Test: So viel Akku sparen schwarze Wallpaper bei AMOLED-Displays

Oliver Janko 4

Mythos oder Wahrheit? Dass AMOLED-Displays weniger Strom verbrauchen, wenn sie schwarze Inhalte anzeigen, gilt als gesichert. Aber wie groß ist die Akkuersparnis tatsächlich? Die Kollegen von PhoneArena haben das in einem kleinen Experiment getestet – mit durchaus überraschendem Ergebnis.

Dazu einleitend ein wenig Theorie: AMOLED-Displays besitzen selbstständig leuchtende Pixel, anders als beispielsweise LCD-Panels. Das heißt, sie benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, bei schwarzen Hintergründen bleiben die jeweiligen Bildpunkte einfach ausgeschaltet. Daraus ergibt sich die Logik, dass schwarze Inhalte deutlich weniger Strom verbrauchen müssten als weiße oder farbige Hintergründe und der Akku daraus resultierend länger halten sollte.

Die Testprozedur

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Grundsätzlich ist das auch richtig, wie der Test der Kollegen von PhoneArena zeigt. Unter die Lupe genommen wurden drei Smartphones: Das Samsung Galaxy S7 edge, das OnePlus 3 und das Nexus 6P. Die Bildschirmhelligkeit wurde auf ein gemeinsames Level von 200 Nits gestellt, außerdem wurden sämtliche im Hintergrund laufenden Anwendungen geschlossen. Zum Vergleich wurde erst der Akkuverbrauch bei 50 verschiedenen Wallpapers getestet, um anschließend einen gänzlich schwarzen Hintergrund einzustellen. Außerdem kam auch ein komplett weißer Hintergrund zum Einsatz, der entsprechend der Erwartungen deutlich mehr Akku verbrauchen müsste.

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Wie im oberen Chart erkennbar, stellen sich tatsächlich Unterschiede ein. Nur, die sind bei weitem nicht so deutlich, wie im Vorfeld erwartet. Das Galaxy S7 edge spart beispielsweise in etwa 1,2 Prozent in der Stunde, wenn das Display eine schwarze Fläche darstellt, beim OnePlus 3 sind es gar nur 0,6 Prozent. Das Nexus 6P schneidet noch am besten ab, die Akkuersparnis liegt bei 1,4 Prozent pro Stunde. Etwas höher sind die Prozentzahlen, wenn man direkt den Vergleich von ganz weißen und ganz schwarzen Inhalten betrachtet.

Die Ergebnisse im Fazit

Ja, minimale Ersparnisse sind möglich, bei schwarzem Hintergrund hält der Akku der Testgeräte minimal länger. Der Unterschied wird sich im Alltag allerdings kaum bemerkbar machen. Der wohl entscheidende Grund dafür: In der Regel zeigen die Geräte den Homescreen nur selten an, der klassische Nutzer verbringt den Großteil der Zeit in den installierten Apps – und die sind in der Regel hell gestaltet. Es gibt allerdings auch Anwendungen, die einen „Dark Mode“ oder Ähnliches bieten, womit sich die Akkulaufzeit dann doch erheblich strecken lässt. Ein schwarzer Homescreen-Hintergrund allein dürfte also zu wenig sein, um merklich mehr Laufzeit zu erhalten.

Quelle: PhoneArena

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