Samsung Galaxy S6 Edge: Preis höher als iPhone 6, geringe Stückzahl zum Start [Gerücht]

Rafael Thiel 16

Samsung wird am kommenden Sonntag sein diesjähriges Flaggschiff in zweierlei Ausführung vorstellen. Neben dem regulären Galaxy S6 wird es ein Galaxy S6 Edge geben. Dessen um beide Gehäuseseiten gebogenes Display scheint jedoch problematisch in der Produktion zu sein, wodurch die bislang hergestellte Stückzahl unter den Erwartungen zurückbleibt. Außerdem wird sich das südkoreanische Unternehmen seine Smartphones dieses Jahr einiges kosten lassen.

Samsung Galaxy S6 Edge: Preis höher als iPhone 6, geringe Stückzahl zum Start [Gerücht]

Die Kollegen von Ars Technica konnten mit einem Mitarbeiter eines mit Samsung kooperierenden europäischen Mobilfunkanbieters, der aus nachvollziehbaren Gründen anonym bleiben möchte, sprechen und einige interessante Informationen zum Galaxy S6 in Erfahrung bringen. So ruft das südkoreanische Unternehmen nach aktuellem Stand exorbitante Preise für seine beiden Flaggschiff-Modelle auf. Das Galaxy S6 Edge wird dabei in der Ausführung mit 128 GB internem Speicher gar das iPhone 6 Plus überbieten und 1.049 Euro kosten.

Der Mitarbeiter bestätigt, dass Samsung am kommenden Sonntag zwei Gerätevarianten lancieren wird, und berichtet zudem von Herstellungsschwierigkeiten bei den flexiblen Bildschirmeinheiten des Galaxy S6 Edge. Das Display wird gemäß seinen Informationen übrigens auf beiden Seiten, aus Portraitsicht links und rechts, gebogen sein – Samsung geht somit noch einen Schritt weiter als beim Galaxy Note Edge.

Diese anspruchsvolle und komplizierte Produktion lässt sich der Hersteller jedoch vergolden: Das Galaxy S6 Edge wird ab 849 Euro für die 32 GB-Variante den Besitzer wechseln. Bei 64 GB werden schon 949 Euro fällig. Sollen es neben dem futuristischen Bildschirm noch 128 GB sein, müssen 1.049 Euro hingelegt werden. Die reguläre Version des Smartphones wird ab 749 Euro über die Ladentheken gehen – wie schon mutmaßlich das HTC One M9 gemäß der jüngsten Leaks. Für mehr Speicher werden dann 849 beziehungsweise 949 Euro für die 64 GB- und 128 GB-Varianten fällig. Das sind die Preise, die der Provider ohne jedwede Substitution an Samsung abtreten muss. Im freien Handel dürften Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge dasselbe kosten.

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Das Galaxy S6 Edge wird im Fokus der Marketingkampagne stehen

Die Quelle weiß zudem zu berichten, dass Samsung fast exklusiv das Galaxy S6 Edge vermarkten und werbewirksam in den Vordergrund stellen wird. Das ist insofern problematisch, dass – wie bereits erwähnt – die Edge-Variante bislang nur in unzureichender Stückzahl produziert werden konnte. Dem Mitarbeiter zufolge gibt es derzeit dreimal mehr reguläre Galaxy S6 als das von Samsung eigentlich forcierte Modell mit gebogenem Display, das bei erfolgreiche Marketingstrategie auch mehr Menschen werden kaufen wollen.

In wenigen Tagen findet zwar die offizielle Vorstellung statt, bis zum Verkaufsstart könnte Samsung etwaige Produktionshürden noch ausbügeln. Allerdings sollten Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge am kommenden Sonntag auftrumpfen, um die durchaus hohen Preise zu rechtfertigen. Wir von GIGA ANDROID werden auf dem MWC 2015 in Barcelona vor Ort sein und zeitnah über die Neuerungen berichten.

Quelle: Ars Technica

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