Google Daydream funktioniert nicht auf dem Galaxy S8

Thomas Lumesberger 1

Samsung will die Nutzer eines Galaxy S8 im eigenen Universum halten, weshalb nur die Gear VR mit dem neuen Smartphone funktioniert. Googles VR-Plattform Daydream lässt sich darauf nicht ausführen – zumindest vorerst.

Google Daydream funktioniert nicht auf dem Galaxy S8

Das riesige Display des Galaxy S8 ist zweifelsohne für die Verwendung in VR-Headsets gedacht. Mit Googles hauseigener Plattform Daydream ist das neue Flaggschiff allerdings nicht kompatibel, so die Erkenntnis von VRHeads. Sie haben versucht die App auf dem Smartphone zu installieren, allerdings spuckt das Gerät direkt eine Fehlermeldung aus. Dafür ist laut ihren Angaben eine spezielle Codezeile in den Systemberechtigungen verantwortlich. Sobald diese geändert werden kann (dafür sind Root-Zugriffsrechte von Nöten), können Besitzer eines Galaxy-Smartphones auch die Daydream-App und damit sämtliche VR-Inhalte des Google Play Store nutzen. Vermutlich wird bereits wenige Tage nach dem offiziellen Start des Galaxy S8 ein Root möglich sein.

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Daydream vs. Gear VR

Dass Samsung nicht ab Werk die VR-Plattform von Google erlaubt, ist vollkommen logisch, schließlich hat der südkoreanische Hersteller mit der Gear VR ein eigenes VR-Headset im Stall und versucht dieses an die Nutzer zu bringen. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine exklusive Partnerschaft mit Oculus, wodurch sich eine Zusammenarbeit mit Google und damit eine Unterstützung der Daydream-Plattform ausschließt – zumindest derzeit.

Dass das Galaxy S8 nicht mit Daydream kompatibel ist, ist für Google ein herber Rückschlag. Die Galaxy-S-Geräte sind seit Jahren echte Verkaufsschlager und gehören zu den meistverkauften Smartphones der Welt. Nicht einmal kombiniert können einige Hersteller von Android-Smartphones solch hohe Verkaufszahlen vorweisen wie Samsung. Insofern verliert Google eine große Anzahl potenzieller Daydream-Nutzer. Mein Kollege Kaan hat sich bereits im Mai letzten Jahres zu den Problemen von Daydream geäußert und im Artikel „Daydream: Wie Google seiner eigenen VR-Plattform ein Bein stellt“ die Situation analysiert und die Schwächen aufgezeigt.

Quelle: VRHeads via 9to5Google

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