Galaxy S7: Samsung möchte den Kamerasensor des Xperia Z5

Kaan Gürayer 6

Anfang Oktober sicherte sich das Sony Xperia Z5 die Goldmedaille im DxOMark und wurde vom renommierten Profiportal zur besten Smartphone-Kamera gekürt. Der Sprint an die Spitze hat offenbar Samsung mächtig beeindruckt: Gerüchten zufolge befindet sich der südkoreanische Hersteller derzeit in harten Verhandlungen mit Sony, um mit dem IMX300 denselben Kamerasensor im Galaxy S7 verbauen zu dürfen, der auch in Sonys Topmodell für hervorragende Ergebnisse sorgt. 

Bisherige Gerüchte waren noch davon ausgegangen, dass Samsung im kommenden Galaxy S7 auf einen hauseigenen ISOCELL-Kamerasensor mit einer Auflösung von 20 MP setzen würde. Das wäre ein ordentliches Upgrade gegenüber der Kamera im Galaxy S6, die mit 16 MP auflöst und auch mehr als ein halbes Jahr nach dem offiziellem Marktstart des Galaxy S6 noch immer zu den besten Smartphone-Kameras gehört. Dass sich Samsung nun offenbar für den Bildsensor des Xperia Z5 interessiert, könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass der Hersteller sein 2016er Flaggschiff-Smartphone erneut mit verschiedenen Kameramodulen ausstattet. Wir erinnern uns: Bereits das Galaxy S6 hatte zwei unterschiedliche Kameras an Bord, die zum einen auf Samsungs ISOCELL-Technologie, zum anderen auf Sonys IMX240-Sensor aufbaute.

Ob es allerdings tatsächlich wieder zu einer Kooperation zwischen den beiden Herstellern kommt, scheint zum aktuellen Zeitpunkt noch völlig offen zu sein. Zwar befindet sich Samsung dem Vernehmen nach in harten Verhandlungen mit Sony, um Zugriff auf den IMX300 zu erhalten. Der japanische Hersteller plante aber wohl ursprünglich, seinen neuen High End-Kamerasensor exklusiv in der Xperia Z5-Reihe zu verbauen. Sollte Sony dem Drängen Samsungs tatsächlich nachgeben und dem IMX300 eine Freigabe für das Galaxy S7 erteilen, würde der Konzern eines der größten Alleinstellungsmerkmale seiner aktuellen Flaggschiff-Reihe preisgeben.

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Andererseits dürfte sich das Galaxy S7 wie seine Vorgänger erneut Millionen und Abermillionen mal verkaufen, was Sony ordentlich Geld in Kasse spülen würde. Gebrauchen könnte man dies definitiv, schließlich läuft es wirtschaftlich in Sachen Smartphones nicht gut für den Konzern. Hier gilt es also die Vor- und Nachteile gegeneinander aufzuwiegen und am Ende zu einer Entscheidung gelangen, die das Beste für die Japaner herausholt.

Sony Xperia Z5 im Hands-On auf der IFA 2015

Sony Xperia Z5 im IFA-Hands-On.

Schraubt Samsung die Auflösung des IMX300 herunter?

Samsung hat hingegen andere Sorgen und muss sich schnellstens um die Auflösung der Kamerasensoren kümmern. Denn sollte Sony tatsächlich grünes Licht geben und ihnen den IMX300 überlassen, steht der Konzern vor dem kniffligen Problem, dass ihr eigener ISOCELL-Sensor wie eingangs erwähnt mit 20 MP auflöst, das Gegenstück aus dem Hause Sony aber hingegen mit 23 MP. Gerüchten zufolge soll der IMX300 gar ein 25 MP-Kamerasensor sein, dessen Bildausschnitt jedoch so verkleinert wurde, dass Bilder mit maximal 23 MP aufgenommen werden.

Nun kann Samsung aber nur schwerlich ein Galaxy S7 anbieten, das in einer Verkaufsregion eine 23 MP-Kamera besitzt, in der anderen aber deutlich abfällt und lediglich mit einer 20 MP-Knipse aufwarten kann. Es wird daher gemunkelt, dass sich das Unternehmen einer cleveren Kompressionstechnik bedient, um die 23 MP des IMX300 auf 20 MP herunterzuschrauben und somit Gleichstand herzustellen. Wie sich das am Ende auf die Bildqualität auswirkt, muss sich allerdings noch zeigen.

Quelle: Weibo, via: ITHome, PhoneArena

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