Galaxy-S8-Display: Was du vor dem Kauf wissen solltest

Tuan Le 5

Das Samsung Galaxy S8 hat ein 5,8-Zoll-Display und ist damit zunächst definitiv in die Riege der Phablets einzuordnen. Wer das Gerät jedoch in die Hand nimmt, wird feststellen, dass es außerordentlich kompakt ist und sich deutlich kleiner als so manch 5,5-Zoller anfühlt. Wie ist das möglich?

Galaxy-S8-Display: Was du vor dem Kauf wissen solltest

In der Vergangenheit konnte die Display-Diagonale als gutes Indiz dafür hergenommen werden, wie groß so ein Smartphone eigentlich ist. Ein 6-Zoller war eindeutig größer als ein 5,5-Zoller, 5-Zoll-Smartphones galten wiederum als der beste Kompromiss zwischen Handlichkeit und Displayfläche. Allerdings gab es bis vor kurzem auch ausschließlich Smartphones, die mit einem Display-Verhältnis von 16:9 ausgestattet sind. Das LG G6 kommt dagegen mit einem 18:9-Display, das Samsung Galaxy S8 sogar mit einem 18,5:9-Display. Die Geräte sind dadurch länglicher, bleiben aber insgesamt noch kompakt und können auf dem Papier eine ziemlich große Display-Diagonale verbuchen.

Das neue Format birgt einige Nachteile

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Nun entspricht dies aber nicht unbedingt gleich dem, was ein Nutzer als großes Display wahrnimmt. Es ist klar, dass die meisten Apps und Inhalte auf das 16:9-Format ausgerichtet sind und deshalb auf den überlangen Displays des Galaxy S8 und LG G6 nicht richtig dargestellt werden können. Die Folge: Schwarze Balken oder abgeschnittene Inhalte, wenn man die Zoom-Funktion verwendet. Letzteres dürfte zumindest beim Genuss von Filmen nicht allzu sehr stören, zumal das Display des Galaxy S8 dank der abgerundeten Kanten im Gegenzug ein beeindruckendes, immersives Erlebnis bietet.

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Samsung Galaxy S8 und LG G6: So groß sind die Displays wirklich

Man kommt aber nicht umhin anzumerken, dass das neue Format auch ein Marketing-Trick ist. Die Display-Flächen des LG G6 und Samsung Galaxy S8 sind nämlich deutlich kleiner als zum Beispiel beim Galaxy Note 7, einem 5,7-Zoll-Phablet mit 16:9-Display. Errechnen lässt sich die Displayfläche in cm², indem man den Satz des Pythagoras heranzieht (hier wird es ein wenig mathematisch):

  • Je zwei Seiten (a,b) des Displays sowie die Displaydiagonale (c) bilden ein rechtwinkeliges Dreieck, bei der die Diagonale die Hypotenuse ist. Es gilt also: a² + b² = c². Die Diagonale c ist bekannt.
  • Ebenfalls bekannt ist das Seitenverhältnis. Dadurch kann man die längere Seite a auch durch b ausdrücken. Beim 18:9-Display (kurz auch 2:1) des G6 entspricht zum Beispiel die längere Seite a also 2 Mal der kürzeren Seite b. Es gilt also auch: 2b² + (b)² = c².
  • Löst man die Gleichung nach a auf, erhält man die Länge der kürzeren Seite b. Multizpliziert man diese mit dem Seitenverhältnis, so erhält man die längere Seite. Die Fläche ergibt sich dann durch a*b.

Wer sich die Rechnung ersparen möchte, kann auch auf diesen Rechner zurückgreifen. Dadurch ergibt sich (auf zwei Nachkommastellen abgerundet) folgende Tabelle:

Seitenverhältnis  Displaydiagonale  Displayfläche 
Samsung Galaxy S7  16:9 5,1 Zoll  72,32 cm²
Samsung Galaxy S7 edge 16:9 5,5 Zoll  82,96 cm²
Samsung Galaxy Note 7 16:9 5,7 Zoll  89,46 cm²
Huawei Mate 9 16:9 5,9 Zoll  95,63 cm²
LG G6 18:9 5,7 Zoll  83,35 cm²
Samsung Galaxy S8 18,5:9  5,8 Zoll  84,48 cm²
Samsung Galaxy S8 Plus  18,5:9  6,2 Zoll  97,98 cm²

Es wird deutlich, dass die Displays des LG G6 und Galaxy S8 deutlich weniger Fläche besitzen als Geräte wie das Samsung Galaxy Note 7. Daher sollte man vor dem Kauf unbedingt die Smartphones in Natura begutachten, denn Fans großer Smartphones könnten hier unter Umständen enttäuscht werden.

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