Samsung bekommt die Veränderungen auf dem Mobilfunkmarkt zu spüren: Einem Medienbericht aus Südkorea zufolge ist die Zahl der Vorbestellungen für das Galaxy S7 im Vergleich zum Vorgängermodell zurückgegangen. Interessanterweise liegt die Ursache dafür aber nicht an der fehlenden Begeisterung für das Smartphone an sich.

Der größte Feind der Südkoreaner ist vermutlich die Vergangenheit: Während das Samsung Galaxy S6 mit seinem komplett neuen Design große Wellen schlug und insbesondere das Galaxy S6 edge eine deutlich höhere Nachfrage als erwartet einfuhr, scheint die Zahl der Vorbestellungen beim neuen Samsung Galaxy S7 nicht an den Erfolg des Vorjahresmodells heranreichen zu können. Das berichtet zumindest Business Korea unter Berufung auf Insider-Quellen aus der Industrie, ohne hierbei allerdings konkrete Zahlen nennen zu wollen.

Man bezieht sich auf die Zahl der Vorbestellungen bei den drei größten Mobilfunkanbietern in Südkorea seit dem Startschuss am 4. März. Die Gründe für die zurückhaltende Einstellung der Kunden klingen einleuchtend: Zwar hat Samsung den Preis für das edge-Modell in diesem Jahr sogar etwas gesenkt und bietet obendrein eine kostenlose Gear VR-Brille für Vorbesteller an. Diese sei als Geschenk für die meisten Kunden aber nicht ausschlaggebend für eine Vorbestellung. Während in Deutschland zahlreiche Exemplare auf eBay für Preise zwischen 70 und 100 Euro den Besitzer wechseln, können die Kunden in Südkorea sogar schon ab 50 US-Dollar in den Genuss der VR-Brille kommen.

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Top-10-Handys: Die aktuell beliebtesten Smartphones in Deutschland

Das Kaufverhalten der Kunden hat sich verändert

Des Weiteren seien die Kunden klüger geworden. Anstatt sich schon direkt mit dem Beginn der Vorbestellungen an einen Netzanbieter zu binden, warten viele Kaufwillige lieber etwas, um verschiedene Angebote mehrerer Provider miteinander vergleichen zu können. Darüber hinaus dürfte sich mittlerweile auch herumgesprochen haben, dass der Preis von Samsung-Smartphones erwartungsgemäß schon innerhalb kurzer Zeit deutlich sinkt.

Mehr zum Gerät: Testbericht zum Samsung Galaxy S7 auf GIGA.DE

Zwar sind dies sicherlich wichtige Faktoren, doch insgesamt dürften die verhaltenen Vorbestellungen auch darin begründet sein, dass das Galaxy S7 sich nicht dramatisch vom Galaxy S6 unterscheidet, sondern vielmehr eine sinnvolle Weiterentwicklung darstellt. Im Vergleich zum Sprung vom Galaxy S5 auf das Galaxy S6 erscheint es logisch, dass Kunden lieber nach der Vernunft handeln und warten, statt sofort auf die neue Modellgeneration zu wechseln.

Insgesamt sollte man aber kein vorschnelles Urteil fällen – schließlich handelt es sich hier lediglich um vorläufige Tendenzen und das auch nur für den südkoreanischen Markt. Zwar hat Samsung hier traditionell den stärksten Kundenkreis, doch es bleibt abzuwarten, wie die Verkaufszahlen für die neuen Smartphones – vor allem das edge-Modell, zu dem es noch keine Statistiken gibt – ausfallen werden.

Quelle: Business Korea via Android and Me

 

Galaxy S7 vs. Galaxy S6 vs. Galaxy S5: Kampf gegen die Vergangenheit

Samsung Galaxy S7 vs. Galaxy S6 vs. Galaxy S5 im Video-Vergleich

Du willst keine News rund um Technik, Games und Popkultur mehr verpassen? Keine aktuellen Tests und Guides? Dann folge uns auf Facebook (GIGA Tech, GIGA Games) oder Twitter (GIGA Tech, GIGA Games).