoff.

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Während das Vorgängermodell, das Galaxy S5 noch 5 Punkte auf der iFixIt-Reparaturskala erreichen konnte, erhält das S6 edge gerade einmal 3 von 10 möglichen Punkten, wobei 10 Punkte die einfachste Reparatur bescheinigen. Zum Vergleich: Das auf die Reparaturprobe gestellte HTC One M9 erreichte  nur zwei Punkte in iFixits „Repairability Score“ – das iPhone 6 Plus konnte im Teardown mit ganzen 7 von 10 Punkten glänzen.

Quelle: iFixit via: 9to5Google

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