Sony Ericsson Xperia Active

Andre Reinhardt 2

Dieses Handy hätte man wahrscheinlich im Dschungel-Camp gut gebrauchen können, denn es handelt sich um ein Outdoor-Smartphone. Klein und günstig will das Sony Ericsson Xperia Active die Herzen der Weltenbummler erobern.

Vor fast 3 Wochen stellte ich euch die beiden Recken Sony Ericsson Xperia Active und Utano T180 Barrier vor, welche ich euch in einem Special näher bringen wollte. Der Mobile World Congress forderte dann aber seine Aufmerksamkeit und unterbrach die eigentliche Testphase der beiden Geräte. Nun konnte ich aber den ersten Testbericht verfassen. Ein robustes Smartphone für um die 200 Euro, kann diese Kombination etwas taugen? Laut Datenblatt soll das Gerät wasser- und staubgeschützt nach IP67 sein.

Wie sich der Naturbursche im Alltag macht erfahrt ihr in folgendem Review. An dieser Stelle bedanke ich mich bei Getgoods.de, die uns freundlicherweise dieses Testgerät zur Verfügung gestellt haben.

Hardware

Lieferumfang

Hier zeigt sich der Hersteller durchaus spendabel. In der, proportional zum Handy, ziemlich großen Box findet man Zubehör, welches über den normalen Lieferumfang hinaus geht. Neben dem obligatorischen microUSB-Datenkabel samt Netzteil-Adapter und Kopfhörern erhält man auch praktische Extras. Das wäre zum einen eine Handschlaufe, dann noch ein Sportarmband, an dem man das Handy befestigen kann und schließlich noch ein weißer Zweit-Akkudeckel. Dieser ist im Vergleich zum schwarzen Gegenstück nicht aus weichem Kunststoff gefertigt, sondern wirkt deutlich härter und nicht ganz so wertig. Eine nette Dreingabe sind 4 Halterungen und eine Kabel-Klammer, die dafür sorgen, dass man auch bei noch so intensivem Jogging die Kopfhörer nicht verliert. Des weiteren gehört eine 2 GB microSD-Speicherkarte zum Lieferumfang. Hier wurde also wirklich an alles gedacht, um mit dem Smartphone direkt loslegen zu können. Sehr vorbildlich.

Verarbeitung und Haptik

Dieser Punkt ist bei solch einem Gerät noch wichtiger, als es sonst der Fall ist. Bisher konnte mich die Bauqualität des Sony Ericsson-Zwerges durchaus überzeugen. Das Handy liegt, trotz seiner geringen Größe, aufgrund des rutschfesten Akkudeckels sicher in der Hand. Durch sein relativ hohes Gewicht von 110,8 Gramm macht das Gerät schon beim ersten Kontakt einen vertrauenerweckenden Eindruck.

Seitlich, oberhalb des Akkudeckels, ist das Active zudem von einem Aluminium-Rahmen umfasst. Die rückseitige 5 Megapixel-Kamera ist außerdem tief ins Gehäuse eingelassen, was einem Verkratzen des Objektes vorbeugen sollte. Wenn man SIM- und Speicher-Karte wechseln möchte, muss man sich erst an zwei Verkleidungen vorbei kämpfen. Nach dem Lösen der eigentlichen Rückseite versperrt nämlich ein weiterer Deckel den Zugang zu den Schächten.

Diese zweite Verkleidung besteht aus hartem Kunststoff und ist an der Unterseite mit abdichtendem Gummi umrandet. Die Stellen um Kamera und Lautsprecher, so wie LED-Blitz bekamen zudem eine zusätzliche Schutzschicht spendiert. Das lässt das zierliche Handy dann doch robuster wirken, als es zuerst den Anschein hat. Die Öse zum Befestigen der Handschlaufe ist ebenfalls ein Teil der Aluminium-Umrandung, was für eine Hohe Sicherheit beim Transport sorgen dürfte.

Auf der linken Seite des Smartphones findet man den Power-Knopf, auf der rechten Seite befinden sich Lautstärke-Wippe und Kamera-Taste. Schade: Der Button für die 5 Megapixel-Optik kann den Standby nicht umgehen. Schnappschüsse können also nicht mittels langem Druck auf die Kamera-Taste eingefangen werden. Bei einem Outdoor-Smartphone wäre so eine Funktion sicherlich nützlich, wenn man ein interessantes Motiv beim Waldspaziergang entdeckt.

An der Unterseite befinden sich unter zwei Gummi-Abdeckungen der microUSB-Anschluss und die 3,5 mm Kopfhörerbuchse. Diese sind also ebenfalls gut vor Staub und Wasser geschützt. Die 3 Android-Tasten Menü, Home und Zurück sind kapazitiv und reagieren zügig auf Eingaben. Unter ihnen befindet sich das Mikrofon. Der Lautsprecher wurde an der Unterseite des Smartphones neben der Kamera integriert. Beim oberen Bereich des Active gibt es die obligatorische Hörmuschel.

Man entdeckt links daneben, wenn man ganz genau hinsieht, eine winzige Benachrichtungs-LED, auf der rechten Seite sind Näherungs- und Lichtsensor verbaut. Meiner Meinung nach ist die Verarbeitung sehr gelungen. Lediglich die Kamera, Lautstärke und Power-Tasten wirken etwas billig. Beim Rest des Smartphones gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Es knarrt nichts und ein Schmutzmagnet ist das Gerät ebenfalls nicht.

Technische Ausstattung und Spezifikationen

Das Xperia Active hat mit High-End nichts am Hut. Das ist aber auch gar nicht das Ausschlaggebende bei diesem Smartphone. Der Hersteller verbaute hier Komponenten, die letztes Jahr durchaus noch die Mittelklasse darstellten, im Jahre 2012 dürfte man dies aber nun eher als gehobene Einsteiger-Ausstattung werten. Hier die technischen Merkmale des Gerätes.

  • 3,0 Zoll-Display mit 480×320 Pixeln
  • 1 GHz-Prozessor
  • 2.3 Gingerbread
  • 512 MB RAM
  • 1 GB ROM
  • 2 GB microSD-Speicherkarte
  • microSD-Kartenschacht
  • 3,5 mm Klinkenanschluss
  • microUSB
  • HSDPA, GPS, WLAN
  • 5 Megapixel-Hauptkamera
  • HD-Videoaufnahme
  • 1200 mAh Akku
  • Zubehör; Sportarmband-Halterung, Kopfhörer, Wechselcover, Handschlaufe, Anleitung, Lade -und Datenkabel

Das mag zwar alles etwas mager klingen, doch die Stärken eines solchen Gerätes liegen nun einmal bei der Hülle. Glücklicherweise hat Sony Ericsson aber nicht allzu sehr geknausert und verbaut einen brauchbaren Snapdragon-Prozessor mit 1 Ghz Takt. Dazu gibt es dann noch 512 MB RAM, von denen rund 170 MB nach dem Booten frei sind. Ein Multitasking-Genie ist das Gerät also nicht. Der Akku mutet ebenfalls sehr dürftig an, erwies sich aber als überraschend ausdauernd.

Beim Display war ich zunächst von der niedrigen Helligkeit enttäuscht. Das lag aber daran, weil sich das Handy in meiner Wohnung falsch kalibrierte. Die automatische Helligkeitsregelung lässt sich nicht deaktivieren. Abgesehen davon liefert das Handy alle nötigen Funk-Standards und wie bereits erwähnt massig Zubehör.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung