Samsung Galaxy S7: Fertigung kostet lediglich 230 Euro

Oliver Janko 21

Die Bauteile des Samsung Galaxy S7 kosten dem südkoreanischen Branchenprimus umgerechnet lediglich 230 Euro. Das hat ein Teardown des Marktforschungsunternehmens IHS nun zu Tage gebracht. Damit kostet das aktuelle Flaggschiff in der Fertigung in etwa so viel wie das Samsung Galaxy S5 vor zwei Jahren. Der UVP für das Gerät liegt bei 699 Euro 

Video: Das Samsung Galaxy S7 im Hands-On

Samsung Galaxy S7 im Unboxing.

Die Mannen von IHS haben sich die Mühe gemacht, das Samsung Galaxy S7 gänzlich in seine Einzelteile zu zerlegen und sich anzuschauen, was da unter der schicken Glasummantelung eigentlich so verbaut ist. Die einzelnen Komponenten wurden anschließend mit einem Preisschild versehen – weshalb wir nun wissen, wie viel die Bauteile des neuen Flaggschiffs in der Anschaffung kosten.

Teuer: Der Qualcomm-Prozessor

Wenig überraschend investiert Samsung am meisten Geld in den Prozessor, der aber immerhin auch als Herzstück eines jeden Smartphones gilt. Satte 62 US-Dollar (umgerechnet circa 55 Euro) – und damit fast ein Viertel der Gesamtsumme – gehen für den Snapdragon 820 drauf. Interessant diesbezüglich: Samsung baut sich die Chips selbst, die Qualcomm-Prozessoren werden in einer Halle von Samsung gefertigt. Der Deal dürfte sich für Qualcomm dennoch auszahlen: Noch beim Galaxy S6 war die kalifornische Chip-Schmiede bekanntlich komplett außen vor, Samsung setzte mit dem Exynos 7420 auf eine eigene Fertigung. In einigen Verkaufsregionen, unter anderem auch Europa, kommt im Übrigen Samsungs hauseigener Exynos 8890 zum Einsatz – hier dürfte die Gewinnmarge noch deutlich höher ausfallen.

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Von wo das Kameramodul stammt, ist indes unklar. Bekannt ist, dass Samsung zumindest auf dem Papier einen Schritt zurück macht und lediglich eine 12 MP-Knipse in das Gerät packt. Dank größerer Pixel sollen die Ergebnisse letztendlich aber besser werden als noch beim Vorgänger. Der Preis ist auf jeden Fall alles andere als hoch: 13,70 US-Dollar überweist Samsung offenbar für die Kamera, was circa 12,31 Euro macht.

Dazu kommen dann schlussendlich noch einige kleinere Summen für die anderen Teile  und „satte“ 5 US-Dollar, ungefähr 4,50 Euro, für die Endmontage. Nicht eingerechnet sind Faktoren wie Marketing, Distribution oder Softwareentwicklung. Alles in allem kostet ein Gerät Samsung also 255 US-Dollar, also etwa 230 Euro. Verkauft wird es hierzulande mit einem UVP von 699 Euro, womit sich eine Gewinnspanne von knapp 470 Euro ergeben.

Quelle: IHF, via recode

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