Samsung bringt Galaxy S9 früher, spart aber am Speicher

Rafael Thiel

Eigentlich sollte mit der Vorstellung des Galaxy Note 8 erstmal die Luft bei Samsung raus sein, stattdessen ein bisschen Rampenlicht für andere Hersteller auf der IFA in Berlin. Tja, daraus wird wohl nichts, denn das Galaxy S9 macht ununterbrochen in der Gerüchteküche von sich reden: So sind Details zum unerwartet kleinen Arbeitsspeicher durchgesickert, außerdem könnte der Release deutlich früher erfolgen als beim Galaxy S8 dieses Jahr.

Dass der Snapdragon 845 im Galaxy S9 debütieren soll, ist bereits bekannt. So modern und leistungsstark der Prozessor ist, so unspektakulär erscheint der Arbeitsspeicher: Wie XDA mit Verweis auf eine anonyme Quelle berichtet, wird das Galaxy S9 lediglich 4 GB RAM erhalten. Manch einer mag sich nun fragen: Das ist doch genauso viel wie beim Galaxy S8, wo liegt das Problem?

Samsung spart beim Arbeitsspeicher: 4 GB müssen reichen

Fürwahr, ein Problem gibt es weniger, wohl aber eine Diskrepanz zwischen Wahrnehmung der Galaxy-S-Reihe und der tatsächlich erbrachten Leistung. Denn das Galaxy Note 8 legt vor und bietet satte 6 GB RAM an. Das OnePlus 5 besitzt sogar 8 GB RAM. Wie soll sich das Galaxy S9 gegenüber der dann per se veralteten 2017er-Modelle profilieren? Der Arbeitsspeicher ist zwar nur ein kleiner Bestandteil des Gesamtpaketes, jedoch eine im Marketing gewichtige Zahl und obendrein für die nicht für ihre Performance bekannte Samsung-Software zuträglich. Komischerweise schafft es aber die Dual-Kamera ins S9.

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Immerhin hat XDA auch versöhnliche Gerüchte in petto: Der Fingerabdrucksensor soll sich beim Galaxy S9 nicht länger direkt neben der Kameralinse befinden, wodurch lästige Schmierereien nicht selten die Aufnahmequalität beeinträchtigen. Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass der Sensor damit wie seit geraumer Zeit antizipiert unter das Display wandert – diese Technologie wird dem Vernehmen nach erst zum Note 9 hoffähig. Nein, der Fingerabdrucksensor wird wohl weiterhin auf der Rückseite residieren, jedoch im Stile des Google Pixel zentral positioniert. Aber ja, Gerüchte, nicht vergessen.

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Ein solches Gerücht ist auch folgende Information: Das südkoreanische Branchenmagazin The Investor berichtet, dass Samsung die Produktion des S9-Displays bereits im November aufnimmt. Beim Galaxy S8 war das erst im Januar der Fall, worauf ein Release im März beziehungsweise April folgte. Den Gedanken zu Ende spinnend impliziert der Frühstart Samsungs, dass das Galaxy S9 ebenfalls früher erscheinen könnte.

Gemäß Analysten ist eine Präsentation im Januar nicht unwahrscheinlich, der Verkauf würde dann im Februar anlaufen – vielleicht mit dem Mobile World Congress als Startschuss? Damit würde Samsung nicht nur der Android-Konkurrenz zuvorkommen, sondern könnte unter Umständen auch bei der Kundschaft des iPhone 8 wildern. Angeblich könnte Apple sich dieses Jahr etwas länger mit dem Verkaufsstart Zeit lassen als sonst, zudem spukt ein größeres iPhone 8, das im Frühjahr 2018 erscheinen könnte, in der Gerüchteküche herum. Die vorgezogene Display-Produktion ist zwar nur ein Indiz, nachvollziehbar wäre das Manöver aber.

Quelle: XDA, The Investor via Phone Arena (2)

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