Samsung Galaxy S7 vs. LG G5: Alle Informationen & Gerüchte im Überblick

Tuan Le

Wir präsentieren den Showdown des Jahres: In der linken Ecke steht der Branchenprimus Samsung mit dem Galaxy S7. Beim neuesten Topmodell will der Konzern diesmal designtechnisch nicht viel verändern, dafür mit technischen Verbesserungen überzeugen. In der rechten Ecke sehen wir LG mit dem G5: Für den wirtschaftlich strauchelnden Konzern soll das nächste Flaggschiff-Smartphone einen radikalen Kurswechsel darstellen. Welches Smartphone wird die 2016 die Herzen der Techwelt gewinnen?

Samsung Galaxy S7 vs. LG G5: Alle Informationen & Gerüchte im Überblick
Update 4 vom 29.2.2016: Mittlerweile sind beide Geräte vorgestellt worden. Hier findet ihr alle Infos:

Update 3. Februar: Vom Samsung Galaxy S7 sind mittlerweile erste Pressebilder geleakt worden. Auch der Release einer Edge-Variante kann mittlerweile als gesichert betrachtet werden.

Samsung Galaxy S7: Das ist bisher bekannt

Den bisherigen Informationen nach will Samsung beim Galaxy S7 äußerlich nur wenig ändern: Weiterhin dominieren Glas und Metall das Gehäuse des Gerätes, allerdings könnte es etwas dicker als das Galaxy S6 werden. Einige Quellen sprechen davon, dass dies durch die Integration eines sehr großen Akkus sowie eines microSD-Slots entschuldigt werden kann. Je nach Ausführung soll die Akkukapazität 3.000 oder 3.600 mAh betragen. Ein Rendering-Video, dass das neue Design zeigen soll, liefert einen ersten Eindruck von dem Gerät:

Evan Blass hat sogar mittlerweile offizielle Pressebilder geleakt. Auch hier gilt: Viel wird sich beim Galaxy S7 und Galaxy S7 edge wohl nicht verändern.

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Als Prozessor kommt dem Vernehmen nach der achtkernige Exynos 8890 zum Einsatz, der in ersten Benchmarks die aktuelle Konkurrenz ohne Probleme überflügelt. Ebenfalls im Gespräch ist für ausgewählte Regionen eine Version des Galaxy S7 mit Snapdragon 820, die auch hervorragende Werte in Benchmark vorweisen kann. Ob das reicht, um TouchWiz flüssiger als iOS zu machen, wie Samsung es geplant hat, bleibt abzuwarten. Softwareseitig will der Hersteller jedenfalls eine Entschlackungskur machen und TouchWiz mit noch weniger Bloatware ausliefern.

Interessant wird es beim Display: Bislang herrscht noch Uneinigkeit darüber, ob das Gerät in 2 oder 4 verschiedenen Versionen auf den Markt kommen wird. Den jüngsten Berichten nach zu urteilen wird es eine 5,1-Zoll-Version ohne und eine 5,5-Zoll-Ausführung mit Edge-Display vom Galaxy S7 geben. Die Edge-Variante hat Samsung indirekt schon offiziell bestätigt. Bei der Kamera wird Samsung überraschenderweise die Megapixel-Zahl zurückfahren: Anstelle von 16 MP sind es nur noch 12 MP beim neuen Modell. Dafür soll die Sensorgröße ansteigen und dank f/1.7-Blende und Britecell-Technologie eine bessere Bildqualität ermöglicht werden, zudem könnte die Kamerabeule auf der Rückseite verschwinden.

Weitere, weniger gut belegte Gerüchte sprechen auch von einem Schutz gegen Wasser und Staub sowie einem Netzhautscanner – dies halten wir nach dem aktuellen Stand allerdings für eher unwahrscheinlich. Nicht abwegig ist dagegen, dass das S7 einen USB Typ C-Anschluss besitzen wird. Ebenfalls warscheinlich: Wie Apple könnte Samsung ein Update-Programm anbieten, bei dem man das Galaxy S7 gegen eine monatliche Gebühr mietet und nach 1 bis 2 Jahren das aktuelle Flaggschiff-Smartphone erhält. Richtig spannend wird es beim Preis, denn Samsung soll das Galaxy S7 deutlich günstiger machen als noch das Galaxy S6.

Wann kommt das Samsung Galaxy S7?

Die Vorstellung des Samsung Galaxy S7 wird im Zuge des Mobile World Congress in Barcelona am 20. Februar auf einem Unpacked Event erwartet. Der Verkauf wird, so zumindest der aktuelle Informationsstand, schon kurze Zeit später ab dem 11. März starten.

Fazit: Dem bisherigen Stand nach bringt Samsung viele Verbesserungen in verschiedensten Bereichen, ohne auf sensationelle Innovationen zu setzen. Wenn der Hersteller es aber richtig anstellt, könnten diese grundlegenden Veränderungen (allen voran die Integration eines microSD-Slots und die Vergrößerung des Akkus) allein schon dafür sorgen, dass das Galaxy S7 zu einem Verkaufsschlager wird.

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LG G5: Das ist bisher bekannt

LG will es wissen: Beim LG G5 scheint der Konzern so einiges über den Haufen zu werfen und in vielerlei Hinsicht eine Kurskorrektur vornehmen zu wollen. Das Markenzeichen des LG G2, G3 und G4 verschwindet daher offenbar beim G5, wie mehrere Leaks belegen: Der Lautstärkeregler befindet sich nicht mehr auf der Rückseite, sondern am Rahmen. Dafür wird es wie beim LG V10 einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite geben, der möglicherweise auch als Powerbutton doppelt.

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Auch einige Design-Skizzen und Leaks scheinen zu belegen, dass LG sich in Sachen Design somit drastisch von den Vorgängermodellen distanziert; ein Gehäuse aus Metall ist ebenfalls im Gespräch. Obendrein gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera mit 8 beziehungsweise 16 MP zu bestaunen: Diese könnte für 3D-Aufnahmen, Fotos mit justierbarer Tiefenschärfe oder schlichtweg unterschiedliche Winkeleinstellungen dienen. Eine leichte Krümmung im Display oder gar ein zweiter Bildschirm wie beim LG V10 kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Der kolportierte Laser-Autofokus für scharfe Aufnahmen auch bei schwierigen Motiven rundet das Kamera-Paket ab.

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Auch ein USB Typ C-Port ist beim LG G5 mit an Bord, so zumindest mehrere Berichte. Die Überraschungen gehen aber noch weiter: So sprechen aktuelle Gerüchte von der Integration eines Magic-Slots, der eine Hardware-Erweiterung ermöglichen könnte. Dabei handelt es sich um einen kleinen Slot, den LG durch die Bereitstellung von Modulen etwa zum Nachrüsten von mehr Speicher, eines externen Mikrofons oder andere kleiner Gadgets verwenden könnte – Project Ara lässt grüßen. Detaillierte Informationen zum sagenumwobenen Magic Slot oder gar Bilder sind derzeit allerdings noch Mangelware. Zumindest wie sich der wechselbare Akku mit dem Metallgehäuse vertragen soll, wurde basierend auf einem Augenzeugenbericht in einem Rendering nachgestellt:

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Bei all diesen brisanten Details gibt es ausgerechnet zu den Hardware-Spezifikationen wenige Daten. Voraussichtlich wird der Hersteller aber wieder auf ein WQHD-Display setzen, vermutlich mit einer Diagonale von etwa 5,5 Zoll. Als Prozessor ist der Snapdragon 820 die naheliegendste Wahl, 3 bis 4 GB RAM sowie interner Speicher ab 16 GB dürften ebenso mit an Bord sein. Der microSD-Slot und der wechselbare Akku – zwei Merkmale, die die Vorgänger auszeichneten – dürfte beim LG G5 erhalten bleiben.

Wann kommt das LG G5?

LG wird offenbar noch im Rahmen des MWC eine Vorstellung des LG G5 auf einem eigenen Event durchführen. Angesetzter Termin ist der 21. Februar – ein Tag nach dem Event von Samsung. Man scheint sich der eigenen Sache sehr sicher zu sein, denn eine Kampfansage an Samsung gibt es ebenfalls.

Fazit: LG verabschiedet sich vom altbewährten Design und verändert auch sonst beim LG G5 offenbar so ziemlich alles. Durch die Integration eines wechselbaren Akkus sowie der Möglichkeit zur Speichererweiterung wird das Unternehmen auf jeden Fall eine bestimmte Zielgruppe für sich gewinnen können; fraglich ist, wie die zum Teil fast schon abenteuerlich klingenden Hardware-Features wie das zweite Display und der mysteriöse Magic-Slot bei den Kunden ankommen werden, sollten sie sich bewahrheiten.

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